Die Aktion Sonnenschein wurde 1968 mit dem Ziel der Integration von Kindern mit und ohne Behinderungen gegründet. Theodor Hellbrügge hatte sich in den 1960er Jahren intensiv mit der Früherkennung von Entwicklungsstörungen bei Kindern beschäftigt, wofür er neue Methoden der Frühdiagnostik und Frühtherapie entwickelte. Anlass dafür waren seine Beobachtungen, dass ein gesundes Kind in Heimen in seiner Entwicklung zurückbleibt. Sein Konzept für die mehrdimensionale Diagnostik und mehrdimensionale Therapie sah die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung vor.
Mit über 40 Jahren integrations-/inklusionspädagogischer Erfahrung hat die Aktion Sonnenschein wirksame und fachlich angesehene Fördereinrichtungen aufgebaut. Auf dem Weg zu einem innovativen, zeitgerechten und wegweisenden Förderzentrum wurden gewohnte Pfade verlassen und eigenständige Profile weiter entwickelt.
Pädagogisch wird der Stiftungszweck in den integrativen Kindergärten und Schulen und der Heilpädagogischen Tagsstätte der Aktion Sonnenschein umgesetzt. Dort lernen über 600 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam und machen gemeinsam Fortschritte. Denn vom intensiven und selbstverständlichen Miteinander profitieren alle. Die Montessori-Pädagogik und ihre Weiterentwicklung bilden die fachliche Grundlage. Im Mittelpunkt steht die ganze Persönlichkeit des Kindes unter Einbeziehung seines sozialen Umfeldes und seines Bildungsbedarfs.