(openPR) Mercuri Urval ist als erste Personalberatung vom TÜV Rheinland zertifiziert - Beurteilung von Bewerbern auf qualifizierter Grundlage bestätigt - Personalauswahl „nach Gutsherrenart“ hat ein Ende - Messlatte für die gesamte Personalberatungsbranche gesetzt
Auch an der Personalberatungsbranche in Deutschland geht das Thema Qualitäts-sicherung nicht vorbei. Als erstes und bislang einziges Personalberatungsunternehmen in Deutschland hat sich nun Mercuri Urval aus Wiesbaden vom TÜV Rheinland als einer anerkannten Stelle nach der DIN 33430 zertifizieren lassen. Damit tritt der Wettbewerb im Personalberatungsmarkt in eine neue Dimension ein. Erstmals ist es für Unternehmen mit Hilfe der Norm möglich, sich der Qualität ihrer Berater zu versichern.
Dr. Albert Nußbaum, Geschäftsführer bei Mercuri Urval Deutschland rechnet damit, dass die gesamte Personalberatungsbranche nun unter Zugzwang kommt. „Wir haben die Messlatte für Personalberatung erheblich höher gelegt“, so Nußbaum. Internationale Konzerne und große Unternehmen seien es gewohnt, nach anerkannten Standards und Normen zu arbeiten. Dies werde nach der Industrie auch mehr und mehr für die Beratungs- und Dienstleistungsbranche zum Kriterium. Von den mehreren Tausend Klein- und Kleinstanbietern der Personalbranche sei ein Großteil mit der Norm überfordert. Dies liege auch daran, dass Personalberatung bisher kein geschütztes Berufsbild sei und praktisch jeder sich „per Türschild und Briefbogen“ zum Personalberater machen könne, so Psychologe Nußbaum. Die fachliche Kompetenz sei dabei mitunter zum Haare raufen, zweifelhafte Methoden und Verfahren der Personalbeurteilung, die eher „privatreligiösen Charakter“ hätten, seien an der Tagesordnung.
Für Prof. Karl Westhoff, Arbeitspsychologe an der TU Dresden und Herausgeber zweier Fachbücher zum Thema DIN 33430 liegt hier der Vorteil einer Zertifizierung: „Die Norm hilft, seriöse von unseriösen Anbietern im Personalberatungsmarkt zu unterscheiden.“
TÜV-Rheinland-Expertin Christina Jänisch bestätigt dies und warnt vor Etikettenschwindlern. So würden immer wieder Unternehmen mit der Einhaltung der Norm für sich werben, ohne tatsächlich zertifiziert zu sein. „Nicht überall wo DIN draufsteht ist auch wirklich DIN drin“,
so Jänisch.
Die DIN 33430 wurde Ende 2002 erstmals veröffentlicht. Die von Wissenschaftlern und Fachleuten entwickelte Norm legt die gesicherten Qualitätsanforderungen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung fest. Dabei werden die fachlichen Methoden, die Kompetenz der beteiligten Personen sowie die Einhaltung von notwendigen Abläufen einer Überprüfung unterzogen. Bei den Methoden geht es insbesondere um die eignungsdiagnostischen Verfahren: entsprechen sie wissenschaftlichen Erkenntnissen und Standards oder handelt es sich um pseudowissenschaftliche Psychotests? Für Unternehmen geht es dabei um die Objektivität und Zuverlässig bei Personalauswahl und Assessments. Auch der Qualifikation der Beteiligten Personen kommt eine enorme Bedeutung zu. Dabei stehen insbesondere Fragen nach fachlicher Ausbildung und Kenntnissen sowie der Beherrschung von Methoden und Interviewtechniken im Vordergrund. Zur Absicherung des Qualitätsstandards werden in der DIN 33430 auch Anforderungen für Prozesse und Verfahren definiert. Dabei spielen unter anderem Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation der angewandten Untersuchungsverfahren eine Rolle.
Diese aus Person, Kompetenz und Prozess kombinierten Qualitätsanforderungen der Norm dürften nicht nur einige Anbieter am Personalberatungsmarkt ins Schwitzen bringen, sondern auch unternehmenseigenen Personalabteilungen Kopfzerbrechen bereiten. Denn von löblichen Ausnahmen abgesehen gilt das deutsche Personalmanagement im internationalen Vergleich als eher durchschnittlich. Personalexperte Nußbaum hält den deutschen Unternehmen nun den Spiegel vor. Mit der DIN 33430 werde der „Personalauswahl nach Gutsherrenart“ der Kampf angesagt. Noch viel zu häufig stünden bei der Auswahl von Personal subjektive Kriterien im Vordergrund. In Branchen mit Bewerbermangel mache sich das auch heute schon für Unternehmen bemerkbar. Geschäftsführer Nußbaum warnt: „Wenn ein qualifizierter Bewerber den Eindruck bekommt, es geht nicht transparent und objektiv zu, dann dreht der sich um und geht!“ Wer beispielsweise händeringend Ingenieure sucht, der sollte seine Suche dringend auf die Höhe der Zeit bringen.
Presse-Rückfragen:
Andreas Scheuermann
Tel. +49 (611) 1817 595
Cell. +49 (177) 505 7300













