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Öffentlichen Dienst durch wettbewerbsfähigen Abschluss stärken

23.02.201813:38 UhrVereine & Verbände

(openPR) Berlin, 23. Februar 2018. Vor den am Montag beginnenden Verhandlungen zur Tarifrunde 2018 von Kommunen und Bund hofft die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer auf Verhandlungen mit Augenmaß für die Wettbewerbsbedingungen der Arbeitgeber aus dem Öffentlichen Dienst: „Nur durch einen Abschluss, der es unseren Mitgliedern auch weiterhin ermöglicht, mit ausreichendem Personal eine verlässliche und attraktive Daseinsvorsorge zu gewährleisten, ist den Verhandlungsparteien geholfen. Wir hoffen auf Verhandlungen mit Augenmaß, die unsere Mitglieder nicht in ihrer Wirtschaftlichkeit einschränken und sie weiterhin am Wettbewerb um die besten Kräfte beteiligen.“



34 der 86 im KAV Berlin organisierten Arbeitgeber sind mit mehr als 41.500 Arbeitnehmern und Auszubildenden von den Tarifverhandlungen betroffen. „Darunter sind auch kleinere Arbeitgeber, die ebenso wie die größeren Arbeitgeber schlichtweg kein Geld für derartige Tarifsteigerung haben“, gibt Claudia Pfeiffer zu bedenken. Und weiter: „Die Forderungen der Gewerkschaften von 6 Prozent mehr Gehalt bei mindestens 200 Euro im Monat und einer kurzen Laufzeit von einem Jahr bedeuten in der Praxis durchschnittlich 9 Prozent Gehaltssteigerung auf alle Entgeltgruppen verteilt. Das ist für die KAV-Mitglieder nicht zu finanzieren und erschwert die Wettbewerbsbedingungen vor allem in den unteren Gehaltsstufen.“

Nach ersten Schätzungen würden die Gewerkschaftsforderungen alleine beim Klinikkonzern Vivantes mit rund 12.800 Beschäftigten jährlich Personalmehrkosten von mehr als 26 Millionen Euro auslösen. Die Berliner Bäderbetriebe müssten rund 2,04 Millionen Euro Personalmehrkosten bei etwas mehr als 750 Mitarbeitern jährlich stemmen. Bei der Berlinischen Galerie würden die geforderten 6 Prozent bei 80 Mitarbeitern pro Jahr rund 216.000 Euro Mehrpersonalkosten bedeuten. „Diese beispielhaften Zahlen zeigen das nicht finanzierbare und viel zu hohe Volumen der Gewerkschaftsforderungen. Ich wünsche mir Verhandlungsbereitschaft mit Augenmaß für die wirtschaftlichen Bedingungen während der Tarifrunde“, wendet sich Claudia Pfeiffer an die Gewerkschaften.

„Der geforderte Sockelbetrag steigert vor allem die Gehälter in den unteren und mittleren Entgeltgruppen überproportional stark. In diesem Bereich bezahlen unsere Mitglieder bereits weit über den Tarifen in der Privatwirtschaft, mit der sie aber im Wettbewerb direkt konkurrieren“, so die KAV-Geschäftsführerin. Auch einen wie von den Gewerkschaften geforderten Nachholbedarf kann Claudia Pfeiffer nicht erkennen: „Von 2008 bis 2017 sind die Tarifentgelte im Öffentlichen Dienst um 30 Prozent gestiegen, die Entgelte in der Gesamtwirtschaft nur um 25 Prozent.“

Kurzinfo Tarifrunde 2018:

Die Tarifverhandlungen betreffen 10.000 tarifgebundene Arbeitgeber mit rund zwei Millionen Beschäftigten bundesweit.

Der Dachverband der kommunalen Arbeitgeber, die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verhandelt gemeinsam mit dem Bund auf Arbeitgeberseite. Die Arbeitnehmer werden von den beiden Gewerkschaften ver.di und dbb vertreten. Für die VKA führen die Mitgliederversammlung, das Präsidium und die Geschäftsführerkonferenz die Verhandlungen. Der KAV Berlin ist sowohl im Präsidium durch den KAV-Vorstandsvorsitzenden und Vorstand Personal, Soziales und technische Dienstleistungen bei der Berliner Stadtreinigung (BSR), Martin Urban und die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des KAV Berlin, Kerstin Oster, Vorständin Personal und Soziales der Berliner Wasserbetriebe, als auch in der Geschäftsführerkonferenz durch die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer sowie weitere Verbandsmitglieder vertreten.

Die Tarifverhandlungen beziehen sich auf die Entgelttabellen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD), den Tarifvertrag für die Versorgungsbetriebe (TV-V) und die an den TVöD gekoppelten Entgelttabellen aus dem Nahverkehr in sechs Bundesländern (in Berlin gilt der TV-N Berlin und somit ist der Nahverkehr – bis auf die Auszubildenden - nicht von den Tarifverhandlungen betroffen).

Die Tarifverhandlungen beginnen am 26. Februar 2018 in Potsdam. Weitere Verhandlungstermine sind der 12./13. März 2018 und der 15./16. April 2018, ebenfalls in Potsdam.

Informationen zur Tarifrunde 2018 finden Sie auf den Internetseiten des KAV Berlin kavberlin.de.

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