(openPR) Das Sonnenlicht – wichtigster „Zeitgeber“ für unseren Biorhythmus
Die Sonne hat eine sehr große Bedeutung auf unseren Lebens- bzw. Tagesrhythmus. Durch das Aufnehmen von Sonnenstrahlen durch die Augen, werden Informationen und Reize an die Epiphyse (Zirbeldrüse) im Mittelhehirn weitergeleitet. Die Epiphyse eine wichtige Bildungsstätte vieler Hormone und Neurotransmittern (Botenstoffe). Besonders das Hormon Melatonin, welches dort gebildet wird, ist sehr bedeutend für unseren Biorhythmus. Melatonin steuert nämlich unseren Tag-Nacht-Rhythmus und fördert so unseren Schlaf und hat Einfluss auf das Immunsystem.
Ebenso hat das in der Dunkelheit produzierte Melatonin eine hemmende Wirkung auf verschiedene Geschlechtshormone. Das dazu führt, das Menschen die sich vermehrt einem Lichtmangel aussetzten, unter Wachstums- u. Fortpflanzungsproblemen litten.
Aber nicht nur die Tageszeit sondern auch Jahreszeit hat auf die Malatoninproduktion einen Einfluss. Im Winter wird aufgrund des Lichtsmangels viel von dem Schlafhormon gebildet. Man fühlt sich matt, träge oder antriebslos. Im Frühling sieht es dann schon anders aus. Durch das Mehr an Sonnenlicht durchlebt unser Körper eine Hormonumstellung. Das Melatonin wird weniger und weicht dem Serotonin, aber auch aktivierenden Hormonen wie Dopamin und Adrenalin. Man fühlt sich wohler, aktiver und lebensfroh , auch die sogenannten Frühlingsgefühle treten zu dieser Zeit auf.
Die Schilddrüse ist ein weiteres hormonelles Organ, welches durch den Biorhythmus des Melatonins beeinflusst wird. Ein zu hoher Melatoninspiegel im Blut führt zu einem Mangel an den Schilddrüsenhormonen Thyroxin (T4) und Trijodthytoxin (T3) sowie Thyropin. Da die Schilddrüsenhormone die Aktivität beeinflussen, kann es bei einem Mangel zu Antriebslosigkeit und zur bekannten Winterdepression kommen.
Biologischer Rhythmus
Der Tag-Nacht-Rhythmus ist hier der wichtigste Taktgeber, der auf uns Menschen, aber auch auf Tiere und Pflanzen einen Einfluss hat. Der biologische Rhythmus ist geprägt von immer wiederkehrenden Rhythmen ähnlich des Hell-Dunkel-Rhythmus. Dazu gehört auch das menschliche Ess-u. Trinkverhalten, der Schlaf-Wach-Rhythmus, die Menstruation der Frau, die Atmung und der Herzschlag. All die genannten und noch viele mehr wiederholen sich immer wieder nach einer bestimmten Zeit und geben so einen speziellen Lebensrhythmus wieder. Das Immunsystem hat nach Beobachtungen z.B. einen regulierenden Rhythmus von ca. 7 Tagen. Interessant ist hier, dass bei Nierentransplantationen die meisten Abstoßungsreaktionen am siebten, vierzehnten und einundzwanzigsten Tag vorkommen.
Aber auch Krankheiten können einen „Wiederkehrungsrhythmus“ bezogen auf die Jahreszeiten aufweisen. Ein Beispiel dazu sind die Herpes-Erkrankungen die besonders gehäuft im Januar auftreten. Das gleiche gilt für die Aufmerksamkeit, nach Forschungen, im Juni am besten funktioniert, im Gegensatz zu den Wintermonaten.
Biorhythmus – Der 24 Stunden-Zyklus
Der wichtigste Rhythmus des Menschen ist wahrschein sein Schlaf-wach-Rhythmus. Dieser ist fest mit den Veränderungen der Körpertemperatur gekoppelt. Darum schläft man auch am besten wenn die Körpertemperatur ihren natürlichen Tiefpunkt erreicht hat. Steigt die Temperatur wieder, wacht man wieder auf.
In der Tiefschlafphase hat der Blutdruck seinen natürlichen Tiefpunkt. Dadurch kann es besonders in dieser Zeit vorkommen, das nicht genügend Blut ins Gehirn transportiert wird, um es so ausreichend zu versorgen. Vielleicht ist das die Erklärung warum Schlaganfälle gehäuft in der Nacht vorkommen.
Neben dem Schlaf-Wach-Rhythmus, unterliegt auch die Produktion vieler Hormone in einem 24 Stunden Zyklus. Körpereigenes Kortison hat seine maximale Ausschüttung zwischen 6-8 Uhr und hilft so dabei wach zu werden. Die Wachstumshormone, welche für Bildung und Erhalt von Muskulatur und Bindegewebe benötigt werden, haben ihre Maximalzeit ca. 2 Std nach dem einschlafen.
Selbst das Schmerzempfinden unterliegt so einem Zyklus. Bei Untersuchungen kam heraus, dass Lokalanästhetika nachmittags dreimal stärker wirken als am Vormittag. Auch das beliebteste Schmerzmittel der Deutschen – Aspirin- hat am Nachmittag eine stärkere Wirkung.
Bei vielen Menschen kann dieser 24-Stunden Zyklus dazu führen, dass Alkohol am Abend recht gut vertragen wird, während sie mittags schon wenigen Schlücken beschwipst sind.
So vertragen die meisten Menschen. Andere Beispiele sind die Konzentrationsfähigkeit, die Muskelkraft oder die Sehschärfe. Diese Schwankungen gehen auf Botenstoffe und Enzyme zurück, die zu jeweils unterschiedlichen Tageszeiten besonders aktiv sind.
Weitere Informationen zu dem Thema Biorhythmus finden Sie unter
http://fachportal-gesundheit.de/biorhythmus/
oder
www.fachportal-gesundheit.de










