(openPR) [Osnabrück] Seit Ende November 2017 steht die Koalitionsvereinbarung der niedersächsischen Lan-desregierung. SPD und CDU besiegelten auf insgesamt 138 Seiten ihre gemeinsame Zu-sammenarbeit der kommenden 5 Jahre. Unter anderem soll die Arbeit des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ im Bereich der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen weiter ausgebaut und unterstützt werden.
Eine berufliche Anerkennung ist für Zugewanderte häufig der entscheidende Schritt in den Arbeitsmarkt und damit auch zu gesellschaftlicher Teilhabe. Die neue Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte als Dauer- und Zukunftsaufgabe definiert sowie den Ausbau und die Stärkung des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ auf Landesebene hervorgehoben.
Diese positive Willensbekundung, IQ auch weiterhin zu unterstützen, freut Rainer Bußmann, Projektkoordinator des IQ Netzwerkes Niedersachsen, sehr: „Das ist in der Tat ein Ritterschlag und ein schönes Lob für all diejenigen, die im IQ Netzwerk arbeiten. Sie haben diese Anerkennung redlich verdient, wie ich finde“. Das IQ Netzwerk Niedersachsen berät Menschen zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsabschlüsse und hält ein breites Spektrum an Qualifizierungen vor, die unter bestimmten Voraussetzungen von Ratsuchenden in Anspruch genommen werden können. In den letzten fünf Jahren konnten alleine in Niedersachsen mehr als 18.500 Menschen zur beruflichen Anerkennung beraten werden. Insbesondere durch die zusätzliche Förderung des Landes Niedersachsen konnte das IQ Landesnetzwerk auf steigende Bedarfe reagieren und so seine flächendeckende Angebotsstruktur ausbauen. Bußmann ist sich sicher: „Ohne die finanzielle Unterstützung des Landes wären wir im Bereich der Beratung und Qualifizierung längst nicht so erfolgreich gewesen. Und dass wir vom Land sowie von den Ministerien als echter Dienstleister wahrgenommen werden, ist eine Besonderheit, die wir uns in den letzten Jahren durch eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit erarbeitet haben“. Die neue Koalition will sich auch dem Thema der landesrechtlich geregelten Berufe widmen. So heißt es in der Koalitionsvereinbarung, dass die Anerkennung dieser Berufe „beschleunigt und vereinfacht werden“ soll. Dass die Verfahren unter anderem für Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Pädagogik und Erziehung an vielen Stellen beschleunigt und vereinfacht werden könnten, ist gerade vor dem Hintergrund der Entwicklungen der letzten Jahre für Rainer Bußmann ein wichtiges Zukunftsthema: „Meiner Einschätzung nach werden die Themen demographischer Wandel und Fachkräftesicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Viele Unternehmen befürchtet bereits, wegen fehlender Fachkräfte ihre Aufträge nicht mehr erfüllen zu können. Da wir auf Landesebene bisher eine sehr große Unterstützung unserer Arbeit erfahren haben, würden wir uns über eine Fortfüh-rung der Zusammenarbeit sehr freuen, um auch weiterhin einen effektiven Beitrag hin-sichtlich der beruflichen und sozialen Integration leisten zu können“.
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