(openPR) Die (innere) Haltung beim Empfehlungsmarketing versus die (innere) Haltung beim Verkaufsmarketing
Gerald Hüther sagt:
Die Haltung ist das, was das darunter lenkt und steuert, was an Verhalten gelebt wird. Und jetzt gibt es noch, etwas, das die Haltung lenkt und steuert: Das ist das Bild von dir selbst, also dein Anliegen, weshalb du in der Welt sein willst.
1.?Haltung und Verhalten
Die innere Haltung und das äußere Verhalten sind nicht nur kohärent, d.h. zusammenhängend, sie sind auch konsistent d.h. einheitlich, denn das menschliche System strebt nach Stimmigkeit mit sich selbst wie auch mit der Umwelt. Mit anderen Worten: Aus dem äußeren Verhalten lässt sich auf die innere Haltung schließen, wie auch über die innere Haltung das äußere Verhalten gesteuert wird. Die Steuerung geschieht dabei unwillkürlich automatisch, denn 90% der menschlichen Abläufe erfolgen – um Energie in System zu sparen – automatisch unwillkürlich, d.h. unbewusst.
2.?Haltung des Empfehlens versus Haltung des Verkaufen
Sowohl im Empfehlungsmarketing als auch im Verkaufsmarketing ist das Ziel, eine JA-Kommunikation zu erreichen, d.h. der Angesprochene sagt JA zum Produkt. In der Zielausrichtung sind Empfehlungsmarketing und Verkaufsmarketing gleich. Anders dagegen in der Strategie, d.h. in der Mittel der Zielerreichung. Während die Empfehlung „nur“ eine Einladung ausspricht, d.h. „nur“ inspiriert, – also das JA der Kommunikation vollkommen offen und frei lässt -, geht die Verkaufsintention einen Schritt darüber hinaus, indem sie zu überzeugen versucht, in dem sie das JA der Kommunikation zu „erzwingen“ versucht.
Vielen Networkern ist oft nicht bewusst, durch welche innere Haltung sie bestimmt werden. Das heißt: Sie glauben von sich, „nur“ zu empfehlen, während sie tatsächlich zu überreden versuchen, also verkaufen. Mit anderen Worten: Das Selbstbild und das Fremdbild differieren. Was tun? Wie sich selbst korrigieren?
Gerald Hüther sagt:
Du kannst einen Menschen nicht verändern, du kannst ihn nur einladen, eine neue, günstigere Erfahrung machen zu wollen.
Diese Aussage hat ihren Grund in der so genannten Autopoiese menschlicher System, d.h. Systeme steuern und erhalten sich selbst über die Elemente, aus denen sie bestehen. Mit anderen Worten: Systeme können von außen nicht verändert werden. Sie müssen selbst ihren inneren Steuerungsmechanismus in Gang setzen wollen, um sich verändern zu können.
Der erste Schritt in Richtung Empfehlungsmarketing besteht also darin, die menschliche Natur zu verstehen. Jeder Mensch hat einen freien Willen und den gilt es zu respektieren. Menschen, die überzeugen wollen, die vielleicht sogar (unbewusst) Strategien der Manipulation einsetzen, wie wir es aus der Werbung kennen, respektieren nicht den freien Willen.
Gerald Hüther sagt dazu:
Seine Individualität zu entdecken heißt, zu erkennen, dass ich anders bin als andere. Manche Menschen bleiben auf dieser Stufe stehen. Dann kommt die zweite Stufe, wo man merkt, ich bin deshalb so wie ich bin, weil ich in dieser Familie, in diesem Land, in diesem Kulturkreis großgeworden bin. Dann hat man eine Identität. Dann erkennt man, dass andere Menschen auch eine Identität haben und dann sucht man nach den gemeinsamen Basis-Werten wie z.B. ich möchte auch nur anerkannt und geliebt werden. Und wenn man das erkennt, hat man das höchste Selbstbild erreicht, nämlich das der menschlichen Würde. Das ist die höchste Form menschlicher Kohärenz.
Der zweite Schritt besteht darin, den Unterschied zu kennen. Denn wie schon Bateson Gregory sagt, für den Menschen ist nur das eine Information, was einen Unterschied bildet. Einfacher ausgedrückt: In einem Raum, in dem alles finster ist, kann ich die schwarze Tür vom schwarzen Fenster nicht unterscheiden. Nur wenn es im Raum eine Lichtquelle gibt, – und wenn diese auch nur aus einer kleinen Streichholzflamme besteht -, kann ich das schwarze Fenster von der schwarzen Tür unterscheiden.
In diesem Sinne geht die Einladung an alle NEetworker dahin, sich in den nächsten Wochen und Monaten daraufhin zu beobachten, ob und in wieweit der freie Willen im Gegenüber respektiert ist: Denn jedes NEIN im Gegenüber, das auch nur eine Spur von einer inneren negativen Reaktion auslöst, und sei es auch nur in Form eines einzigen klitzekleinen negativen Gedankens, legt Zeugnis davon ab, dass die menschliche Würde, wie sie Gerald Hüther oben formuliert, noch nicht angekommen und / oder noch nicht verinnerlicht ist.
Und wer tiefer in das Thema einsteigen will, dem ist dieses kleine Büchlein hier empfohlen:
https://www.bod.de/buchshop/das-dialogmodell-elisabeth-maria-anna-betsch-9783746011684?
(Die Lieferung über BoD ist portofrei und es gibt unter dem angegebenen Link auch eine Leseprobe)
Und wer Lust hat, seine eigene Würde kennen und leben zu lernen, – also wie es Gerald Hüther nennt: die höchste Stufe menschlicher Kohärenz zu erreichen -, ist zum HaltungsTraining auf Trizonia eingeladen:
http://sbaerle.com/hello-world-8/
Das Training wurde zwar eingangs für Systemiker entwickelt. Es ist aber auch für Networker unentbehrlich. Denn, „Ohne (inneres) Qualitätsmanagement wird die Produkt-Welle früher oder später versanden, wie es oft schon der Fall war.“
In diesem Sinne sei allen allen Networkern wie auch Nicht-Networkern die innere Haltung der Neutralität empfohlen, nach worldowrk auch die Superposition genannt.
Und nur mal angenommen,
es verhielte sich mit dem Empfehlungsmarketing wie mit einem morphogenetischen Feld, das heißt: ein Energiefeld, das ganz bestimmte Gedanken und Informationen gespeichert hat, nämlich Empfehlung versus Verkauf,
dann wäre alles, was sich innerhalb von diesem Energiefeld bewegt, also mit der geistigen Ausrichtung in diesem Feld kohärent ist, im Flow d.h. von der Energie im Feld getragen, während alles, was dazu in Abweichung steht, ab einem bestimmten Maß der Abweichung noch nicht einmal mehr mit dem Energiefeld verbunden ist…
Was damit gesagt sein soll:
1)?Im Flow baut sich das Network ganz von alleine auf, während es in der Abweichung vom Quantitätsdenken bestimmt wird
2)?Dem Energiefeld ist es egal, ob die Networker dazu in Abweichung gehen oder nicht, denn das Energiefeld (er)findet dann früher oder später ein neues Produkt, denn das ist seine Art, wie es sich autopoietisch am Leben erhält
Mit anderen Worten:
Wenn das kritische Maß an Networkern erreicht ist, die in Abweichung zu dem Grundgedanken, der das Energiefeld trägt und bestimmt, das Produkt (bewusst oder unbewusst) verkaufen, anstatt „nur“ zu empfehlen, dann „stirbt“ das Produkt, nicht aber das morphogenetische Feld.













