(openPR) Am 3. September 2005 um 10 Uhr startete die erste „Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln“. In den kommenden sieben Tagen laden 256 kostenlose Veranstaltung und Lesungen in sieben Muttersprachen nach Neukölln ein.
Am Anfang des Auftaktfestes sprachen Schirmherr Senator Klaus Böger, Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, Initiator Kazim Erdogan und Gäste über ihre Lieblingsbücher und die Bedeutung des Lesens in ihrem Leben. Danach gab es ein buntes Fest mit Musik und Lesungen von der Bühne. Ein Highlight war die Lesung vom Kiez-Krimiautor Horst Bosetzky.
Die Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln endet am 10. September 2006 mit einem weiteren Spektakel. Zum großen Finale laden bis zu 200 Autoren und Vorleser in den Britzer Garten ein. Zusammen mit den Gästen begeben sie sich auf die Suche nach der schönsten Geschichte.
Veranstaltungskalender unter www.sprachwoche-neukoelln.de
„Die Idee zu dieser Kulturwoche entstand Mitte 2005“, berichtet Initiator Kazim Erdogan. „Die Pisa-Studie berichtete von einer großen Leseunlust. So fragten wir uns, was können wir dagegen tun?“ Entstanden ist eine riesige Veranstaltungsreihe mit 256 Veranstaltungen für Groß und Klein. „In diesen acht Tagen werden die Neuköllner und Berliner richtig mit der Leselust konfrontiert. Wir hoffen dass wir sie anstecken können“, beschreibt Kazim Erdogan das Ziel der Aktion. „Lesen ist aber nicht alles. Wir wollen auch wieder das Sprechen ermöglichen.“ In Neukölln leben mehr als 130 Nationen zusammen. „Wir hoffen, dass die vielen Veranstaltungen in zahlreichen Sprachen helfen, einmal über den eigenen Tellerrand zu blicken“, so Erdogan, „Es ist einfacher im Einkaufszentrum etwas Polnisch oder Türkisch zu lernen, als direkt beim Nachbarn zu klingeln. Wenn wir etwas Scheu vor dem Fremden abbauen können sind wir zufrieden.“
Lieblingsbücher der Gäste
Senator Klaus Böger: „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky: „Archipel Gulag“ von Alexander Solschenizyn
Petra Hildebrandt, MdA: Kinderbücher zum Vorlesen für ihre Kinder
Jugendstadtrat Thomas Blesing: „Jim Knopf“ von Michael Ende
Gabi Vonnehold (Grüne Neukölln): „Wie es leuchtet?“ von Thomas Brussig
Veranstaltungstipp für Montag, den 4. September 2006
4.9.2006, 11 – 20 Uhr
Literatur im Atrium / Autorenlesung
mit Esmahan Aykol („Bakschisch“; 11 Uhr), Jan
Böttcher („Geld oder Leben“; 12 Uhr), Bernd Udo
Schwenzfeier („Einladung zum Mord“; 13 Uhr), Mani
Beckmann („Teufelsmühle“; 14 Uhr), Thomas
Fuchs („Lukas“; 15 Uhr), Andreas Glaeser („DJ
Blaufresse“; 16 Uhr), Hatice Akyün („Einmal Hans
mit scharfer Soße“; 17 Uhr), Sebastian Fitzek („Die
Therapie“; 18 Uhr), Barbara Wrede (unveröffentlichte
Texte; 19 Uhr) und Ulrike Sommer („Die Gattin“;
19.30 Uhr)
alle Gropius-Passagen
(Johannisthaler Chaussee)
Nach dem 10. September 2006 geht das Brückenschlagen weiter. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem 6. internationalen Literaturfestival Berlin, es endet erst am 16. September. Wer also sofort weitermachen will, sollte dort reinschauen“, sagt Kazim Erdogan.
Pressefoto: Lesen verbindet. Älteste Besucherin Liselotte Bethkenhagen (91) ließt ein Kinderbuch für Kimberly (8) und Arwed (3)vor.
Foto, Quelle Ralf Tober, Abdruck honorarfrei
Pressekontakt:
Alexander Feig
FEIG
Bornholmer Straße 1
10439 Berlin
Telefon: 030 43 65 98 67, Mobil: 0163 87 01 636
Mit der "Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln" wollen wir vom 3. bis 10. September ein Zeichen gegen die zunehmende Sprachlosigkeit in den Familien und zwischen den Menschen verschiedenster Nationen und Generationen setzen. Darüber hinaus wollen wir der Leseunlust bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entgegenwirken. Wie das geschehen soll, erfahren Sie in "Veranstaltungen und Veranstaltungsorte" sowie "Veranstaltungskalender".
Vorab-Aktionen fanden bereits am Internationalen Kinderbuchtag und am 24. Juni im Rahmen des Kulturfestivals "48 Stunden Neukölln" statt.










