(openPR) Wer sich seine Zutaten nicht aussuchen kann, weil der Kühlschrank fast leer ist, der versucht sein Bestes. Meistens entsteht aus den letzten Zutaten ein mehr oder weniger schmackhafter Eintopf. Das deutsche Pendant zur italienischen Pizza oder zum türkischen Börek. Ein ultimatives Eintopfrezept existiert nicht, nur eine ungebrochene Regel: „Sind die Zeiten mager, gibt es Eintopf. Und der wird auch gegessen.“
Jetzt wissen Sie, wie es sich in Berlin-Neukölln lebt. Das Geld ist knapp, die Mieten billig und es herrscht kaum gehobener Sozialdruck, der willige Immigranten abschreckt. In Neukölln lebt, wer dort hinzieht. Einzige Regel: Er muss Neukölln einfach akzeptieren. Auch für Neukölln wurde noch kein ultimatives Rezept gefunden.
Eintöpfe schmecken immer erst am folgenden Tag, wenn die Aromen genug Ruhe hatten sich zu vermischen. Ein neuer und unerwartet guter Geschmack entstanden ist. Den entdeckt man aber nur, wenn man seine Aversion gegen Eintöpfe und Aufgewärmtes erst einmal überwindet. Genauso ist es mit dem Berliner Kiez, in dem 310.000 Menschen aus insgesamt 163 Nationen zusammen leben.
Vom 3. September 2006 bis zum 10. September lädt die Woche der Sprache und des Lesens täglich ein, Neuköllns Kulturen und die Neuköllnkultur kennen zu lernen. An den acht Veranstaltungstagen finden bis zu 150 öffentliche Lesungen statt. In derzeitig sieben Muttersprachen. In Theatern, Schulen, U-Bahnen, Behörden, auf Straßen, in Kaufmannsläden, in Schulen, Kindertagesstätten oder einfach auf der Wiese.
Für diese Aktionen sucht das Projektteam noch weitere Autoren, die eigene Werke oder fremde Werke in ihrer Muttersprache öffentlich vorlesen. Einzige Voraussetzung: „Du darfst gerne über Gewalt sprechen aber weder mit Worten und Taten Gewalt anwenden.“ Kontakt: 030 62 20 05 48,
Alexander Feig, FEIG, Bornholmer Straße 1, 10439 Berlin, Telefon: 030 43 65 98 67, Mobil: 0163 87 01 636, www.feig-pr.de
Disclaimer:
Mit der "Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln" wollen wir vom 3. bis 10. September ein Zeichen gegen die zunehmende Sprachlosigkeit in den Familien und zwischen den Menschen verschiedenster Nationen und Generationen setzen. Darüber hinaus wollen wir der Leseunlust bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entgegenwirken. Wie das geschehen soll, erfahren Sie schon jetzt anhand einiger Beispiele in unserer Rubrik "Veranstaltungen und Veranstaltungsorte".
Vorab-Aktionen fanden bereits am Internationalen Kinderbuchtag statt, weitere sind für das Kulturfestival "48 Stunden Neukölln" (23. - 25. Juni) geplant.
Veranstalter der "Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln", die unter der Schirmherrschaft von Berlins Bildungssenator Klaus Böger steht, sind Aufbruch Neukölln e.V., Psychosoziale Dienste Neukölln und die "Initiative für ein noch besseres Neukölln".
Die Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln wird im Rahmen des Aktionsprogramms "Vielfalt fördern - Zusammenhalt stärken" vom Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration unterstützt.









