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IfL entwickelt Tool für genauere Bevölkerungsprognosen

04.12.201717:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Gemeinsam mit Städtevertretern und dem Deutschen Institut für Urbanistik wird das Leibniz-Institut für Länderkunde sein Analyse- und Visualisierungswerkzeug hin&weg in einem dreijährigen Transferprojekt überarbeiten und für neue Nutzergruppen öffnen. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Leibniz-Wettbewerbs mit knapp einer Million Euro gefördert.



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Mit der digitalen Anwendung hin&weg lassen sich seit 2004 statistische Wanderungsdaten per Mausklick veranschaulichen. Derzeit verwenden zehn deutsche Städte die Alpha-Version des am IfL entwickelten Analysewerkzeugs, um sich über das Wanderungsgeschehen detailliert auf dem Laufenden zu halten, neu entstehende Raummuster frühzeitig zu erkennen und Fehlplanungen etwa in den Bereichen Schule, Pflege oder Transport zu vermeiden. Die nächste Generation des webbasierten Instruments soll neue Möglichkeiten der Analyse und Visualisierung städtischer und regionaler Bevölkerungsdaten bieten und zusätzliche Statistikformate verarbeiten können. Vor allem soll die Bedienung noch einfacher werden, um auch interessierten Bürgern den Zugang zu den Informationen zu erleichtern.

Das IfL reagiert damit auf die zunehmende Dynamik und Komplexität von sozialräumlichen Veränderungen, die Stadtverwaltungen vor große Herausforderungen stellen. Sie benötigen einerseits dringend verlässliche Informationen über die zugrunde liegenden demographischen Prozesse beispielsweise der Auf- und Abwertung von Wohnvierteln oder der alters- und geschlechtsspezifischen Zuwanderung aus dem Umland. Andererseits fehlt es oft an Ressourcen, Kapazitäten und Erfahrungen, um die Masse der statistischen Daten zu analysieren und die richtigen Schlussfolgerungen für nachhaltiges politisches und planerisches Handeln aus ihnen zu ziehen.

Die Entwicklung erfolgt in Kooperation mit den Kommunen und wird aus Mitteln des Leibniz-Wettbewerbs im Rahmen des Programms „Leibniz-Transfer“ mit 950.000 Euro gefördert. „Wir haben lange Jahre Grundlagenforschung betrieben und mit unseren Partnern erste Anwendungen getestet. Dass wir jetzt die Förderung für den Transfer in einen großen Kreis von Kommunen bekommen, ist ein wunderbarer Erfolg“, freut sich IfL-Direktor Professor Sebastian Lentz.

Neben einer Expertenversion für die tägliche Arbeit kommunaler Planungsstellen wollen die Wissenschaftler eine webbasierte Version für Gemeinden bereitstellen, die interne Daten und Analyseergebnisse frei zugänglich und Entscheidungsprozesse transparent machen oder auch partizipativ gestalten wollen. Bürger können die interaktiven Werkzeuge und kartographischen Präsentationen von hin&weg für eigene Auswertungen nutzen, etwa um Veränderungen im eigenen Wohnumfeld oder der Heimatregion besser zu verstehen.

Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin wird den Entwicklungsprozess moderierend begleiten und Workshops für kommunale Entscheidungsträger anbieten. Vorgesehen ist zudem der Aufbau einer langfristigen Transfer-Partnerschaft zwischen Stadtverwaltungen und dem Leibniz-Institut für Länderkunde über den Projektzeitraum hinaus. Die Leipziger Wissenschaftler versprechen sich davon neue Impulse für ihre Forschungen zu soziodemographischen Veränderungen in Städten und Regionen, die sie mit dem Vorhaben auf eine solide deutschlandweite Basis stellen. In der Praxis können diese Erkenntnisse helfen, Migrations- sowie Mobilitätstrends in deutschen Stadtregionen präziser abzuschätzen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Francis Harvey
Tel.: 0341 600 55-111
E-Mail

Weitere Informationen:
- https://www.ifl-leipzig.de

Quelle: idw

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