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Skandalöser Schokokuchen

04.12.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Skandalöser Schokokuchen
Das diesjährige Team, das die Universität Jena beim Willem C. Vis Moot Court in Hongkong und Wien vertritt. (Foto: Anne Günther/FSU)
Das diesjährige Team, das die Universität Jena beim Willem C. Vis Moot Court in Hongkong und Wien vertritt. (Foto: Anne Günther/FSU)

(openPR) Sechs Jurastudierende vertreten die Uni Jena im März 2018 erstmals zweifach beim Willem C. Vis Moot Court – in Hongkong und Wien

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Nah an der Realität sind die fiktiven Fälle beim internationalen Rechtswettbewerb Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court meistens – auch in der 25. Auflage ist der Knackpunkt, besonders für Fair-Trade-Verfechter, gut nachzuvollziehen: Es geht um Schokoladenkuchen, aber bitte nachhaltig. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt der Schokostreit seit einigen Wochen Almut Clasen, Pujan Haftchenari, Claas Mensching, Karoline Reiß, Katja Sauer und Alessa Stache. Die sechs Jurastudierenden bilden das diesjährige Team für den Vis Moot Court. Im Gegensatz zu all ihren Vorgängern treten sie sogar gleich zweimal gegen Universitäten aus aller Welt an – und repräsentieren die Uni Jena mit dem gleichen Fall nicht nur in Wien, sondern erstmalig auch in Hongkong.



„Wir haben diesmal schon so früh genügend Fördergelder erhalten, dass wir das Team auch in Hongkong an den Start schicken können. Das entfacht die Begeisterung natürlich gleich zu Beginn“, erzählt Pauline Köstner, die die Teilnehmer gemeinsam mit Alexander Holzer betreut. Weiterhin unterstützen Prof. Dr. Giesela Rühl von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Dr. Hazel-Ann Slinn vom Sprachenzentrum die Vorbereitungen. Und die sind umfangreich: Momentan schreiben die selbsternannten „Mooties“, die alle im dritten Studienjahr sind, den ersten Schriftsatz, in dem sie den Kläger verteidigen. Nach der Abgabe am 7. Dezember wartet dann umgehend die nächste Aufgabe: eine Antwort im Sinne des Beklagten formulieren – alles komplett auf Englisch. Doch wer hat überhaupt welches Problem mit dem Schokoladenkuchen?

„Kläger ist der Hersteller des Kuchens, der für drei Jahre einen nachhaltigen Supermarkt belieferte“, erklärt Claas Mensching, „dann kam es jedoch zum Skandal.“ Der Supermarkt hat herausgefunden, dass die Kakaobohnen nicht „bio“ sind. Der Kakaolieferant hatte die entsprechenden Zertifikate gefälscht und auch den Hersteller getäuscht. Der Supermarkt stellte die Zahlungen ein, obwohl er den Kuchen noch für Marketingzwecke genutzt hat. Der Hersteller möchte nun sein Geld, der Supermarkt weigert sich. Ein internationales Schiedsgericht muss darum klären, ob der Hersteller seiner Pflicht nachgekommen ist, die bestmöglichen Standards zu gewährleisten. Zum internationalen Kaufrecht gesellen sich prozessrechtliche Schwierigkeiten durch einen – vermeintlich – befangenen Richter.

Vor Anwälten und Kommilitonen prozessieren üben

Wegen der fachlichen und persönlichen Herausforderung machen die sechs Studierenden beim Vis Moot Court mit und setzen dafür sogar ein Semester aus. „Im Studium haben wir fast nie die Gelegenheit, in der Gruppe zu arbeiten“, ergänzt Alessa Stache. „Dabei lernt man viel über sich selbst.“ Auch einen so umfangreichen, lebensnahen Fall praktisch zu bearbeiten, finden sie spannend. Katja Sauer meint zudem: „Jetzt bekommen wir das erste Mal ein Gefühl für Großkanzleien.“ Denn auch mit diesen können sich die Nachwuchsjuristen gut vernetzen, da Kanzleien in ganz Deutschland Probeverhandlungen ermöglichen, um die Studierenden fit zu machen für den Wettbewerb. Ein Highlight wird überdies das „Dress Rehearsal“ sein, wenn die Studierenden ihre Kommilitonen und Lehrkräfte zur Generalprobe im Februar einladen und im Anwaltsoutfit ihre Strategien darbieten. Für einen souveränen Auftritt arbeiten sie auch zusammen mit Stimm- und Rhetoriktrainern.

Am Ende aller Vorbereitungen stehen die beiden Wettbewerbe. In Hongkong treten die Studierenden vom 11. bis 18. März gegen rund 100 andere Teams an. Fast durchfliegen können die Jenaer „Mooties“ zum Hauptwettbewerb nach Wien, wo vom 22. bis – idealerweise – 29. März über 300 weitere Mannschaften auf sie warten und sie allein in der Vorrunde bereits je zweimal den Kläger und den Beklagten vertreten.

Die 22-jährige Alessa Stache wünscht sich vor allem eine tolle Teamerfahrung, Pujan Haftchenari würde dagegen schon gern „Pennsylvania rausschmeißen“ – Unis des US-Staates haben schon mehrmals das Weiterkommen der Universität Jena vereitelt. Pauline Köstner, selbst Teilnehmerin vor vier Jahren und zum dritten Mal Coach, weiß jedoch, dass oft auch Glück darüber entscheidet, ob man in die K.-o.-Runde der letzten 64 einzieht – so wie das beste Stück vom Kuchen zu ergattern.

Kontakt:
Prof. Dr. Giesela Rühl, Pauline Köstner, Alexander Holzer
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942160, 03641 / 942165
E-Mail: giesela.ruehl[at]uni-jena.de, pauline.koestner[at]uni-jena.de, alexander.holzer[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:
- http://www.uni-jena.de

Quelle: idw

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