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AU-EU-Gipfel in Abidjan \ Neue Impulse für regionale Waffenkontrolle?

29.11.201717:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Eine lange Geschichte von Konflikten und bewaffneter Gewalt führte in mehreren afrikanischen Staaten zur weiten Verbreitung von Waffen und Munition. Das Thema Frieden und Sicherheit wird auch eine der Prioritäten sein, mit der sich das Gipfeltreffen von Afrikanischer Union (AU) und Europäischer Union (EU) vom 29. bis 30. November 2017 in Abidjan, Elfenbeinküste, beschäftigen wird. Das Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC arbeitet, gefördert vom Auswärtigen Amt, mit afrikanischen Regionalorganisationen für Kleinwaffenkontrolle zusammen. Vom Gipfel erwarten sich die Expertinnen und Experten des BICC neue Impulse.



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„Kein Staat allein ist in der Lage, der Gefahr, die von der starken Verbreitung von Waffen und Munition ausgeht, erfolgreich entgegenzutreten“, unterstreicht Wolf-Christian Paes, Leiter Beratungsvorhaben am BICC. Finanziert durch das Auswärtige Amt und den UNSCAR Trust Fund, engagiert sich das BICC im Bereich der physischen Sicherheit und der Verwaltung staatlicher Waffen- und Munitionsbestände (PSSM, Physical Security and Stockpile Management). Das Institut unterstützt seit 2016 das „AU-Deutschland Projekt zur verbesserten Kleinwaffenkontrolle und verbesserter PSSM im Großraum Sahel“. Dieses Projekt verfolgt vorrangig drei Ziele: Es will das gemeinsame Handeln verschiedener Akteure fördern, eine engere Zusammenarbeit zwischen Gebern und Empfängerstaaten schaffen sowie Kapazitätsengpässe identifizieren und auf nachhaltige Weise beseitigen.

„Die enge Kooperation mit der Abteilung für Verteidigung und Sicherheit der AU-Kommission und mit RECSA (Regional Centre on Small Arms in the Great Lakes Region, the Horn of Africa and Bordering States) sind von besonderer Bedeutung“, betont Wolf-Christian Paes. Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehören nicht nur die Unterstützung von regionalen und nationalen Schulungen zum Kapazitätsaufbau im Bereich des Waffenlagerungsmanagements sowie die längerfristige politische und technische Beratung auf strategischer Ebene. RECSA und BICC helfen auch dabei, Initiativen auf Gemeindeebene (wie zum Beispiel die Markierung von Waffen) und Bestrebungen zur Registrierung und Nachverfolgung umzusetzen. Schließlich beraten sie in Hinblick auf Finanzmittelbeschaffung und fördern die Aufmerksamkeit in den internationalen Waffenkontrollforen durch die Produktion von Dokumentarfilmen, z. B. dem 2017 fertiggestellten Video „Keep The Safety On: A film on regional approaches to stockpile security“ (verfügbar auf Youtube, Link siehe unten).

„Der Schlüssel zur Nachhaltigkeit dieser Vorhaben liegt darin, lokale Kapazitäten für die Waffenkontrolle in Afrika aufzubauen“, sagt Wolf-Christian Paes. Hierzu unterstützt das BICC zusammen mit RECSA und der Bundeswehr ein „Train-the-Trainer”-Programm. Seit 2012 finden in der kenianischen Hauptstadt Nairobi regionale Trainingsaktivitäten statt und die afrikanischen Ausbilder führten Kurse in mehr als zehn afrikanischen Staaten von Nigeria bis Sudan durch. Zusätzlich schlossen das BICC und die Bundeswehr letzte Woche den dritten Executive Course für Waffen- und Munitionsmanagement ab, zu dem 24 Vertreter aus verschiedenen afrikanischen Staaten für zwei Wochen nach Deutschland gekommen waren.

Die Erwartungen an den AU-EU-Gipfel in Abidjan sind hoch, da Afrikas Bedeutung auf Grund der Flüchtlingskrise und der Bedrohung durch gewaltsamen Extremismus weiter gewachsen ist. „Die Europäische Union hat die moralische Verpflichtung, Afrika bei Konflikten und Krisen beizustehen“, meint Wolf-Christian Paes. Militärische Hilfe reiche jedoch nicht aus und könne sogar Schaden anrichten. „Wir müssen den afrikanischen Staaten helfen, die Konfliktursachen wie Armut, schlechte Regierungsführung und Exklusion anzugehen.“

Weitere Informationen

Susanne Heinke
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail
(0)228 911 96 – 44 / -0
Folgen Sie BICC auf Twitter: https://twitter.com/BICC_Bonn

Weitere Informationen:
- https://www.youtube.com/watch?v=gMKQWMLdcgg&feature=youtu.be

Quelle: idw

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