openPR Recherche & Suche
Presseinformation

EU fördert drei Forscher der Uni Bonn mit Millionen

28.11.201714:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Prof. Dr. Moritz Schularick vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Universität Bonn.  (© Foto: Privat )
Prof. Dr. Moritz Schularick vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Universität Bonn. (© Foto: Privat )

(openPR) Die Fördermittel des Europäischen Forschungsrats (ERC) sind hart umkämpft. Nun erhalten gleich drei Wissenschaftler der Universität Bonn begehrte ERC Consolidator Grants in Höhe von insgesamt mehreren Millionen Euro. Damit bekommen die Ausgezeichneten die Möglichkeit, ihre Forschungsfelder deutlich auszubauen und neue Projekte anzugehen.



---
Prof. Dr. Moritz Schularick vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Bonner Alma mater erhält vom ERC in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Das Ziel seiner Forschung ist, die langfristige Entwicklung von Immobilienpreisen, die Verteilung des Immobilienvermögens sowie die Verbindung von Immobilienblasen und Finanzkrisen zu verstehen. „Es geht darum, wie sich langfristige Renditen auf Immobilieninvestitionen entwickelt haben, etwa im Vergleich zum Aktienmarkt“, sagt Schularick. Weitere Themen sind, ob auch steigende Immobilienpreise zu mehr Vermögensungleichheit führen und ob die Zentralbanken die Zinsen erhöhen sollten, wenn die Immobilienmärkte zu euphorisch sind.

Ganz harte Nüsse in der Statistik

Neue statistische Methoden entwickelt Prof. Dr. Jörg Stoye vom Institut für Finanzökonomie und Statistik sowie dem Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn. Er bekommt in den nächsten fünf Jahren insgesamt 1,1 Millionen Euro. Es geht um neue Methoden, die es Forschern erlauben, die Genauigkeit von Schätzern zu bestimmen. „Ein einfaches Beispiel sind Schätzfehler in Meinungsumfragen“, berichtet Stoye. Der Wissenschaftler versucht, die ganz harten Nüsse in der Statistik zu knacken: in äußerst vertrackten Situationen, wo dies bisher nicht oder nur durch extrem konservative Abschätzung möglich war. „Der Grant erlaubt mir die Konzentration auf diese inhaltlich sehr schwierige Forschung und finanziert zudem die Umsetzung der Ergebnisse in Form frei zugänglicher Software“, sagt er.

Test für das Standardmodell der Kosmologie

Dr. Hendrik Hildebrandt vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn will das Standardmodell der Kosmologie einem präzisen Test unterziehen. Mit einem internationalen Forscherteam hat er eine Diskrepanz zwischen Messungen des schwachen Gravitationslinseneffekts und Messungen der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung festgestellt. „Ziel meiner Forschung ist es, mit der Förderung des ERC Consolidator Grants deutlich genauere Messungen durchzuführen, um diesen interessanten Hinweisen und der damit verbundenen Frage nach der Natur der Dunklen Energie – eine der aktuell wichtigsten Fragen in der Physik – nachzugehen“, sagt Hildebrandt. Die Förderung für das Projekt beträgt in den nächsten fünf Jahren fast zwei Millionen Euro.

Großer Erfolg

Die Förderlinie der ERC Consolidator Grants richtet sich an exzellente Wissenschaftler, die bereits erfolgreich eine eigene Forschergruppe aufgebaut haben. Ziel der Förderung ist die Konsolidierung des Forschungsteams. „Drei Grants zugleich für die Universität Bonn sind ein großer Erfolg, weil erfahrungsgemäß nur etwa jeder zehnte Antrag zum Zug kommt“, sagt Dr. Ulrike Pag, die die Wissenschaftler an der Universität Bonn rund um ERC-Förderfragen berät.

Kontakte für die Medien:

Prof. Dr. Moritz Schularick
Institut für Makroökonomie und Ökonometrie
Universität Bonn
Tel. 0228/737976
E-Mail: E-Mail

Prof. Dr. Jörg Stoye
Institut für Finanzökonomie und Statistik
Hausdorff Center for Mathematics
Universität Bonn
Tel. 0228/739228
E-Mail: E-Mail

Dr. Hendrik Hildebrandt
Argelander-Institut für Astronomie
Universität Bonn
Tel. 0228/731772
E-Mail: E-Mail

Dr. Ulrike Pag
Abteilung 7.1 – Forschungsförderung
Universität Bonn
Tel. 0228/733073
E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen:
- https://www.uni-bonn.de/neues/282-2017 Sämtliche Fotos

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 982573
 666

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „EU fördert drei Forscher der Uni Bonn mit Millionen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Bild: Näher an der optimalen Tour
Näher an der optimalen Tour
Die Doktorandin Vera Traub und ihr Betreuer, Jens Vygen, Professor am Bonner Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik, erhielten auf der weltweit führenden Konferenz für diskrete Algorithmen (SODA) in New Orleans einen Preis für die beste Veröffentlichung („Best Paper Award“). Mit ihrem neu entwickelten Algorithmus kann man Touren durch beliebig viele Städte ermitteln, die der kürzesten Tour „möglichst nah“ kommen. --- Das „Problem des Handlungsreisenden“ ist weltberühmt und wurde erstmals im Jahr 1930 formuliert: Gegeben sind ein Anfangs-…
Bild: Entzündungsmechanismen treiben Alzheimer-Erkrankung voran
Entzündungsmechanismen treiben Alzheimer-Erkrankung voran
Laut einer jetzt im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten Studie treiben Entzündungsmechanismen grundlegende Prozesse der Alzheimer-Erkrankung voran. Auslöser ist das Immunsystem des Gehirns. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn stützen sich dabei auf aktuelle Laboruntersuchungen. Diese Ergebnisse, an denen weitere Forscher aus Europa und den USA beteiligt waren, könnten auf lange Sicht den Weg für eine frühzeitige Behandlung der Alzheimer-Erkrankung bereiten: zu einem Zeitp…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Neue Forschungsprojekte: Biotechnologen der Saar-Uni forschen an Stoffen der Zukunft
Neue Forschungsprojekte: Biotechnologen der Saar-Uni forschen an Stoffen der Zukunft
… in denen sie die Herstellung solcher synthetischer Stoffe auf Grundlage natürlicher Stoffe und Bakterien erforschen. Insgesamt erhalten die Forschungsverbünde dafür über vier Millionen Euro. 2,6 Millionen davon gehen an die Forscher der Saar-Uni. --- Die Biotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. In vielen Bereichen …
Zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Uni Köln
Zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Uni Köln
… in Immunsystemen und die Ko-Evolution von Krankheitserregern und ihren Wirtsorganismen. Der SFB wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft in den nächsten vier Jahren mit etwa 8 Millionen Euro gefördert. Die Sprecherhochschule des SFB ist die Universität zu Köln, Sprecher ist Professor Dr. Michael Lässig. Neben der Universität Köln mit dem Universitätsklinikum …
Bild: Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat weitere 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Universität Bremen bewilligt. Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um die umstrittenen Tierversuche. Hirnforscher Andreas Kreiter will bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, sollte die Verlängerung seiner Experimente nicht genehmigt werden. Seit …
Bild: Win-Win-Situation Arznei- und Gewürzpflanzen + Bestäuber-Insekten
Win-Win-Situation Arznei- und Gewürzpflanzen + Bestäuber-Insekten
Forscher untersuchen Wechselwirkungen und entwickeln System zur gezielten Bestäubung im Arznei- und Gewürzpflanzenanbau – erwartet werden höhere Erträge und mehr Biodiversität --- Was im kommerziellen Obst- und Gemüseanbau schon länger Praxis ist, will die Universität Bonn nun auch für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen entwickeln: ein Management-System …
Bild: Forscher messen die Grundlagen des Farbsehens
Forscher messen die Grundlagen des Farbsehens
… setzt plötzlich das Farbsehen ein. „Die Welt wird dadurch nicht nur bunter“, sagt Dr. Wolf M. Harmening, der an der Bonner Universitäts-Augenklinik eine Emmy-Noether-Forschergruppe leitet. „Vielmehr werden durch die Farben erst Details erkennbar, die sich im Lauf der Evolution als überlebenswichtig erwiesen haben.“ Manche Tarnung eines Fressfeindes lässt …
Bild: Über eine Million Euro Steuergelder für AffenversucheBild: Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
9. Juli 2008 - Bremer Hirnforscher Kreiter will Fortführung der umstrittenen Tierversuche notfalls einklagen Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat weitere 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Universität Bremen bewilligt. Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um die umstrittenen Tierversuche. Hirnforscher Andreas Kreiter will bis …
Exzellente Zivilrechtler gesucht
Exzellente Zivilrechtler gesucht
… sagt Prof. Dr. Christian Hillgruber, Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. „Insbesondere für die finanzielle Unterstützung und Auszeichnung junger Forscherinnen und Forscher im Rahmen von Preisvergaben fehlen der Universität weitgehend die Mittel. Daher freuen wir uns über das Engagement von FORIS.“ Bewerben müssen …
Deutschland bietet wissenschaftlichem Nachwuchs keine Perspektive
Deutschland bietet wissenschaftlichem Nachwuchs keine Perspektive
… Uni-Absolventen mit überdurchschnittlich guten Fähigkeiten wieder deutlich verbessert haben, sieht es in anderen Bereichen nicht so rosig aus. Von einer universitären Karriere kann man einem jungen Forscher in Deutschland eigentlich nur abraten. Wer nur auf diese Karte setzt, muss damit rechnen, bis über sein 40. Lebensjahr hinaus in einer äußerst ungewissen Lage …
Zu dumm für die Uni? / Professoren und Studenten: Öffentliche Debatte zur Zukunft der Universitäten
Zu dumm für die Uni? / Professoren und Studenten: Öffentliche Debatte zur Zukunft der Universitäten
(Bonn, 02. November 2007) – Am Mittwoch, 14. November um 19 Uhr im Hörsaal 10 des Hauptgebäudes der Universität Bonn ist es wieder soweit: Der Bonner Debattierclub lädt zum alljährlichen Professoren-Redewettstreit ein. Diesmal treten Prof. Waldhoff (Jura), Prof. Panzer (Japanologie) und Prof. Decker (Politische Wissenschaft, angefragt) gegen den Bonner …
Bild: Richtfest des Zentrums für Quanten- und Biowissenschaften: Baustein für exzellente Forschung
Richtfest des Zentrums für Quanten- und Biowissenschaften: Baustein für exzellente Forschung
… profitieren vor allem die biomedizinische Forschung und Diagnostik. Die Kosten des speziell auf die Bedürfnisse der Forscher ausgerichteten Gebäudes belaufen sich auf etwa 23 Millionen Euro - getragen von Bund, Land und Universität. --- Rund ein Jahr nach Baubeginn wurde am Montagmittag das Richtfest des Forschungsgebäudes „Zentrum für Quanten- und Biowissenschaften“ …
Sie lesen gerade: EU fördert drei Forscher der Uni Bonn mit Millionen