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Zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Uni Köln

(openPR) Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1310 „Vorhersagbarkeit in der Evolution“ und der SFB/Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ werden für jeweils vier Jahre von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert.

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Zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Uni Köln
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1310 „Vorhersagbarkeit in der Evolution“ und der SFB/Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ werden für jeweils vier Jahre von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert.

Die Evolutionsbiologie befasst sich traditionell mit der Rekonstruktion vergangener Prozesse und mit Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Spezies über lange Zeiträume. Der SFB 1310 „Vorhersagbarkeit in der Evolution“ untersucht, wie zukünftige Evolutionsprozesse zumindest kurzfristig vorhergesagt werden können. Der SFB erforscht dabei Systeme, die sich besonders schnell entwickeln, wie etwa Mikroben, Viren, Immunsysteme und Krebszellen. So sollen Vorhersagemethoden für wichtige Prozesse in diesen Systemen erarbeitet werden, darunter die Evolution von Arzneimittelresistenzen, die Evolution von Antikörpern in Immunsystemen und die Ko-Evolution von Krankheitserregern und ihren Wirtsorganismen.
Der SFB wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft in den nächsten vier Jahren mit etwa 8 Millionen Euro gefördert.
Die Sprecherhochschule des SFB ist die Universität zu Köln, Sprecher ist Professor Dr. Michael Lässig. Neben der Universität Köln mit dem Universitätsklinikum sind außerdem die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln, sowie Partnerinstitutionen in Göttingen, Wageningen (Niederlande), Paris (Frankreich) und Lissabon (Portugal) beteiligt.

Vor dem Hintergrund rasch voranschreitender Globalisierung untersucht der SFB/Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika: Zukunft-Machen und sozial-ökologische Transformation“, wie sich Prozesse der Agrarintensivierung und die Ausdehnung von Naturschutz im ländlichen Raum Afrikas verankern lassen. Wie wirken sich beim sozial-ökologischen Wandel im ländlichen Afrika die scheinbar gegenläufigen, vielfach jedoch verwobenen Prozesse von verstärkter Landnutzung durch den Menschen und die Ausweitung von Naturschutzgebieten aus?
Die Forscherinnen und Forscher aus der Geografie, Ethnologie, den Agrarwissenschaften sowie weiterer Disziplinen analysieren, wie sich unterschiedliche Vorstellungen von Zukunft auf den Landnutzungswandel auswirken. Besonderes Augenmerk richten sie dabei auch auf nicht vorhersehbare Entwicklungen, wie Missernten, Dürren und gewaltsame Konflikte, die für das ländliche Afrika charakteristisch sind. Im Fokus stehen Gebiete im östlichen und südlichen Afrika.
Die DFG wird den SFB in den nächsten vier Jahren mit insgesamt etwa 10 Millionen Euro fördern.
Die Sprecherhochschule des SFB ist die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprecher ist Professor Dr. Detlef Müller-Mahn. Weitere antragstellende Hochschule ist die Universität zu Köln.
Beteiligt an diesem Verbundprojekt sind außerdem das Bonn International Center for Conversion (BICC), die Universität Münster, die Charité an der Humboldt-Universität in Berlin, und zahlreiche Kooperationspartner in Afrika.

Inhaltlicher Kontakt SFB 1310:
Professor Dr. Michael Lässig
Institut für Theoretische Physik und Quantitative Biologie
E-Mail
+49 221 470-4309

Inhaltlicher Kontakt SFB/Transregio 228:
Professor Dr. Michael Bollig
Institut für Ethnologie
E-Mail
+49 221 470-3501

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470-2396
E-Mail

Quelle: idw

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