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Preise für hervorragende Lehre

28.11.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Preise für hervorragende Lehre
Preisverleihung in Regensburg (v.l.): Ministerialdirigent Michael Mihatsch mit den Preisträgern Christian Stigloher und Martin Stuflesser sowie den Studiendekanen Wolfgang Weiß und Roy Gross. (Foto: U
Preisverleihung in Regensburg (v.l.): Ministerialdirigent Michael Mihatsch mit den Preisträgern Christian Stigloher und Martin Stuflesser sowie den Studiendekanen Wolfgang Weiß und Roy Gross. (Foto: U

(openPR) Die Würzburger Dozenten Professor Christian Stigloher von der Fakultät für Biologie und Professor Martin Stuflesser von der Katholisch-Theologischen Fakultät haben für ihre hervorragende Lehre den „Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten in Bayern“ erhalten.



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Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis wurde am 23. November in Regensburg an insgesamt 15 bayerische Hochschullehrerinnen und -lehrer verliehen. Nach den Worten von Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler sind engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „tragende Säulen einer qualitativ hochwertigen Lehre“. Die Preisträger motivierten ihre Studierenden „mit innovativen Lehrkonzepten, die Studierende dort abholen, wo sie stehen, und Begeisterung für die Inhalte“, die sie vermitteln. In Vertretung von Bernd Sibler wurden die Preise von Ministerialdirigent Dr. Michael Mihatsch übergeben.

Christian Stigloher: Herausragender Dozent und Mentor

Christian Stigloher hat selbst in Würzburg Biologie studiert. Nach einem Auslandsstudium in den USA, seiner Dissertation an der Technischen Universität München und dem dortigen Helmholtz-Zentrum und einer Postdoc-Zeit in Paris, ist er 2012 wieder an die Universität Würzburg zurückgekehrt. Hier hat er heute die Professur für Mikroskopie am Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften inne.

Die Fakultät für Biologie sieht den Preisträger als Vertreter einer „Generation von jungen Hochschullehrern, die (…) neben der wissenschaftlichen Arbeit eben auch die Lehre als einen besonders wichtigen Teil ihrer Aufgaben wahrnimmt“. Dabei schätzt sie ihn nicht nur als sehr engagierten, sondern auch als besonders begabten Hochschullehrer. Wie die Evaluationsergebnisse eindrücklich zeigten, könne Christian Stigloher die Studierenden mit seinen Lehrveranstaltungen zu biologischen Grundkenntnissen ebenso begeistern wie mit Veranstaltungen zu seinem Spezialgebiet, neuen und sehr komplexen bildgebenden Verfahren.

Auch die Studierenden erleben Stigloher als „herausragenden Dozenten und Mentor“. Er versuche stets, die Studierenden für neue Inhalte zu begeistern und lege großen Wert darauf, sie „mit interessanten Experimenten und Fragestellungen zu motivieren und zum selbständigen Denken anzuregen“. Er nehme sich immer Zeit, Methoden näher zu bringen und zu erklären. Im Labor könne man viel bei ihm lernen. Dank der angenehmen Arbeitsatmosphäre scheue sich niemand, Fragen zu stellen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Oft entstünden interessante und offene Gespräche. Seine Kurse seien auf hohem Niveau, aber seine Bewertung und Benotung erfolge „immer fair und sehr gut auf den Inhalt zugeschnitten“, würdigen die Studierenden den Dozenten.

Der Preisträger wird von den Studierenden aber nicht nur als Lehrender und Betreuer vieler Abschlussarbeiten geschätzt, sondern auch als Mentor. So helfe er den Studierenden tatkräftig bei der Suche nach passenden Stipendien. Den Bewerbungsprozess unterstütze er aktiv durch gut durchdachte und persönliche Referenzschreiben. Insgesamt sei er für viele Studierende ein Vorbild in vielen Bereichen des universitären Lebens und bereichere die Fakultät der Biologie „durch seinen Arbeitswillen, seine Begeisterung für die Wissenschaft und seine unglaublich motivierende, positive und engagierte Art“.

Martin Stuflesser: Außerordentlicher Lehrerfolg bei Lehramtsstudierenden

Martin Stuflesser – seit 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft und derzeitiger Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät – ist der zweite Preisträger der Universität Würzburg. Sein Fach spielt insbesondere für später im kirchlichen Dienst Tätige, aber auch für Lehramtsstudierende, eine wichtige Rolle. Dabei beschreibt ihn seine Fakultät als einen Lehrenden, der großen Wert darauf legt, eine „Musealisierung der Liturgie zu vermeiden und sie mit aktuellen Problemstellungen zu verbinden“. Gleichzeitig gehe es ihm um eine „über die Theologie hinausreichende theoretische Fundierung von Liturgie auf der Basis von moderner Humanwissenschaft“.

Um dies zu erreichen, verlässt Stuflesser mit seinen Seminaren gerne die universitären Räume, um in Exkursionen – beispielsweise zum Kirchenbau – konkret liturgische Handlungsorte und -formen zu erschließen. So führte er während des 100. Deutschen Katholikentages mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Leipzig ein interkonfessionelles Seminar durch, bei dem sich die Studierenden mit modernen katholischen und evangelischen Kirchenräumen in Leipzig auseinandersetzten.

Interaktive Ansätze spielen in seinen Seminaren eine wichtige Rolle. Gerade auch in seinen Vorlesungen sei Martin Stuflesser viel daran gelegen, „mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen um Austausch und konstruktive Diskussion zu fördern“, berichten die Studierenden.

Vor allem aber loben sie, dass der Preisträger in besonderem Maße die Adressaten seiner Veranstaltungen berücksichtige – insbesondere im Hinblick auf die unterschiedlichen Studiengänge und die jeweils angestrebten Berufe. Und: „Theorie hängt nie im luftleeren Raum, sondern berücksichtigt stets die berufliche Praxis der angehenden Lehrer/-innen, Priester oder Pastoralreferenten/-innen“. Eigens für das Lehramt hat Martin Stuflesser die Vorlesung „Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche“ konzipiert. Diese bewertet die Fakultät als „außerordentlichen Lehrerfolg bei den Studierenden des Lehramts Katholische Religionslehre“.

Preis für gute Lehre

Seit 1998 wird der „Preis für gute Lehre“ vom bayerischen Wissenschaftsminister vergeben. Vorgeschlagen werden die Preisträger von der jeweiligen Heimatuniversität. Das Votum der Studierenden spielt eine entscheidende Rolle bei der Nominierung. Der Preis soll verdeutlichen, dass die Lehre gleichberechtigt neben Forschungsaufgaben steht. Er würdigt hervorragende Lehrleistungen, den Einsatz von innovativen Lehrkonzepten sowie überdurchschnittliches Engagement für die Lehre und die Belange der Studierenden.

Weitere Informationen:
- http://www.zils.uni-wuerzburg.de/aufgaben_und_arbeitsbereiche/preis_fuer_gute_lehre/ Übersicht über die Preisträger der Universität Würzburg

Quelle: idw

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