(openPR) Das Unternehmen Lay Gewürze oHG aus Südthüringen produziert jährlich 6.000 Tonnen Natur- und Mischgewürze, Marinaden und Hilfsstoffe. Seit 2007 arbeiten sie mit dem ERP-Herstellers MKS Softwaremanagement AG aus Friedrichshafen zusammen. Jetzt wurde auf die neue ERP-Generation MKS Goliath.NET umgestellt. Interne Prozesse sowie Arbeitsabläufe sollen damit effizienter gestaltet werden.
Die Lay Gewürze oHG in Grabfeld/Queienfeld (Südthüringen), wurde 1920 als „Conservierungssalzfabrik Gewürzmühle A.&F. Lay“ gegründet. Damaliger Standort: Bad Kissingen. Die Firmengründer August und Friedrich Lay importierten Gewürze und produzierten Konservierungs- und Nitritpökelsalz sowie die ersten Gewürzmischungen.
In den folgenden Jahrzehnten expandierte das Geschäft, immer mehr Gewürze und Würzprodukte kamen hinzu. 1961 wurde die Produktionskapazität ausgebaut und ein neues, hochmodernes Firmengebäude errichtet. 1980 erfolgte ein weiterer Ausbau, 1989 die Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH.
Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war der Umzug der kompletten Firma nach Südthüringen, ins Gewerbegebiet Queienfeld bei Grabfeld. Grund: Lay Gewürze konnte am alten Standort räumlich nicht mehr expandieren. Mit heute mehr als 120 Mitarbeitern produziert das weltweit tätige Unternehmen jährlich 6.000 Tonnen Natur- und Mischgewürze, Marinaden und Hilfsstoffe. Seit 2017 arbeitet Lay mit der MKS Goliath.NET Food Edition.
Herausforderung
Die Lay Gewürze oHG arbeitete ab 2007 mit MKS Goliath 5, wie EDV-Leiter Jürgen Müller sagt. „Eigentlich schon seit 2005, denn zu diesem Zeitpunkt sind wir von Integra auf MKS umgestiegen, da wir eine individuelle Lösung mit vielen Sonderfällen benötigten.“ Diese „Sonderfälle“ liegen, so Müller, in der Natur der Sache, sprich den unterschiedlichsten Gewürzmischungen, darunter sehr viele Sondermischungen. „Da kann es passieren, dass ein Paprikaextrakt nicht exakt die Farbe hat, die der Kunde für seine Wurstproduktion benötigt. In solchen Fällen muss beispielsweise die Stückliste im laufenden Betrieb möglichst schnell und leicht abänderbar sein, um zum Beispiel die Verfügbarkeit rückgängig zu machen. Und das unter Umständen mehrere Male, was viel Programmierarbeit erfordert, wie Müller betont. Auch in anderen Fällen, beispielsweise bei Zutatenlisten, ist es wichtig, ein gut funktionierendes ERP-System einsetzen zu können. Selbst wenn der Auftrag in der Produktion schon gestartet worden ist. Und auch dann, wenn Arbeitsschritte hinzukommen, die es in der Vergangenheit im Unternehmen noch nicht gab.
Aber nicht die Produktion allein stellte eine besondere Herausforderung an die MKS Goliath.NET Food Edition. Auch die administrativen Prozesse im Unternehmen forderten die ERP-Lösung heraus. So unter anderem die Inventur, die bei Lay nicht nur jährlich einmal vorgenommen wird, sondern aufgrund der Besonderheit des Betriebes permanent stattfindet. Ebenfalls integriert werden, musste die automatische Preislistengenerierung und die Einkaufsformularverwaltung. Zusätzlich, wie Müller weiter berichtet, „müssen Erweiterung, Ergänzung und Umsetzung vom alten Goliath 5 ins neue MKS Goliath.NET Food Edition übertragen werden“. Denn die alte Software war längst an ihre Grenzen gestoßen. Im Prinzip gab es keine Möglichkeit mehr, das System weiteren Anforderungen anzupassen. „Außerdem ist eine neue Software natürlich auch zukunftssicherer“, fügt Müller hinzu.
Lösung
Obwohl Lay Gewürze bereits 2005 mit MKS zusammenarbeitete, und seit 2007 Goliath 5 nutzte, war, wie EDV-Leiter Müller betont, der Umstieg auf Goliath.NET Food Edition nicht von vornherein klar. Vielmehr hatte man bei Lay 2016 auch über andere Lösungen nachgedacht. Das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis und die guten Support- und Service-Erfahrungen mit dem Friedrichshafener ERP-Spezialisten, haben dann doch schnell zu der Entscheidung geführt, MKS Goliath.NET zu implementieren. „Wichtig war auch, dass MKS unser Haus und unsere speziellen Anforderungen bereits kannte.“
„Der Umstieg, den wir in der ersten Jahreshälfte 2017 vorgenommen haben, ist gut verlaufen. Seit 1. Juli benutzten wir die neue ERP-Lösung mit der Food Edition“, berichtet Müller. Zwar ist man noch nicht über den Berg, stehen doch noch eine Reihe von weiteren Implementierungsarbeiten und Umstellungen an, doch die wichtigsten Prozesse laufen inzwischen wie gewünscht. „Dass es während der Einführungsphase auch mal Rückschläge und kleinere Probleme gibt, das ist normal. In solchen Fällen konnten wir uns immer auf MKS verlassen, die uns sofort mit Rat und Tat, speziell der Softwareleiter Rainer Kempf, zur Seite standen. Bereits in der Umstellungsphase hat Rainer Kempf mit uns täglich mehrere Stunden lang die anstehenden Probleme abgearbeitet.“ Alles andere erledigten Müller und sein Team aus der EDV-Abteilung. „Es ist halt viel learning by doing.“
Fazit
Nach einem knappen halben Jahr Erfahrung mit MKS Goliath.NET, ist EDV-Chef Müller froh, „den Umstieg auf MKS Goliath.NET gemacht zu haben“. Allein schon deshalb, weil man mit der Einführung einer neuen Software zugleich auch die internen Prozesse überdenkt und „wenn man die Bereitschaft dazu hat und auch heilige Kühe schlachtet“. Soll heißen, manche lieb gewonnene Arbeitsabläufe auf mehr Effizienz umzustellen. Immerhin wird Goliath.NET Food Edition bei Lay Gewürze von etwa 80 EDV-Arbeitsplätzen genutzt – je nach Berechtigung der einzelnen Mitarbeiter.
Bis Jahresende sollen noch die restlichen Aufgaben ins System integriert werden, die im Pflichtenheft vorgesehen sind. „Natürlich wird es hinterher weitere Herausforderungen geben, immer dann, wenn weitere Verbesserungen im Produktions- und Administrationsablauf nötig werden. Aber das ist dann schon Routine.“
Für die nahe Zukunft hat der EDV-Leiter bei Lay schon eine Liste mit Wünschen parat, die noch in die ERP-Lösung integriert werden soll: „Rechnungs-, Lieferschein- und Kommissionierungsschein-Workflow in Verbindung mit Vorauszetteln, die hauptsächlich bei Auslandskunden auftreten. Damit kann viel Arbeitszeit optimiert und eingespart werden. Denn wir müssen unser Personal von Alltäglichem entlasten, um weiteres Wachstum generieren zu können.“









