(openPR) Knapp 7 Millionen Menschen in Deutschland gelten als überschuldet. Damit ist jeder 10. Erwachsene hierzulande pleite. Die Schuldner können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und die Verbindlichkeiten steigen immer weiter. Besonders tief in der Kreide stehen die meisten Regionen in Sachsen-Anhalt, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, im südöstlichen Niedersachsen und in Teilen von Nordrhein-Westphalen und Rheinland-Pfalz. Trotz Wirtschafts-Boom scheint es in vielen Fällen kaum Auswege zu geben.
Jobverlust, plötzliche Krankheit, aber auch zu hohe Ausgaben mit leichten Krediten oder über die Kreditkarte führen meist in die Schuldenfalle. Um gar nicht erst, trotz schwieriger Umstände, in diesen Strudel zu geraten gibt es einige Tipps, die man beachten sollte, bevor man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss.
Ganz vorne in der Rangliste steht der Überblick über die finanzielle Lage. Wer weiß, was er wofür ausgibt und auch die jährlichen Belastungen auf den Monat runter bricht, kann abschätzen, ob es am Ende mit den Einnahmen aufgeht. Das altehrwürdige Haushaltsbuch mit den notierten Ausgaben aller Familienmitglieder gibt einen Überblick und spornt zum Sparen an. Wenn etwas dann am Ende des Monats übrig bleibt, sollte man dies nicht gleich ausgeben, sondern eine kleine Rücklage bilden für unerwartete Ausgaben. Das schont die Nerven und erleichtert die Finanzierung im Ernstfall.
Sehr verführerisch sind auch eine Kreditkarte mit unverhältnismäßigem Limit und Kreditangebote mit sogenannter Null-Prozent-Finanzierung. Dies erschwert den Überblick über die wahren Ausgaben pro Monat und ermöglicht einen Lebensstil, auf begrenzte Zeit, den man sich eigentlich nicht leisten kann. Auch der Dispo-Kredit hat eine ähnliche Wirkung, zudem muss bei Inanspruchnahme noch ein überhöhter Zinssatz bezahlt werden. Hier sollte man sich klare Regeln auferlegen.
Im täglichen Leben hilft neben dem Haushaltsbuch auch ein strukturiertes Einkaufen im Supermarkt mit Einkaufzettel, den man vorher auf die wirklich notwendigen Dinge überprüft hat. So widersteht man spontanen Angeboten von überflüssigen Dingen, die im Markt begehrenswert erscheinen, aber dann doch eher nutzlos sind. Auch ein Blick auf die Fixkosten darf am Ende nicht fehlen, dann hier türmen sich jeden Monat die höchsten Ausgaben auf. Handyvertrag, Stromanbieter, Versicherungen, Miete, Tankfüllungen: alles Kosten die eventuell bei anderer Verhaltensweise, Sichtweise, Anbieter- oder Wohnungswechsel sinken können.
Wer so seinen wirklichen Kontostand fest im Blick hat und ins Positive drehen kann, gerät nicht in die Abwärtsspirale. Menschen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, bekommen bei staatlich anerkannten Schuldnerberatungsstellen (www.buchholz-schuldnerberatung.de) die entsprechende Unterstützung oder können in ganz prekären Situationen auch in Richtung Insolvenz begleitet werden, um dem Alptraum der Schuldenfalle endlich entkommen zu können.









