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Radikalisierungsprozesse erkennen, einschätzen, unterbrechen!

23.11.201718:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) hatte in Kooperation mit dem Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement, Hoffmann & Hoffmann GbR Darmstadt (I:P:Bm) am 6. und 7. November 2017 das vierte Forum Bedrohungsmanagement durchgeführt: Etwa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten das Thema „Radikalisierungsprozesse erkennen, einschätzen, unterbrechen!“.



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Die Kooperationsveranstaltung von HIS-HE und I:P:Bm besuchten rund 50 Teilnehmende. Inhaltlich stand islamistisch motivierte Gewalt im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sollten ein inhaltliches Verständnis von Islam und Islamismus erhalten und befähigt werden, Bedrohungen und Bedrohungslagen zu erkennen und angemessen zu reagieren. Im Kontext von Radikalisierung ist die Differenzierung zwischen Islam als Religion und Islamismus als extremistische politische Ideologie grundlegend.

Bei der Betrachtung der Radikalisierung von Individuen ist immer eine Prozesshaftigkeit zu erkennen, die einen oft sehr konkreten Auslöser hat und in Stufen abläuft. Trotz dieser grundsätzlichen Erkenntnis laufen die jeweiligen Radikalisierungsprozesse sehr individuell und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ab, wobei heute das Internet eine sehr große Bedeutung hat und direkte Kontakte ersetzt.

Die Analyse von Einzeltätern hat ebenfalls ergeben, dass Radikalisierung erkannt werden kann – und zwar durch das soziale Umfeld im veränderten Verhalten. „83 % der terroristischen Einzeltäter waren im sozialen Umfeld auffällig“ stellt Nils Böckler (I:P:Bm) fest. Diese Erkenntnis ist eine zentrale Grundlage für das Bedrohungsmanagement. „Eine Interventionsstrategie ersetzt das zufällige und hilflose Agieren“, fasst Joachim Müller von HIS-HE zusammen.

Dennoch, Lösungen vom Reißbrett gibt es nicht; alle Prozesse haben eine spezifische Dynamik. Das Bedrohungsmanagement schaut immer auf das Verhalten, will dabei erkennen und schützen. Hierfür ist eine feste Verankerung in der Organisation unerlässlich und eine gut durchdachte Vernetzung erforderlich.

In der Organisation baut das Bedrohungsmanagement auf Sensibilisierung und Achtsamkeit. Die Logik lautet: Früherkennung (Informationen erhalten) – Bewertung (Verhalten einschätzen) – Fallarbeit(Fallmanagement oft über längere Zeiträume). Dieses bedeutet auch, Fakten zu sammeln und Muster zu erkennen. Die Sinnhaftigkeit und die Theorie sind klar. Die Herausforderungen im praktischen Betrieb bleiben. Die Kultur der Achtsamkeit und der Fürsorge reibt sich an Vorwürfen der Denunziation, der Faktensammlung und der Aufrechterhaltung des Datenschutzes. Praxisfälle aus dem Fallmanagement beweisen, Hochschulen sind dieser Herausforderung gewachsen, sie haben Handlungsmöglichkeiten.

HIS-HE plant das nächste Forum Bedrohungsmanagement 2018 vom 21. bis 22. Juni 2018 in Hannover.

Nähere Informationen:
Joachim Müller
Tel.: 0511 16 99 29-15
E-Mail: E-Mail

Pressekontakt:
Katharina Seng
Tel.: 0511 16 99 29-56
E-Mail: E-Mail

Quelle: idw

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