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ASW-Sicherheitstag: Experten diskutierten über Sicherheit

18.09.201719:08 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: ASW-Sicherheitstag: Experten diskutierten über Sicherheit
Christian Vogt ist Vorstandsvorsitzender der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft NRW.
Christian Vogt ist Vorstandsvorsitzender der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft NRW.

(openPR) Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (ASW NRW) hat zu ihrem aktuellen Sicherheitstag eine ganze Reihe hochkarätiger Redner eingeladen. Der Verband unterstützt damit Unternehmen und die öffentliche Hand bei ihren Sicherheitsherausforderungen. Unter anderem sprach der oberste NRW-Verfassungsschützer Burkhard Freier über das „Lagebild Terrorismus“.


„Sicherheit ist ein Kernanliegen“: Das ist eine Kernerkenntnis des Sicherheitstags 2017 der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (ASW NRW) am 13. September, dem führenden Branchenverband für alle Fragen rund um Sicherheit und Kriminalprävention. Mehr als 100 Sicherheitsverantwortliche aus Unternehmen und Vertreter der öffentlichen Hand waren auf Einladung der Allianz für Sicherheit beim Chemieunternehmen Lanxess in Köln zusammengekommen, um sich von renommierten Fachleuten über aktuelle Themen unter der Überschrift „Globaler Terrorismus vor der Haustür: Unterschätzte Gefahr für deutsche Unternehmen“ informieren zu lassen.

Für Burkhard Freier, Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, ist klar: „Sicherheitsfragen betreffen Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen. Auswirkungen auf die Wirtschaft in der Folge islamistisch-terroristischer Anschläge – wie die Schwächung der Tourismusbranche und der Infrastruktur – werden im Rahmen jihadistischer Propaganda als entscheidende Erfolgsnarrative propagiert.“

Daher plädiert Burkhard Freier dazu, Sicherheit in Unternehmen zur „Chefsache“ zu machen, die Mitarbeiter ständig für diese Themen zu sensibilisieren und Verantwortlichkeiten im Krisenfall zu definieren, damit kurzfristige Entscheidungen für den Schutz der Organisation unmittelbar getroffen werden können. Er weist auch auf Risiken durch Cyber-Kriminalität, Wirtschaftsspionage und Ausspähung hin: „Die Schäden für die deutsche Wirtschaft belaufen sich aktuell auf 55 Milliarden Euro jährlich.“

Terrorismusexperte Dr. Hans-Jakob Schindler von den Vereinten Nationen nimmt die Vorlage von Burkhard Freier in seinem Vortrag „Internationalen Aspekte der terroristischen Bedrohung für deutsche Unternehmen und die neuesten Entwicklungen im Sanktionsregime des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen“ auf. Ein Thema neben einem Einblick in die globale Terrorlage: die Terrorfinanzierung. „Durch verschiedene Formen werden erhebliche Summen erwirtschaftet, Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat stehen viele Millionen US-Dollar zur Verfügung.“ Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wirtschaft sagt Dr. Hans-Jakob Schindler, dass die Behörden eng mit der Privatwirtschaft kommunizieren und kooperieren müssten. „Wir können den Unternehmen nicht den Hahn zudrehen. Die Wirtschaft soll sich an den Vorgängen beteiligen, wenn beispielsweise Sanktionen aufgestellt werden.“ In seinen Augen müssten deutsche Unternehmen vor allem bei Auslandseinsätzen in Afghanistan, dem Irak etc. mit Erpressungen, Entführungen, Drohungen, Cyberangriffen und anderen Gefahren rechnen.

Warum sich junge Menschen überhaupt radikalisieren und Straftaten begehen, weiß Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer von der Universität Osnabrück. Sein Schwerpunkt ist der Salafismus in Deutschland, den er seit vielen Jahren beobachtet. Er weiß: „Radikalisierungsprozesse sind vielschichtig und unterschiedlich, es kommen viele Faktoren zusammen. Das macht es schwierig, präventiv tätig zu werden.“ Ein Radikalisierungsfaktor sei eine soziale Benachteiligung, wenn Bewerber beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft abgelehnt würden und keine Zukunftschancen sähen. Zudem sei Radikalisierung so gut wie immer ein Gruppengeschehen. „Das ist auch für Unternehmen sehr wichtig. Auch Kollegen können sich gemeinsam radikalisieren. Daher sollten Unternehmen unter anderem darauf achten, keine Ausgrenzung zuzulassen, um diese Faktoren nicht zu begünstigen“, sagt Michael Kiefer. Ein vielleicht erstaunliches Ergebnis: „Viele Radikale kennen sich mit dem Islam gar nicht aus. Daher ist Radikalisierung keine ausschließliche Frage der Religiosität.“

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Wir haben sehr gute Impulse für die tägliche Arbeit mit Sicherheitsfragen erhalten und die Teilnehmer auf einen hochaktuellen Wissensstand gebracht. Redner wie Burkhard Freier, Dr. Hans-Jakob Schindler und Dr. Michael Kiefer sind wirklich etwas Besonderes, und auch die übrigen Referenten haben praxis-nah und anschaulich über wirklich relevante Fragestellungen berichtet“, fasst Christian Vogt zusammen.

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