openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Epilepsie: Frühe Operation verhindert dauerhafte Anfälle

26.10.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Epilepsie-Patienten, die mit Medikamenten nicht anfallsfrei werden, kann eine Gehirnoperation heilen. Dies zeigt die Auswertung der Daten von knapp 10.000 Patienten, die heute unter Federführung deutscher Neuropathologen, Neurologen und Neurochirurgen in der renommierten Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wird. Voraussetzung ist, dass die Hirnregion, von der die Anfälle ausgehen, sicher identifiziert und komplett entfernt wird.



---
Im Schnitt erreichen 6 von 10 Patienten durch einen Eingriff Anfallsfreiheit. Durchschnittlich bekommen Patienten aber 16 Jahre lang Medikamente, bevor sie operiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) und die Deutsche Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN) fordern angesichts dieser Zahlen ein Umdenken bei der Behandlung von Epilepsien. „Man sollte Patienten, die eine hohe Heilungschance haben, so früh wie möglich identifizieren und operieren“, kommentiert Professor Jörg Wellmer, Leiter der Ruhr-Epileptologie an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum und Vorsitzender der Kommission Bildgebung der DGfE. Drei Viertel aller Epilepsien beginnen bereits im Kindesalter. Für diese Kinder geht viel berufliche und soziale Perspektive verloren, wenn eine Operation erst als letzte Behandlungsoption nach dem Scheitern jeder Arzneimitteltherapie betrachtet wird.

In Deutschland leben mehr als 600.000 Patienten mit Epilepsien. Die Krankheit hat viele Gesichter. Sie äußert sich in Gefühlsstörungen oder Zuckungen eines Arms oder Beins ohne Einschränkung des Bewusstseins über Anfälle mit Bewusstseinstrübung und nicht steuerbaren Handlungen bis hin zu Verkrampfungen und Zuckungen des ganzen Körpers. Den meisten Anfällen ist gemein, dass sie die Lebensqualität einschränken. Eine schlecht kontrollierte Epilepsie kann auch mit einem erhöhten Verletzungs- und Sterblichkeitsrisiko einhergehen. Mit Medikamenten gelingt es, etwas mehr als die Hälfte der Betroffenen von ihren Anfällen zu befreien; bei den anderen wirken die sogenannten Antiepileptika nicht ausreichend, sie sind pharmakoresistent. Für diese Patienten bietet die Epilepsiechirurgie eine einzigartige Chance, die Epilepsie zu heilen.

Datenbank als Spiegel der Behandlungspraxis in Europa

Die neue Studie liefert wertvolle Einblicke zur Behandlungspraxis und zu den Ergebnissen der Operationen. Die Daten stammen aus der European Epilepsy Brain Bank (EEBB). Seit 2006 werden dort die Informationen von operierten Patienten aus 36 Epilepsiezentren in 12 Ländern zentral erfasst; die Krankengeschichten erstrecken sich über ein Vierteljahrhundert. „Die jetzt unter der Federführung des Erlanger Neuropathologen und Leiters der EEBB, Professor Ingmar Blümcke, veröffentlichte Übersicht ist das Ergebnis einer konsequenten, interdisziplinären und internationalen Forschungsarbeit. Sie wird uns helfen, die Diagnostik und Behandlung unserer Patienten weiter zu verbessern“, kommentiert Professor Guido Reifenberger, Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Langes Warten bis zur Operation

Gelingt es, den Ursprung der Anfälle mittels EEG, Kernspintomographie (MRT) und anderen Verfahren auf eine spezifische Hirnregion zurückzuführen, bestehen häufig gute Chancen, die Krankheit durch die Entfernung des betroffenen Gewebes zu heilen. Nach Schätzungen kommen dafür mehrere Zehntausend Patienten in Deutschland in Frage. „Allerdings zögern viele Ärzte und Patienten, weil sie einen hirnchirurgischen Eingriff nur als letzten Ausweg betrachten“, erklärt Professor Holger Lerche, Koautor der Studie, Vorstand am Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung und Ärztlicher Direktor der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie der Universität Tübingen. „Dabei machen moderne Operationstechniken die Epilepsiechirurgie in spezialisierten Zentren zu einem sehr sicheren Verfahren.“ Die Konsequenz der oft sehr späten Überweisung von Patienten an epilepsiechirurgische Zentren lässt sich aus der Studie ablesen: Die Zeit zwischen erstem Anfall und erfolgter Operation beträgt im Schnitt 16 Jahre.

65 Prozent der Kinder anfallsfrei

Die Auswertung der EU-finanzierten Datenbank zeigt auch, dass 75,9 Prozent aller Patienten ihren ersten Anfall vor dem 18. Lebensjahr erlitten. 72,5 Prozent wurden im Erwachsenenalter operiert, nur 27,5 Prozent bereits als Kinder. Männer und Frauen waren annähernd gleich häufig betroffen, und im Großteil der Fälle (71,9 Prozent) wurde der Schläfenlappen operiert. Nach dem Eingriff waren 65 Prozent aller operierten Kinder und 58 Prozent der Erwachsenen von ihren Anfällen befreit. „Das belegt, welchen wichtigen Beitrag die Operation zur Behandlung dieses EU-weit relevanten Krankheitsbilds leisten kann“, sagt Professor Peter Vajkoczy, Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Charité, Berlin.

Nachweis epilepsieauslösender Hirnveränderungen

„Bei Patienten, die klar definierte epileptogene Läsionen aufweisen, sollte deren zuverlässige Identifikation mittels MRT vor einer möglichen Operation im Fokus der Diagnostik stehen“, betont Professor Wellmer. In der Studie fand sich in 92,3 Prozent der während der Operation entnommenen Gewebeproben geschädigtes Gewebe. Am häufigsten war mit 36,4 Prozent ein Verlust von Nervenzellen im Hippocampus (Hippocampussklerose). Weitere häufige Diagnosen waren niedriggradige Tumoren (23,6 Prozent) und Fehlbildungen der Hirnrinde (19,8 Prozent). „Mit einem frühen Nachweis der hier gefundenen Läsionen werden sich die Latenzen vom Beginn einer pharmakoresistenten Epilepsie bis zur erfolgreichen Epilepsiechirurgie verkürzen lassen“, so Professor Wellmer.

Konsequenz: früh zum Spezialisten

Nach der Definition der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) von 2010 gilt ein Patient, der nach Behandlungsversuchen mit mindestens zwei Medikamenten in ausreichender Dosierung nicht anfallsfrei wird, bereits als pharmakoresistent. Danach sinken die Chancen erheblich, mit weiteren Medikamenten noch eine Anfallsfreiheit zu erreichen. „An dieser Stelle sollte eine Überweisung an ein Epilepsiezentrum erfolgen, um die Möglichkeit eines epilepsiechirurgischen Eingriffs zu prüfen“, schlussfolgert Professor Lerche.

Literatur
Blümcke I, et al.: Histopathological Findings in Brain Tissue Obtained during Epilepsy Surgery. New England Journal of Medicine 2017; 377(17): 1648-16562017; 377(17): 1648-1656
Kwan P, et al.: Definition of drug resistant epilepsy: consensus proposal by the ad hoc Task Force of the ILAE Commission on Therapeutic Strategies. Epilepsia 2010; 51 (6): 1069–1077

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen
Prof. Dr. med. Ingmar Blümcke
Neuropathologisches Institut
Universitätsklinikum Erlangen
Schwabachanlage 6 (Kopfkliniken), 91054 Erlangen
Tel.: +49 (0)9131 8526031
E-Mail: E-Mail

Prof. Dr. med. Holger Lerche
Zentrum für Neurologie
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie
Hoppe-Seyler-Straße 3, 72076 Tübingen
Tel.: +49 (0)7071 2980466
E-Mail: E-Mail

Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy
Direktor der Klinik für Neurochirurgie mit Arbeitsbereich Pädiatrische Neurochirurgie
Charite Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 450560222
E-Mail: E-Mail

Pressekontakt
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München
Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0) 8946148625, E-Mail: E-Mail
Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 8000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
www.dgn.org
Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle
Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: E-Mail
Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

Weitere Informationen:
- https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/55-pressemitteilung-2017/3494-epilepsie-fruehe-operation-verhindert-dauerhafte-anfaelle

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 976760
 452

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Epilepsie: Frühe Operation verhindert dauerhafte Anfälle“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

Bild: Ausschreibung: Deutscher Journalistenpreis Neurologie 2018
Ausschreibung: Deutscher Journalistenpreis Neurologie 2018
Bewerbungen für den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Deutschen Journalistenpreis Neurologie 2018 können ab sofort bis zum 6. Juni 2018 eingereicht werden. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) prämiert seit 2008 exzellente journalistische Berichterstattung zu neurologischen Themen in Hörfunk, Fernsehen, Print- und Online-Medien. Die feierliche Preisverleihung findet am 30. Oktober 2018 im Rahmen des 91. DGN-Kongresses in Berlin statt. --- 220 Millionen Menschen leiden nach Erhebungen des European Brain Council in Europa an einer ne…
Huntington-Krankheit: Neurologische Leitlinie bewertet neue Therapieansätze
Huntington-Krankheit: Neurologische Leitlinie bewertet neue Therapieansätze
Fortschritte bei der Erforschung der Huntington-Krankheit eröffnen potenziell neue Ansätze, um die Symptome und möglicherweise auch den Verlauf dieses schweren Nervenleidens zu lindern. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die nach fünf Jahren vollständig überarbeitet zur Verfügung steht, liefert einen aktuellen Überblick zu vielversprechenden Forschungsansätzen und gibt Behandlungsempfehlungen zur symptomatischen Therapie. Sie enthält auch Stellungnahmen zur molekulargenetischen Diagnostik der Erkrankung. --- „Eine…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Fachteamtreffen zu Epilepsie und Arbeit im CJD Jugenddorf OffenburgBild: Fachteamtreffen zu Epilepsie und Arbeit im CJD Jugenddorf Offenburg
Fachteamtreffen zu Epilepsie und Arbeit im CJD Jugenddorf Offenburg
Im CJD Jugenddorf Offenburg trafen sich in diesen Tagen Mitglieder des Netzwerks Epilepsie und Arbeit (NEA) Baden, um das Netzwerk weiterzuentwickeln und um Menschen gezielt zu unterstützen, deren Arbeitsplatz aufgrund einer epileptischen Erkrankung in Gefahr ist. Mitarbeitende des Epilepsiezentrums Kork, des Integrationsfachdienstes Offenburg, der Reha-Beratung …
Bild: Wenn Medikamente nicht mehr helfen - Erfahrungsbericht einer Epilepsie-OperationBild: Wenn Medikamente nicht mehr helfen - Erfahrungsbericht einer Epilepsie-Operation
Wenn Medikamente nicht mehr helfen - Erfahrungsbericht einer Epilepsie-Operation
Mein Leben mit Epilepsie Der Neubeginn Kaum eine Krankheit ist in der Gesellschaft so stark stigmatisiert worden wie die „Fallsucht“ oder, wie man sie heute nennt, die Epilepsie. Betroffene wurden in vielen Kulturen als „besessen“ oder „unrein“ charakterisiert und, was leider immer noch geschieht, für geisteskrank gehalten. Wer sich als Betroffener oder …
Epilepsie in Zukunft altersgruppenspezifisch behandelbar – erkrankte Säuglinge profitieren
Epilepsie in Zukunft altersgruppenspezifisch behandelbar – erkrankte Säuglinge profitieren
Mutationen in einem bestimmten Gen können eine Epilepsie auslösen. Wissenschaftler am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen haben vor Kurzem herausgefunden, dass die Art der Mutation ganz wesentlich ist für die Behandlung von Patienten. Profitieren können von den Forschungsergebnissen vor allem Säuglinge, die an epileptischen …
Bild: Spendenaufruf für Barbara - Das zweijährige Mädchen aus Georgien braucht dringend ärztliche HilfeBild: Spendenaufruf für Barbara - Das zweijährige Mädchen aus Georgien braucht dringend ärztliche Hilfe
Spendenaufruf für Barbara - Das zweijährige Mädchen aus Georgien braucht dringend ärztliche Hilfe
… dass sie an einem ihrer immer heftiger werdenden Anfälle stirbt. Ein fünftägiger Aufenthalt in Deutschland kann ihr Leben verändern. Barbara leidet seit ihrem 5. Lebensmonat an Epilepsie. Zunächst konnten die behandelnden Ärzte erreichen, dass das Kind einige Monate keine Anfälle mehr bekam. Seit August haben sich die Anfälle aber verstärkt: Sie kommen …
Bild: Epilepsie: Die Krankheit verstehen, kontrollieren und bewältigenBild: Epilepsie: Die Krankheit verstehen, kontrollieren und bewältigen
Epilepsie: Die Krankheit verstehen, kontrollieren und bewältigen
Epilepsie: Anfälle treffen die Betroffenen aus heiterem Himmel, wehrlos, spontan, unprovoziert, unvorhersehbar – so zumindest suggerieren es Leitlinien, Patientenratgeber und Definitionsversuche. Diese Ansichten hat der Psychologe Dr. Gerd Heinen (Berlin) widerlegt. Er weist nach: Dank einer Selbstkontroll-Therapie kann der Epileptiker seine Anfälle …
Bild: Epilepsie beim Hund ist nicht das Ende: Das Tal der Tränen durchschreiten
Epilepsie beim Hund ist nicht das Ende: Das Tal der Tränen durchschreiten
… weitere Anfälle zu vermeiden. Leider sind beim Hund trotz aufwendiger und kostenintensiver Untersuchungen häufig keine Ursachen zu finden. Man spricht dann von einer idiopathischen Epilepsie, bei der in der Regel nur durch die lebenslange Gabe von Antiepileptika erneute Krämpfe unterdrückt werden können. Bei einem einmaligen Anfall oder isolierten Anfällen …
Bild: Neurochirurgen im Knappschaftskrankenhaus operieren jetzt auch Kinder mit Epilepsie
Neurochirurgen im Knappschaftskrankenhaus operieren jetzt auch Kinder mit Epilepsie
… halbes Hirn besser ist, als ein Ganzes Seit Ende letzten Jahres werden im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum nicht mehr nur Erwachsene, sondern auch Kinder mit Epilepsie operiert, damit sie nach der chirurgischen Entfernung des Anfallsherds im Gehirn unbeeinträchtigt aufwachsen können. Möglich wird das durch die Kooperation mit der Universitätskinderklinik …
Bild: Anfallsfreiheit für Epilepsiepatienten durch neu entwickelte Schlüssellochchirurgie
Anfallsfreiheit für Epilepsiepatienten durch neu entwickelte Schlüssellochchirurgie
Epilepsie-Zentrum am Knappschaftskrankenhaus ist Vorreiter bei „Stereotaktischer Radiofrequenz-Thermokoagulation“ Die Symptome einer Epilepsie sind vielgestaltig, haben aber eines gemeinsam: Durch die Unvorhersehbarkeit und den Kontrollverlust während eines Anfalls büßen deutschlandweit über eine halbe Million Betroffene einen Großteil ihrer Lebensqualität …
Bild: Psychotherapie bei Epilepsie: Selbstkontrolle von Anfällen ist erlernbarBild: Psychotherapie bei Epilepsie: Selbstkontrolle von Anfällen ist erlernbar
Psychotherapie bei Epilepsie: Selbstkontrolle von Anfällen ist erlernbar
Epilepsie: Leitlinien und klinische Praxis konzentrieren sich in der Behandlung der Epilepsie strikt auf Pharmaka. "Eine Aktivierung psychischer und sozialer Ressourcen und die Förderung eines Gesundheitsverhaltens sind vor dem Hintergrund dieser Leitlinien ausgeschlossen," kritisiert Dr. Gerd Heinen (Berlin). Er belegt anhand von zwei Studien, dass …
Bild: Solingen: St. Lukas Klinik baut Epilepsie-Diagnostik ausBild: Solingen: St. Lukas Klinik baut Epilepsie-Diagnostik aus
Solingen: St. Lukas Klinik baut Epilepsie-Diagnostik aus
Epilepsie ist die häufigste Funktionsstörung des Gehirns. Mit einer gesicherten Diagnose und entsprechenden Medikamenten können 80 Prozent der Erkrankten nahezu anfallsfrei leben. Epilepsie ist wie ein Gewitter im Kopf. Nervenzellen feuern bei einem epileptischen Anfall synchron und unkontrolliert Impulse ab und entladen sich. „Dabei“, so Prof. Dr. …
Sie lesen gerade: Epilepsie: Frühe Operation verhindert dauerhafte Anfälle