openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Energie der Erde nutzen

26.10.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Die Energie der Erde nutzen
Professor Lutz Müller (r.) und Doktorand Jan-Henrik Kupfernagel besprechen die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Versuchsstands. (Foto: Hochschule OWL/Katharina Thehos)
Professor Lutz Müller (r.) und Doktorand Jan-Henrik Kupfernagel besprechen die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Versuchsstands. (Foto: Hochschule OWL/Katharina Thehos)

(openPR) Geothermie ist eine erneuerbare Energiequelle, die – anders als Sonne und Wind – stets eine konstante Energiemenge zur Verfügung stellen kann. Wissenschaftler der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der TU Darmstadt erforschen im Projekt „Optimog“, wie Erdwärmebohrungen optimiert werden können – damit die Geothermie künftig einen größeren Beitrag zur Energiewende leisten kann.



---
In vielen Haushalten laufen bereits die Heizungen. Rund 60 Prozent der in Deutschland benötigten Energie werden für die Wärmeerzeugung aufgewendet, wovon etwa 45 bis 50 Prozent auf die Raumheizung entfallen – so das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Wissenschaftler des Fachgebietes Geotechnik und Geothermie der Hochschule OWL arbeiten seit 15 Jahren daran, dass diese Wärme über Geothermie aus der Erde bezogen wird. „Derzeit werden rund 30 Prozent der Neubauten in Deutschland mit Geothermie-Anlagen ausgestattet. Das ist ein erster Erfolg, könnte aber noch deutlich mehr sein“, sagt Fachgebietsleiter Professor Lutz Müller. Ein Hinderungsgrund: In den vergangenen Jahren seien die behördlichen Auflagen für die Genehmigung solcher Anlagen immer strenger geworden; Stichwort sei vor allem der Grundwasserschutz. Deshalb besteht weiterer Forschungsbedarf, dem sich das Team von der Hochschule OWL in Höxter gemeinsam mit Kollegen der TU Darmstadt in einem Verbundprojekt widmet. Der Titel des im Juli 2017 gestarteten Vorhabens: „Entwicklung von Verfahren zur Optimierung der Hinterfüll- und Sondenmaterialien für die oberflächennahe Geothermie – Optimog“.

Hohe Anforderungen an die Baustoffe

Bei der oberflächennahen Geothermie werden Bohrungen bis zu einer Tiefe von 400 Metern in die Erde abgeteuft. In diese werden Sonden eingeführt. Dieses Rohrsystem aus Kunststoff bringt mit Hilfe von Wasser und einer Wärmepumpe die Wärme aus dem Erdreich an die Oberfläche. Dem Wasser ist häufig Frostschutzmittel beigemischt, um Betriebstemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes zu ermöglichen. Der Ringraum der Bohrlöcher rund um die Sonden wird anschließend wieder verfüllt – mit einem Baustoff aus Zement und weiteren Zutaten, der in flüssiger Form eingefüllt wird. Wenn er ausgehärtet ist, dichtet er das Bohrloch ab, damit beispielsweise auch bei einem Leck der Rohre kein Frostschutzmittel ins Grundwasser gelangt. Dieser abdichtende Baustoff muss eine Menge aushalten: Er steht stellenweise dauerhaft im Wasser, ist Temperaturschwankungen ausgesetzt bis hin zum Frost, denn wenn dem Erdreich stetig Wärme entzogen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Boden friert. Trotzdem muss der Baustoff langzeitbeständig sein, da er nach dem Aufbau einer Geothermie-Anlage nicht mehr ausgetauscht werden kann.

Aus dem Labormaßstab in die Realität

Untersuchungen der Höxteraner Geothermie-Forscher haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die bisher verwendeten Baustoffe diesen Herausforderungen nicht alle ausreichend gewachsen sind: „Ich habe schon verschiedene Baustoffe, die bereits für die Nutzung zugelassen waren, untersucht und festgestellt, dass diese nicht frostbeständig sind. Sie bekamen Risse oder wurden porös“, sagt Professor Müller. Um nicht nur die Baustoffe, sondern das gesamte System aus Bohrung, Sonde und Baustoff untersuchen zu können, ist in Höxter im Rahmen einer Promotion ein Prüfstand entstanden. Dieser wird nun innerhalb des neuen Forschungsprojektes weiterentwickelt. An diesem Versuchsstand soll künftig auch die Wärmeleitfähigkeit der Baustoff-Proben untersucht werden – im bisherigen Aufbau lässt sich vor allem die Wasserdurchlässigkeit testen. Zusätzlich denken die Wissenschaftler jetzt in größeren Dimensionen. Dabei wird ein so genannter Technikumsversuchsstand entstehen, der die Realität abbildet und das System Bohrung, Sonde, Baustoff um die Komponente des Bodens erweitert.

Die Energiewende mitgestalten

An der Hochschule OWL ist durch das neue Projekt eine Doktorandenstelle eingerichtet worden. Jan-Henrik Kupfernagel arbeitet nun an seiner Promotion, die von Professor Lutz Müller von der Hochschule OWL und Professor Ingo Sass von der TU Darmstadt gemeinsam betreut wird. Kupfernagel ist Absolvent des Masterstudiengangs Umweltingenieurwesen und Modellierung an der Hochschule OWL und hat sich bereits in seiner Studienabschlussarbeit mit dem Themenfeld der Geothermie befasst. „Mit dem nun gestarteten Projekt leisten wir hier in Höxter einen weiteren Beitrag, die Umwelt zu schützen und die Energiewende zu gestalten“, begründet Kupfernagel die Entscheidung für sein Promotionsthema. Auch Studierende des Umweltingenieurwesens sind in die Untersuchungen eingebunden. Gefördert wird das Projekt für drei Jahre mit insgesamt etwa 800.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Hochschule OWL erhält rund 300.000 Euro.

Kontakt:
Professor Lutz Müller, Telefon 05271 687-7654, E-Mail E-Mail;
Jan-Henrik Kupfernagel, Telefon 05271 687-7701, E-Mail E-Mail

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 976660
 558

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die Energie der Erde nutzen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Bild: Internationale Design-Auszeichnung für Studierenden-MagazinBild: Internationale Design-Auszeichnung für Studierenden-Magazin
Internationale Design-Auszeichnung für Studierenden-Magazin
Bereits zum dritten Mal wird „52 Grad“, das Magazin des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, für sein herausragendes Design ausgezeichnet. Dieses Jahr erhält „52 Grad“ den Award of Excellence des International Corporate Media Awards in der Kategorie „Cover and Cover Story“. --- Der International Creative Media Award ist aus dem European Newspaper Award hervorgegangen und wird jährlich für herausragende und innovative Formen der Gestaltung von Corporate Medien verliehen. Es hand…
Bild: Hochschule OWL an europäischem Forschungsprojekt beteiligtBild: Hochschule OWL an europäischem Forschungsprojekt beteiligt
Hochschule OWL an europäischem Forschungsprojekt beteiligt
EU-Forschungsprojekt URBiNAT: Das urbanLab der Hochschule Ostwestfalen-Lippe erhält den Zuschlag zur Untersuchung der Effekte von naturbasierten Lösungen auf Gesundheit und Wohlbefinden in sieben europäischen Städten. Es ist dabei Partner in einem internationalen Konsortium mit 29 Mitgliedern. --- Durch das Projekt URBiNAT entstehen grüne Korridore in sieben sozial benachteiligten Gebieten in verschiedenen europäischen Städten. Die internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln diese für Porto (Portugal), Nantes (Frankre…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Geld sparen und Klima schützen - Jeder kann esBild: Geld sparen und Klima schützen - Jeder kann es
Geld sparen und Klima schützen - Jeder kann es
… dem Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt dieses ENERGIE SPAR …
Bild: Magnetfeldtherapie für zu Hause - Qualitativ hochwertige Systeme von DAVITA®Bild: Magnetfeldtherapie für zu Hause - Qualitativ hochwertige Systeme von DAVITA®
Magnetfeldtherapie für zu Hause - Qualitativ hochwertige Systeme von DAVITA®
… werden. Besondere Bedeutung der Magnetfeldtherapie für den Menschen Elektromagnetische Felder sind die Grundlagen allen Lebens. Der Physiker und Nobelpreisträger Werner von Heisenberg beschrieb die elektromagnetische Energie als die elementare Energie von der jegliches Leben auf der Erde abhängt. Unsere Erde ist ein natürlicher großer Magnet, der im Erdinnern …
Bild: Filmveröffentlichung: Besuch von Abuela Nah Kin und der Maya Sonnen Tradition in der Friedensstadt MirapuriBild: Filmveröffentlichung: Besuch von Abuela Nah Kin und der Maya Sonnen Tradition in der Friedensstadt Mirapuri
Filmveröffentlichung: Besuch von Abuela Nah Kin und der Maya Sonnen Tradition in der Friedensstadt Mirapuri
… spirituelle Anführerin der Maya Sonnen Tradition. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Meister Alberto Arribalzaga, ihren Freunden und Schülern, führte Abuela Nah Kin die Maya Adler Energie Zeremonie “11 Men (Adler)” auf dem Versammlungsplatz vor dem Miravinci, dem Meditationszentrum von Mirapuri, durch. Der Zweck der “11 Men (Adler)” Maya Zeremonie ist es, …
Bild: Geld sparen und Klima schützenBild: Geld sparen und Klima schützen
Geld sparen und Klima schützen
… dem Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt dieses ENERGIE SPAR …
Bild: Der erste deutschsprachige Ratgeber zu Earthing ist gerade im VAK Verlag erschienenBild: Der erste deutschsprachige Ratgeber zu Earthing ist gerade im VAK Verlag erschienen
Der erste deutschsprachige Ratgeber zu Earthing ist gerade im VAK Verlag erschienen
… eine der sensationellsten Entdeckungen zur Erhaltung der Gesundheit: Earthing oder Heilendes Erden. Ein neuer genial einfacher Weg für jeden, um mit direktem Erdkontakt voller Energie zu sein und gesund zu bleiben. Der erste deutschsprachige Ratgeber zum Thema Earthing bietet alles Wissenswerte über den gesundheitlichen Nutzen des direkten Kontakts mit …
Bild: Neue Ebook Plattform informiert über - "Das Energiespar Ebook"Bild: Neue Ebook Plattform informiert über - "Das Energiespar Ebook"
Neue Ebook Plattform informiert über - "Das Energiespar Ebook"
… Oder vielleicht gar nicht wahrhaben wollen? Dieses EBook gibt konkrete Hilfen für jeden Einzelnen im Alltag und Tipps zum konkreten Energiesparen. Man wird erstaunt feststellen, wo wir überall sparen können. Mehr informationen finden Sie unter http://www.ebooks-download.eu/product_info.php/info/p26_ENERGIE-SPAR-EBOOK.html Erst seit den letzten Jahren …
Bild: Earth Day und Earth Week - Weltweite Aktionen zum Schutz unserer UmweltBild: Earth Day und Earth Week - Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt
Earth Day und Earth Week - Weltweite Aktionen zum Schutz unserer Umwelt
… dem Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt dieses ENERGIE SPAR …
Bild: Wo sind die gierigen Energiefresser?Bild: Wo sind die gierigen Energiefresser?
Wo sind die gierigen Energiefresser?
… auf dem Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt dieses ENERGIE SPAR …
Bild: Geld sparen und Klima schützenBild: Geld sparen und Klima schützen
Geld sparen und Klima schützen
… Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt dieses ENERGIE SPAR EBOOK …
Bild: Es ist fünf Sekunden vor Zwölf - Geld sparen und Klima schützenBild: Es ist fünf Sekunden vor Zwölf - Geld sparen und Klima schützen
Es ist fünf Sekunden vor Zwölf - Geld sparen und Klima schützen
… dem Planeten Erde wandelt sich für jeden spürbar. Und Experten warnen davor, dass dieser Klimawandel in eine Katastrophe mündet. Wir alle aber können schon heute damit beginnen, Energie zu sparen und unsere Umwelt dabei zu schonen, damit Kinder und nachfolgende Generationen auf dem Planeten Erde noch ein Überleben haben. So gibt der neue Energie-Spar-Ratgeber …
Sie lesen gerade: Die Energie der Erde nutzen