openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden

31.08.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden
Visualisierung des „Dolce Vita Shopping Complex“ in Lissabon, mit ETFE Membrandachelementen, jedes Dachelement kann dabei wahlweise mit Solarzellen oder elektrochromen Folien ausgestattet werden (© Hi
Visualisierung des „Dolce Vita Shopping Complex“ in Lissabon, mit ETFE Membrandachelementen, jedes Dachelement kann dabei wahlweise mit Solarzellen oder elektrochromen Folien ausgestattet werden (© Hi

(openPR) Am 1. Juni 2017 ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Verbundprojekt FLEX-G (FKZ 03ET1470A) unter der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN gestartet. Ziel des Vorhabens ist die Erforschung von Technologien zur Herstellung von transluzenten und transparenten Dach- und Fassadenelementen mit integrierten optoelektronischen Bauelementen. Im Fokus stehen dabei ein schaltbarer Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) und die Integration flexibler Solarzellen. Unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP werden 9 Unternehmen, Hochschulen und


Forschungseinrichtungen an diesem Projekt arbeiten.

---
Solarmodule sind bereits seit langem fester Bestandteil zahlreicher Gebäude. Auch ausgetüftelte Energiemanagementsysteme, die zum Beispiel die Abwärme von Anlagen zum Heizen oder Kühlen nutzen, sind gut etabliert. Große lichtdurchlässige (transparente oder transluzente) Fassaden- und Dachelemente prägen immer stärker das Bild unserer Städte und sorgen durch viel Licht für einen angenehmen Aufenthalt in den Bauwerken. Der Werkstoff Glas ist dabei für den gewünschten Formenreichtum oft nicht flexibel genug und für große überspannte Flächen zu schwer. Daher haben sich fluorpolymere Werkstoffe wie zum Beispiel Ethylentetrafluorethylen (ETFE), nicht zuletzt wegen ihrer langen Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit, als Alternative zum Glas in diesen Anwendungen bewährt. Beispielhaft sei das Dach des größten Einkaufszentrums
Europas (Dolce Vita, Lissabon, Portugal) mit 5-lagigen Folienkissen aus 200 000 m² ETFE benannt (siehe Foto). Im Gegensatz zu Glas sind Fluorpolymere in Beschichtungsprozessen schwierig zu verarbeiten. Aus diesem Grund konnten Membrandächer und -fassaden bisher nur sehr begrenzt mit energieeinsparenden Funktionen wie zum Beispiel einer Wärmeschutzbeschichtung, integrierten Solarmodulen oder einem schaltbaren Gesamtenergiedurchlassgrad ausgestattet werden. Eine Nutzung der Membrandach- und Fassadenflächen zur anpassungsfähigen Optimierung des Energiehaushalts des Bauwerks war bisher nicht möglich.

Ein Konsortium aus neun Industrie- und Forschungspartnern möchte dies nun ändern und die Oberflächen von Membrandächer und Fassaden mit optoelektronischen Bauelementen so funktionalisieren, dass sie einerseits einen schaltbaren Gesamtenergiedurchlassgrad und zum anderen eine Energieerzeugung mit flexiblen Solarzellen ermöglichen. Der Verbundkoordinator, Dr. John Fahlteich, fasst das Vorhaben so zusammen: “Folienbasierte Dach- und Fassadenelemente sollen mit elektrochromen, schaltbaren Bauelementen ausgestattet werden. So kann die Licht- und Wärmedurchlässigkeit elektrisch gesteuert werden. Die Energie dafür stellen flexible, organische Solarzellen bereit. Wir möchten im Projekt FLEX-G Technologien entwickeln, die sowohl für flexible Membrandach- und Fassadenelemente, als auch für glasbasierte Systeme anwendbar sind.“

Um dies zu erreichen, sollen erstmals Verfahren erforscht werden, mit denen das elektrochrome Bauelement direkt auf einer ETFE-Folie aufgebaut wird. Die Flexibilität der Folien ermöglicht die Verwendung von kostengünstigen und produktiven Rolle-zu-
Rolle (R2R) Fertigungsverfahren. Im Rahmen des dreijährigen Vorhabens ist ein 36 m² großer Membrandachprototyp geplant, der sowohl mit elektrochromen Bauelementen – zur Schaltung des Gesamtenergiedurchlassgrades – als auch mit flexiblen, organischen Solarzellen ausgestattet ist.

Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundprojekt wird die Integration von Bauelementen in uneben geformte Gebäudehüllen zur Energieeinsparung und -gewinnung erreicht und damit ein Beitrag zur
Senkung des Primärenergiebedarfs geleistet. Damit wird auch das Ziel der Bundesregierung, bis 2050 den Primärenergiebedarf in Deutschland um 50 Prozent zu senken, Folge unterstützt.

Über FLEX-G

Am Forschungsvorhaben FLEX-G (FKZ 03ET1470A) wirken mit:

- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung angewandter Wissenschaften e.V. vertreten
durch:
- FEP Dresden - Dr. J. Fahlteich; E-Mail
- ISC Würzburg - Dr. U. Posset; E-Mail
- IAP Golm - Dr. C. Boeffel; E-Mail
- Hochschule für Technik Stuttgart - Prof. Dr. J. Cremers; E-Mail
- Coatema Coating Machinery GmbH - Dr. N. Meyer; E-Mail
- Hightex GmbH - K.- M. Koch; E-Mail
- Lamilux Heinrich Strunz GmbH - Dr. S. Slawik; E-Mail
- Heliatek GmbH - Dr. K. Walzer; E-Mail
- ROWO Coating GmbH - Dr. W. Siefert; E-Mail
- EControl Glas GmbH & Co. KG - Dr. M. Hähnel; E-Mail
- Nowofol Kunststoffprodukte GmbH - A. Freutsmiedl; E-Mail

Mehr Informationen zur Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN finden Sie unter:

https://www.forschungsnetzwerke-energie.de/gebaeude-und-quartiere/aktuelles/energiewendebauen

http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Energie/forschungsfoerderung-fuer-gebaeude-und-quartiere.html

Pressekontakt:

Frau Annett Arnold

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586 333 | E-Mail
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | Deutschland | www.fep.fraunhofer.de

Weitere Informationen:
- http://s.fhg.de/AdT

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 966125
 113

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Bild: Biodegradierbare ElektronikBild: Biodegradierbare Elektronik
Biodegradierbare Elektronik
Unter der Federführung des Fraunhofer FEP wurde im vergangenen Jahr ein Fraunhofer internes Projekt zur Entwicklung biodegradierbarer Elektronik gestartet, an dem auch die Fraunhofer-Institute ENAS, IBMT, ISC und die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS arbeiten. Erste Ergebnisse des Fraunhofer FEP werden auf der Semicon Europe 2017 als Teil der productronica 2017, vom 14.-17.11.2017 in München, auf dem Silicon-Saxony-Gemeinschaftsstand, in der Halle B1, Stand Nr. B1-416 vorgestellt. --- Elektronische Bauteile, die nach einer definierten Funktionsz…
Bild: Biodegradable electronicsBild: Biodegradable electronics
Biodegradable electronics
Under the direction of the Fraunhofer FEP, an in-house Fraunhofer project for development of biodegradable electronics was begun last year. The Fraunhofer Institutes ENAS, IBMT, ISC, and the Fraunhofer Project Group IWKS are working together on the project. First results of the Fraunhofer FEP will be presented during Semicon Europe 2017 as part of productronica 2017 in Munich at the Silicon-Saxony joint booth in Hall B, Booth No. B1-416, November 14-17, 2017. --- Electronic devices that are completely broken down in a biological environment …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: BerlinEstate mit zwei neuen Angeboten am Berliner ImmobilienmarktBild: BerlinEstate mit zwei neuen Angeboten am Berliner Immobilienmarkt
BerlinEstate mit zwei neuen Angeboten am Berliner Immobilienmarkt
… und Ku'Damm Der repräsentative Stuckaltbau, bestehend aus einem Vorderhaus und einem separaten Gartenhaus mit zwei begrünten Innenhöfen, wurde 1900 errichtet. Beide Gebäude haben einen Vollwärmeschutz, der vorliegende Energieausweis bestätigt den Wohngebäuden sehr gute Energieverbrauchswerte. Beide Häuser sind unterkellert und verfügen über insgesamt …
Bild: Frühjahrscheck fürs Haus: Dächer und Fassaden jetzt sommerfit machenBild: Frühjahrscheck fürs Haus: Dächer und Fassaden jetzt sommerfit machen
Frühjahrscheck fürs Haus: Dächer und Fassaden jetzt sommerfit machen
Die nasskalte Jahreszeit ist vorbei und der Sommer steht unmittelbar vor der Tür – allerhöchste Zeit für Eigenheimbesitzer, Dächer und Fassaden auf Winterschäden zu untersuchen und diese rechtzeitig zu beheben. Denn: Wer die kleineren und größeren Mängel sofort entdeckt und beseitigen lässt, vermeidet hohe Folgekosten. Der Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen …
Bild: Soltecture kooperiert mit altPower, dem führenden US-Installateur für gebäudeintegrierte PhotovoltaikBild: Soltecture kooperiert mit altPower, dem führenden US-Installateur für gebäudeintegrierte Photovoltaik
Soltecture kooperiert mit altPower, dem führenden US-Installateur für gebäudeintegrierte Photovoltaik
… mit dem New Yorker Unternehmen altPOWER ist der nächste logische Schritt auf dem US-Markt: altPOWER ist einer der renommiertesten US-Anbieter im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Projekte von altPOWER in New York umfassen bekannte Gebäude wie The Helena und Luxus-Apartmenthäuser wie Battery Park City's Solaire, TriBeCa Green, Visionaire, …
Bild: Vorgehängte hinterlüftete Fassaden - aber nur vom DachdeckerBild: Vorgehängte hinterlüftete Fassaden - aber nur vom Dachdecker
Vorgehängte hinterlüftete Fassaden - aber nur vom Dachdecker
… große Hitze zugleich ab", betont der Dachdecker- und Klempnermeister. Harry Bähren weist auch auf sich verändernde Wetterbedingungen hin - und damit die Auswirkungen auf das Gebäude. Ein Beispiel: Regen. Nach der Deutschen Industrienorm 4108-3 werden Fassaden hinsichtlich ihres Schutzes gegen Schlagregen klassifiziert, also Regen, der vom Wind aus seiner …
Bild: Sanierung - hochwertig und baubiologischBild: Sanierung - hochwertig und baubiologisch
Sanierung - hochwertig und baubiologisch
… Architekten Ulrich Bauer. Das Projekt wurde unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Für die zum großen Teil zwischen 1690 und 1710 erbauten Gebäude war eine Generalsanierung erforderlich. Sie sollte nach dem Willen der Mönche schöpfungsnah und nachhaltig erfolgen. U.a. sollte denkmalgerecht, aber auch ambitioniert Energie eingespart …
Bild: Mehr als nur KunststoffBild: Mehr als nur Kunststoff
Mehr als nur Kunststoff
… Thermoplast ist 200-mal schlagzäher als Glas und weist zudem ein geringes Eigengewicht auf. Das bringt unter anderem erhebliche Vorteile bei der Montage mit sich. Eine Gebäudehülle aus Polycarbonat ist zudem besonders energieeffizient und kann gleichzeitig effektiv vor Wärme und Kälte schützen. So ist der Kunststoff wärmeformbeständig und hält auch starken …
Bild: Die Richthofenstraße wird energetisch fitBild: Die Richthofenstraße wird energetisch fit
Die Richthofenstraße wird energetisch fit
Auch 2009 investiert die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) weiterhin in ihren Bestand: Gegenwärtig werden die Gebäude in der Richthofenstraße 11 bis 17 saniert. Rund 5,6 Millionen Euro werden die Sanierungsmaßnahmen kosten, die voraussichtlich Ende 2009/Anfang 2010 abgeschlossen werden. Insgesamt will die FSB bis 2013 rund 82 Millionen in die Instandhaltung …
Bild: Taubenabwehr von Allinone - Für viele Gebäude unverzichtbarBild: Taubenabwehr von Allinone - Für viele Gebäude unverzichtbar
Taubenabwehr von Allinone - Für viele Gebäude unverzichtbar
Verkotete Dächer und Fassaden stellen nicht nur für das Gebäude eine Gefahr dar. Auch der Mensch geht erhebliche gesundheitliche Risiken ein, wenn er sich nicht um die Beseitigung solcher Verunreinigungen kümmert. Und um das wirklich gründlich zu tun, sollte der Fachmann gerufen werden. Er kann im Zuge der Reinigungsaktion auch gleich darüber beraten, …
Lindner Group verstärkt sich weiter im Fassadenbau durch Übernahme des Fassadenspezialisten Prater Ltd.
Lindner Group verstärkt sich weiter im Fassadenbau durch Übernahme des Fassadenspezialisten Prater Ltd.
… Bereich Fassade aus. Fassaden sind neben dem Ausbau und der Isoliertechnik eine wichtige Säule der Lindner Group, um dem Wunsch des Bauherren zu entsprechen, ein komplettes Gebäude von außen bis innen schnittstellenfrei anbieten zu können. Bekannte Projekte in Deutschland, wie WestendGate in Frankfurt und Four Elements in Düsseldorf oder in England, wie …
Bild: Fünfte Fassade - Moskau aus der VogelperspektiveBild: Fünfte Fassade - Moskau aus der Vogelperspektive
Fünfte Fassade - Moskau aus der Vogelperspektive
Ein Fußgänger in der Stadt sieht Gebäude im Kontext der Stadtlandschaft, sein Hauptaugenmerk gilt der Fassade. Architekten und Ingenieure nehmen vor allem die Konstruktion und den Entwurf wahr. Urbanisten betrachten einzelne Bauten als Elemente des Stadtensembles. Dabei beeinflusst der Blickwinkel die Rezeption der Objekte: Schaut man von oben auf die …
Sie lesen gerade: Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden