openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Hilfsmittel mit 3D-Drucker, Lasercutter & Co. selber machen

18.08.201711:02 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Hilfsmittel mit 3D-Drucker, Lasercutter & Co. selber machen
Das Light Cares-Projekt „Made for my Wheelchair“ zeigt auf der REHACRE in Düsseldorf eine Do-It-Yourself-Beleuchtung für elektrische Rollstühle. Bild: be able e. V., Foto: Jonas Schubert ()
Das Light Cares-Projekt „Made for my Wheelchair“ zeigt auf der REHACRE in Düsseldorf eine Do-It-Yourself-Beleuchtung für elektrische Rollstühle. Bild: be able e. V., Foto: Jonas Schubert ()

(openPR) Ob Laser-Radar im Hut, individuelle Prothesen aus dem 3D-Drucker oder Open Source Add-Ons für Rollstuhlfahrer: Die Gewinnerprojekte des Wettbewerbs „Light Cares“, der vom Bundesforschungsministerium ausgerufen wurde, entwickeln Hilfsmittel, die den Alltag von Menschen mit Behinderung erleichtern. Dafür sollen die neuen Do-it-Yourself-Werkzeuge und Materialien in offenen Werkstätten genutzt werden. Die Projekte mit ihren innovativen Lösungen können vom 4. bis 7. Oktober 2017 auf der REHACARE in Düsseldorf in Halle 4 G03 am Light Cares-Messestand ausprobiert werden. Zudem werden am Stand Hilfsmittel direkt vor Ort ausgedruckt und hergestellt.



---
Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ arbeiten in den Light Cares-Projekten Menschen mit Behinderung, Forscher aus Unternehmen und Instituten sowie Maker aus öffentlich zugänglichen Werkstätten (sogenannte FabLabs oder MakerSpaces) direkt zusammen. Das Ziel: Mit Hilfe der neuen Werkzeuge des Lichts wie Laserscanner, Lasercutter, 3D-Drucker & Co. sollen sich Menschen mit Behinderung ihre passgenauen Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Leben eigenständig herstellen können.

Eine weitere Besonderheit: Die Daten aus den Projekten, wie beispielsweise Baupläne oder 3D-Modelle, werden in gängigen Internetplattformen nach dem Open Source-Prinzip für jeden frei zur Verfügung gestellt. So können sich Interessierte die Daten herunter laden, um sie für ihre eigenen Projekte zu nutzen und weiterzuentwickeln. So können sich beispielsweise Rheumapatienten die Baupläne von Schreibhilfen im Web herunter laden, sie individuell nach ihren Bedürfnissen anpassen und mit dem 3D-Drucker ausdrucken.

Die auf der REHACARE vorgestellten Projekte sind die Gewinnerprojekte des Wettbewerbs „Light Cares – Photonische Technologien für Menschen mit Behinderung“ und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt einer Million Euro gefördert. Der Wettbewerb ist Anfang 2016 gestartet. Die ersten Projekte wurden im Sommer 2017 abgeschlossen, die letzten Projekte beenden ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten Mitte bzw. Ende 2018. Sie alle werden vom BMBF im Rahmen des Programmes „Photonik Forschung Deutschland“ gefördert.

Die Projektpartner des Light Cares-Wettbewerbs und das Bundesforschungsministerium laden alle Interessierten vom 4. bis 7. Oktober 2017 auf den Light Cares-Messestand des BMBF in Halle 4 G03 auf die REHACARE nach Düsseldorf ein. Neben den Projekten mit Ausstellungsstücken zum Anfassen und Ausprobieren ist auch ein kleiner Werkstattbereich mit 3D-Druckern geplant, in dem Hilfsmittel wie Prothesen live vor Ort ausgedruckt werden.

Die Projekte

AMBOS-3D: Optisches Assistenzsystem in Werkstätten für Menschen mit Behinderung
Die Wissenschaftler in dem Projekt entwickeln ein kostengünstiges Assistenzsystem mit Mikrocontroller, 3D-Sensoren und Kamera, das Arbeiter in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen anleitet und ihnen den nächsten Arbeitsschritt genau anzeigt.

ANSPRAKON: Anzeigen zum Hören
In diesem Projekt werden „Anzeigesprachkonverter“ für Menschen mit Sehbehinderung entwickelt, die Informationen von alltäglichen Anzeigen, wie z. B. von einer Mikrowelle, über eine Webcam erfassen. Ein Mikrocontroller macht die angezeigten Informationen über eine Sprachausgabe hörbar.

APROACH: Kostengünstige Exoskelette für Kleinkinder
Ziel des Projekts ist es, aktive Orthesen für Kinder und Jugendliche inklusive Sensoren und Aktoren mit kostengünstigen Maker-Materialien herzustellen. Die Orthesen sollen dabei individuell angepasst werden und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt werden.

Custom DIY Limbs: Testschaft für eine Unterschenkelprothese mit DIY-Technologien
Hier geht es um Prothesenschäfte aus dem 3D-Drucker. Dazu werden zuerst die entsprechenden Körperteile mit einem 3D-Scanner erfasst und anschließend als 3D-Modell am Computer erstellt. Die Daten werden mit Step-by-Step-Anleitungen unter freier Lizenz veröffentlicht.

FABULANDLABS: Hilfsmittel einfach selber machen!
Menschen mit Behinderung sollen sich hier ihre Hilfsmittel mit kostengünstigen Technologien in FabLabs selbst herstellen und anpassen. Dafür wird ein mobiles FabLab geschaffen, um das sich stationäre Mini-FabLabs gruppieren.

LIDARSEE: Das Laser-Radar im Hut
Kleine, kostengünstige LiDAR-Detektoren bilden das Herzstück des Projekts für Menschen mit Sehbehinderung. Ein Laser-Sensor auf dem Kopf scannt die Umgebung und erkennt Hindernisse. Über einen Handschuh wird das Feedback per Vibration gegeben und warnt so den Nutzer.

Made for my Wheelchair: Barrierefreiheit aus dem 3D-Drucker
Ein Team von Rollstuhlbenutzern, Technikern und Designern entwickelt in diesem Projekt Produkte für elektrische Rollstühle, die mit offen zugänglichen und kostengünstigen Maker-Technologien hergestellt werden können. Erste Produkte sind Beleuchtungssets und Transportanhänger.

SELFMADE: Mitten im Alltag dank inklusionsorientierter MakerSpaces
In dem Projekt sollen sich Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Makern in MakerSpaces ihre Hilfsmittel selber herstellen. Als Pilotprojekt wird im Dortmunder Büro für unterstützte Kommunikation ein inklusiver MakerSpace eingerichtet.

SLSASSIST: Eigene Rheumahilfen aus dem 3D-Drucker
An Rheuma erkrankte Menschen stellen sich ihre individuellen Hilfsmittel in hoher Qualität selber her - das ist das Ziel des Projekts. Dafür werden Laser-3D-Drucker genutzt. Die Betroffenen lernen dabei unter Anleitung im FabLab, wie sie ihre persönlichen Hilfsmittel designen und ausdrucken.

VRread: Individuelle Lesehilfe aus dem 3D-Drucker
Hier wird das Smartphone zur individuellen Lesehilfe. Dafür kommt das Mobiltelefon - wie bei einer VR-Brille - in eine personalisierte 3D-gedruckte Halterung. Begleitend dazu wird eine mit Kopfbewegungen steuerbare Lese-App für digitale Dokumente entwickelt.

Haptivest: Fühlend sehen
Die Haptivest ist ein breiter Gürtel für sehbeeinträchtigte Menschen, in dem eine Kamera und eine Matrix aus über Einhundert kleinen Vibrationsmotoren eingebaut ist. Diese Pixel-Motoren bilden Objekte, die sich vor dem Träger oder der Trägerin befinden, als Vibrationsmuster auf dem Körper ab.

Weitere Informationen:
- http://www.photonikforschung.de Weitere Informationen zu Light Cares und den Projekten

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 964115
 449

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Hilfsmittel mit 3D-Drucker, Lasercutter & Co. selber machen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von VDI Technologiezentrum GmbH

Bild: Plätze sichern für die Bild: Plätze sichern für die
Plätze sichern für die
Als verhältnismäßig neues Gebiet der Physik und Technik befindet sich die Quantentechnologie derzeit auf dem Vormarsch. Technologien, die gezielt Quanteneffekte ausnutzen – sogenannte Quantentechnologien – finden bereits heute vielfach Anwendung, beispielsweise in Bereichen wie der Halbleitertechnologie, der Magnetresonanztomografie oder der Lasertechnologie. Vom 18. bis 23. März 2018 lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 30 Studierende zur nach Stuttgart und Ulm. Bewerbungen für die kostenfreie Akademie sind noch bis zu…
Bild: Querdenker gesucht für den Bild: Querdenker gesucht für den
Querdenker gesucht für den
Die Quantentechnologie befindet sich als verhältnismäßig neues Gebiet der Physik und Technik auf dem Vormarsch. Technologien, die gezielt Quanteneffekte ausnutzen, sogenannte Quantentechnologien, finden bereits heute vielfach Anwendung, beispielsweise in Bereichen wie der Halbleitertechnologie, der Magnetresonanztomografie oder der Lasertechnologie. Am 22. März 2018 verleiht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in Stuttgart mit geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Industrie …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Demokratische Hightech-Werkstätten - FabLab München e.V. erhält sein „drittes Herz“Bild: Demokratische Hightech-Werkstätten - FabLab München e.V. erhält sein „drittes Herz“
Demokratische Hightech-Werkstätten - FabLab München e.V. erhält sein „drittes Herz“
… e.V. startet am 2. Mai 2011 im Stadtteil Neuhausen. Zur Eröffnung komplettiert die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis die Grundausstattung des Vereins mit einem Lasercutter. Dinge des täglichen Bedarfs nicht im Laden kaufen, sondern computergestützt selbst entwerfen und dreidimensional ausdrucken – das klingt nach Science Fiction, ist es …
Bild: Erfolgreicher Hochschultag bei der Wormser Gründungswoche 2025 Bild: Erfolgreicher Hochschultag bei der Wormser Gründungswoche 2025
Erfolgreicher Hochschultag bei der Wormser Gründungswoche 2025
… Workshop „Von der Idee zur Form“ unter der Leitung von Christian Hösl-Christahl im DesignLab der Hochschule Worms. Teilnehmende konnten eigene Projekte mit dem Lasercutter umsetzen – ganz ohne handwerkliche Vorkenntnisse.Anschließend boten Miniworkshops zur Business Model Canvas praktische Einblicke: Unter Anleitung von Prof. Michael Graef und Marcel …
„Das sieht schon spektakulär aus…“
„Das sieht schon spektakulär aus…“
In der Zentralstelle der Stadtbibliothek Köln stand im Oktober moderne Technik zum Ausprobieren – ein Lasercutter von cameo Laser. Mit ihm wurden Ideen von Alt und Jung zum fertigen Produkt. Was beim MINT-Festival Köln nicht fehlen darf? „Ein Lasercutter, das hat uns die Erfahrung auch diesmal gezeigt“, sagt rückblickend Christian Rall von der Fachstelle …
Bild: BetaPrusa V2 3D Drucker und WorkshopsBild: BetaPrusa V2 3D Drucker und Workshops
BetaPrusa V2 3D Drucker und Workshops
… ein 3-Dimensionales Objekt aufgebaut. Die damit verbundenen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, da diese "additive Fertigungstechnik" keinen Abfall erzeugt, wie z.B. eine Fäse oder ein Lasercutter, sondern genau die Menge an Material verwendet, die für das Werkstück benötigt wird. Hiermit lassen sich z.B. Hohlräume in einer Weise gestalten, die keine …
Bild: eurocom wächst und verstärkt VorstandBild: eurocom wächst und verstärkt Vorstand
eurocom wächst und verstärkt Vorstand
Düren, 11. Juni 2010. Die Mitglieder der eurocom e. V., der europäischen Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel, bestätigten auf ihrer Mitgliederversammlung am 9. Juni 2010 in Nürnberg den Vorsitzenden Professor Hans B. Bauerfeind (Vorsitzender des Vorstands der Bauerfeind AG, Zeulenroda) für weitere drei Jahre im …
Bild: Mr Beam Lasers erhält Wachstumskapital im siebenstelligen BereichBild: Mr Beam Lasers erhält Wachstumskapital im siebenstelligen Bereich
Mr Beam Lasers erhält Wachstumskapital im siebenstelligen Bereich
… Mr Beam Lasers GmbH mit Sitz in München hat eine Series A-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen ist ein Pionier im Bereich der Desktop-Lasercutter. Mit der siebenstelligen Finanzierungsrunde wird Wachstumskapital für den Ausbau von Produktionskapazität und der Expansion innerhalb der DACH-Region aufgenommen. Zudem soll die smarte Software …
Bild: Hilfsmittelversorgung: Qualität vor PreisBild: Hilfsmittelversorgung: Qualität vor Preis
Hilfsmittelversorgung: Qualität vor Preis
eurocom e.V. plädiert für patientengerechte Hilfsmittelversorgung Düren, 02. September 2015. Erhalten Patienten das für die Behandlung ihrer Erkrankung erforderliche Hilfsmittel nicht oder wird ihnen eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung verwehrt, kann das fatale Konsequenzen haben. Von mangelnder Compliance im Falle schlecht sitzender Hilfsmittel …
Bild: Hilfsmittel helfen Folgekosten zu senkenBild: Hilfsmittel helfen Folgekosten zu senken
Hilfsmittel helfen Folgekosten zu senken
eurocom e.V. kommentiert aktuellen BARMER GEK Heil- und Hilfsmittelreport Düren, 15.10.2015. In ihrem aktuellen Heil- und Hilfsmittelreport konstatiert die BARMER GEK, dass die Kosten für Hilfsmittel im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 % angestiegen seien. Als Ursachen für diesen Trend gibt die BARMER GEK an, dass einerseits die Anzahl …
Bild: Faltschachtel Druck der Extraklasse: Onlinedruckerei investiert in neue MaschinenBild: Faltschachtel Druck der Extraklasse: Onlinedruckerei investiert in neue Maschinen
Faltschachtel Druck der Extraklasse: Onlinedruckerei investiert in neue Maschinen
… anstatt diese auf klassische Art und Weise auszustanzen."Eine kleine Innovation gibt es dann doch: herkömmliche und häufig von anderen Verpackungsproduzenten eingesetzte Lasercutter hinterlassen nach dem Schneiden auf Grund der Hitzeentwicklung braune Verbrennungsreste an den Schneidekanten. Dies sieht nicht nur unschön, sondern auch unprofessionell …
Bild: Weniger kaufen: selber machen! - Der Verbund Offener Werkstätten auf der GoodGoods-Messe in HamburgBild: Weniger kaufen: selber machen! - Der Verbund Offener Werkstätten auf der GoodGoods-Messe in Hamburg
Weniger kaufen: selber machen! - Der Verbund Offener Werkstätten auf der GoodGoods-Messe in Hamburg
… aus Restmaterialien nähen, Lampen aus gebrauchten Materialien bauen, im FabLab Objekte am Rechner entwerfen und an 3D-Druckern ausdrucken oder diverse Materialien mit dem Lasercutter bearbeiten, Arduino löten, Buttons selber machen, Schmuck herstellen, malen, zeichnen, basteln, experimentieren … und noch viel mehr. Aktuelle News und Livestream ab 27. …
Sie lesen gerade: Hilfsmittel mit 3D-Drucker, Lasercutter & Co. selber machen