openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Vertrauen in Europa stärken

16.08.201717:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Vertrauen in Europa stärken
Ariadna Ripoll Servent forscht zur demokratischen Legitimität in der EU. (Foto: Universität Bamberg)
Ariadna Ripoll Servent forscht zur demokratischen Legitimität in der EU. (Foto: Universität Bamberg)

(openPR) Politikwissenschaftlerin Ariadna Ripoll Servent über Entscheidungsprozesse in der Europäischen Union

---
Europa erforschen – insbesondere die Aspekte „europäische Integration“, „Innen- und Sicherheitspolitik“ und „Entscheidungsprozesse der EU-Institutionen“ – das hat sich Prof. Dr. Ariadna Ripoll Servent, Inhaberin der Juniorprofessur für Politikwissenschaften, insbesondere europäische Integration, an der Universität Bamberg, zur Aufgabe gemacht. Mit Hilfe von Interviews, dokumentarischen Analysen und Beobachtungen geht sie den politischen Prozessen innerhalb der EU auf den Grund, identifiziert Akteure und macht mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen unter anderem auf fehlende Transparenz in Entscheidungsprozessen aufmerksam.



In ihrem aktuellen Forschungsprojekt „Demokratische Legitimität in der EU: Die ‚Blackbox‘ der informellen Triloge“ untersucht sie gemeinsam mit niederländischen, dänischen und schottischen Kolleginnen und Kollegen, wie Verhandlungen in den informellen Treffen zwischen Europäischer Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament ablaufen und wie in diesen sogenannten Trilogen Entscheidungen zustande kommen. Beinahe die gesamte EU-Gesetzgebung wird auf diese Weise hinter verschlossenen Türen vorab besprochen. Erst nach dieser internen Einigung werden die Themen in öffentlicher Sitzung zur Zustimmung vorgelegt.

„Diese Art Entscheidungen zu treffen ist zwar äußerst effizient, da die verschiedenen Mitgliedsstaaten, Parteien und nationalen Interessen innerhalb der EU Verhandlungen und Konsensfindung sehr komplex machen. Da dabei jedoch die offene Debattenkultur verloren geht, entstehen in der Öffentlichkeit Zweifel, ob diese Prozesse aufgrund der mangelnden Transparenz überhaupt demokratisch sind“, erklärt Ariadna Ripoll Servent. Gerade Europaskeptiker sind selten Teil dieser Triloge, in denen vorrangig europaunterstützende Parteien zu Wort kommen, so eines der Ergebnisse des Projekts. „Durch Forschungserkenntnisse wie diese können wir auf Intransparenz und Unausgeglichenheit in den Entscheidungsprozessen aufmerksam machen“, so die Europaforscherin.

Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl am 24. September wünscht sich Ariadna Ripoll Servent von Seiten der Politiker ein klares Bekenntnis zum europäischen Bündnis und entsprechend bestärkende Impulse: „Viele Menschen haben den Glauben an die EU verloren, und es braucht Mut und Vertrauen, um gemeinsam Probleme anzugehen und Lösungen zu finden.“ Themen wie Migration, Terrorismus oder Datenschutz seien Problemfelder, die alle EU-Länder betreffen und die eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene brauchen. Dazu müssten die Mitgliedsstaaten der EU jedoch mehr Macht zubilligen und sich vor allem auf verbindliche Kooperationen einlassen. Der Politikwissenschaftlerin ist bewusst, dass diese Schritte eine große Herausforderung darstellen. Doch langfristig können davon alle Beteiligten profitieren: „Vertrauen lässt sich nicht nur durch transparentere Entscheidungsprozesse wiedergewinnen, sondern auch durch die Erfahrung, dass eine gemeinschaftliche Lösung für jedes Land Vorteile bringt.“

Weitere Einblicke in ihre Arbeit gibt die Europaforscherin in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins uni.vers der Universität Bamberg: www.uni-bamberg.de/univers-forschung

Weitere Informationen für Medienvertreterinnen und -vertreter:

Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
Prof. Dr. Ariadna Ripoll Servent
Juniorprofessur für Politikwissenschaften, insbesondere europäische Integration
Tel.: 0951/863-2425 od. -2469 (Sekr.)
E-Mail

Medienkontakt:
Tanja Eisenach
Pressereferentin/Leitung Pressestelle
Tel.: 0951/863-1023
E-Mail

Weitere Informationen:
- http://www.uni-bamberg.de/univers-forschung (Die aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins uni.vers der Universität Bamberg)

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 963847
 487

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Vertrauen in Europa stärken“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Bild: Was Judaistik und Lady Gaga gemeinsam habenBild: Was Judaistik und Lady Gaga gemeinsam haben
Was Judaistik und Lady Gaga gemeinsam haben
Religionswissenschaftlerin Johanna Stiebert erforscht Symbole im Alten Testament --- Die Bibel scheint für viele ein verstaubtes, in Vergessenheit geratenes Werk zu sein. Doch biblische Symbole wie Adam und Eva, Paradiesgarten oder Dornenkrone lassen sich nicht nur in Musikvideos von Künstlerinnen und Künstlern wie Lady Gaga, Michael Jackson oder Kanye West finden, auch die Werbung greift auf sie zurück. Nach wie vor sind diese Symbole in den Köpfen der Menschen verankert. Prof. Dr. Johanna Stiebert von der englischen University of Leeds ist…
Bild: Schienenverkehr und soziale NetzwerkeBild: Schienenverkehr und soziale Netzwerke
Schienenverkehr und soziale Netzwerke
Politologe Lasse Gerrits erforscht das Störungsmanagement der Deutschen Bahn im internationalen Vergleich --- Die Deutsche Bahn spricht vom größten Fahrplanwechsel in ihrer Geschichte: Seit dem 10. Dezember 2017 ist das letzte Teilstück der neuen Schnellfahrstrecke Berlin-München befahrbar – und ein ICE hatte bereits am ersten regulären Betriebstag etwa 20 Minuten Verspätung. Andererseits kommen Züge oft auf die Minute pünktlich. „Das deutsche Schienennetz ist äußerst komplex. Da grenzt es schon an ein Wunder, dass es überhaupt funktioniert“…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Vielfalt in Europa: Wert, Werte, weltweites Vorbild - heute wichtiger denn jeBild: Vielfalt in Europa: Wert, Werte, weltweites Vorbild - heute wichtiger denn je
Vielfalt in Europa: Wert, Werte, weltweites Vorbild - heute wichtiger denn je
… Antworten auf Polarisierung – sowie konkrete Mechanismen zur Einbeziehung.Wirtschaft als Werteakteur Auch Unternehmen sind gefragt: Wenn Europas Wirtschaftsmotor weiterhin weltweit Vertrauen, Innovation und ausgewogene Partnerschaften generieren soll, muss er Vielfalt aktiv fördern und fordern. Europas Unternehmen positionieren sich zunehmend als gesellschaftliche …
Bild: Weltkrise: Politiker sind hilflos und die Spekulanten spielen verrücktBild: Weltkrise: Politiker sind hilflos und die Spekulanten spielen verrückt
Weltkrise: Politiker sind hilflos und die Spekulanten spielen verrückt
… außer Betracht gelassen. Europa wäre gut beraten, mit den Russen wieder eine Koexistenz anzustreben, die beiden Sicherheit und wirtschaftlichen Nutzen bringt. Offenbar gibt es zu viel Vertrauen zu denen, die weniger Vertrauen verdienen, und zu wenig Vertrauen zu denen, die mehr Vertrauen verdienen. Dennoch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dafür …
Bild: Canon im 9. Jahr „vertrauenswürdigste“ Kameramarke in EuropaBild: Canon im 9. Jahr „vertrauenswürdigste“ Kameramarke in Europa
Canon im 9. Jahr „vertrauenswürdigste“ Kameramarke in Europa
… Anbieter von Imaging-Lösungen, wurde 2009 zum neunten Mal in Folge bei der jährlich von Reader's Digest durchgeführten Umfrage „Most Trusted Brands Survey“ zur vertrauenswürdigsten Fotokameramarke in Europa gewählt. Im Rahmen dieser Umfrage bewerten Konsumenten europaweit die Produkte und Serviceleistungen von Markenherstellern. * Konsumenten in 13 von …
Bild: Reformen in Europa: Lieber spät als gar nicht!Bild: Reformen in Europa: Lieber spät als gar nicht!
Reformen in Europa: Lieber spät als gar nicht!
… Winfried Neun. Denn die europaweite Schuldenbremse - falls diese überhaupt eingehalten wird - therapiert nur Symptome - sie führt nicht zu dem dringend benötigten Vertrauen und einer wirtschaftlichen Konsolidierung, ist Neun überzeugt. Und diese ist nur zu erreichen, wenn grundlegende Änderungen im wirtschaftlichen und auch im politischen Handeln ganzer …
Bild: Organspenden: Skandal in Deutschland - was gilt in Europa?Bild: Organspenden: Skandal in Deutschland - was gilt in Europa?
Organspenden: Skandal in Deutschland - was gilt in Europa?
… abgelehnte Organe oder um solche, die binnen kurzer Zeit unbrauchbar würden. Diese können dann regional vergeben oder gegebenenfalls in der Entnahmeklinik selbst genutzt werden. Das Vertrauen vieler Bürger in Deutschland scheint nachhaltig erschüttert. Dabei ist es gerade das Vertrauen, das gebraucht wird, um mehr Bürger dazu zu bewegen, ihre Organe …
Europa zukunftsfähig gestalten
Europa zukunftsfähig gestalten
… verbraucherfreundliches Europa ein. Die Verbraucher sollen beim grenzüberschreitenden Einkauf, bei Bankgeschäften oder bei Reisen in die Regelungen der Märkte und die Wirtschaft vertrauen können. Wir wollen einen transparenten Binnenmarkt, auf dem sichere und gute Produkte zu fairen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt und angeboten werden. Wir …
Sparda-Bank Hamburg mit fast 20.000 neuen Kunden
Sparda-Bank Hamburg mit fast 20.000 neuen Kunden
Sparda-Banken im 13. Jahr in Folge Deutschlands Nr. 1 bei der Kunden-Zufriedenheit und erstmals Nr. 2 in Europa in punkto Kunden-Vertrauen Hamburg 19. Oktober 2005 – Die Sparda-Bank Hamburg hat im laufenden Geschäftsjahr 2005 schon fast 20.000 neue Kunden (Vorjahreszeitraum rund 16.000 Kunden) gewonnen und setzt damit ihre dynamische Geschäftsentwicklung …
Bild: Neuer Essayband setzt sich mit dem Europabild der Deutschen auseinanderBild: Neuer Essayband setzt sich mit dem Europabild der Deutschen auseinander
Neuer Essayband setzt sich mit dem Europabild der Deutschen auseinander
… die wirtschaftlichen und die rechtlichen Schwierigkeiten, in Deutschland wieder zu einer positiven Besetzung Europas zurückzufinden, die durch die Erweiterung und die Euro-Krise das Vertrauen der Deutschen in Europa erschüttert – und umgekehrt das Deutschlandbild in Europa verändert hat. Herausgegeben wird dieser Essayband von Ulrike Guérot, Leiterin …
Ungebrochenes Vertrauen: Europa-Domain auf Höhenflug
Ungebrochenes Vertrauen: Europa-Domain auf Höhenflug
Ungebrochenes Vertrauen: Europa-Domain auf Höhenflug Köln, 5. November 2012. Während sich allerorts zweifelnde Stimmen an Europa mehren, eilt die „Europa-Domain“ .eu von einem Etappensieg zum nächsten. Kaum eine andere Top Level Domain steht momentan so sehr in der Gunst von Unternehmen. Der Preisausreißer nicht berücksichtigende „Median“ stieg von 794 …
Transparenz und Demokratie statt Marionettenpolitik
Transparenz und Demokratie statt Marionettenpolitik
… der niederländischen Ratspräsidentschaft beschlossen werden. Dazu erklärt Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe: Diese Vorgehensweise ist undemokratisch und wenig geeignet, das Vertrauen in Europa zu stärken. Softwarepatente sind ein heftig diskutiertes Thema und die anstehende Entscheidung wird wesentlich sein für die Zukunft Europas …
Sie lesen gerade: Vertrauen in Europa stärken