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Bye bye Elfenbeinturm – Hello offene Wissenschaft

15.08.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Bye bye Elfenbeinturm – Hello offene Wissenschaft
Wie hier beim Bürgerforum des KIT zum Forschungsprojekt „Quartier Zukunft“ soll „Open Science“ die Akzeptanz von Forschung bei den Bürgern erhöhen. ( (Bild: KIT))
Wie hier beim Bürgerforum des KIT zum Forschungsprojekt „Quartier Zukunft“ soll „Open Science“ die Akzeptanz von Forschung bei den Bürgern erhöhen. ( (Bild: KIT))

(openPR) „Open Science“ soll Wissenschaft transparenter und demokratischer machen und Forschenden neue Perspektiven eröffnen. Was genau sich hinter dem Schlagwort der „Offenen Wissenschaft“ verbirgt und ob die enormen Erwartungen realistisch sind, haben Experten für Technikfolgenabschätzung des Karlsruher Instituts für Technologie und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersucht. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Fachzeitschirft TATuP – Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis veröffentlicht.



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„Open Science“ soll Wissenschaft transparenter und demokratischer machen und Forschenden neue Perspektiven eröffnen. Was genau sich hinter dem Schlagwort der „Offenen Wissenschaft“ verbirgt und ob die enormen Erwartungen realistisch sind, haben Experten für Technikfolgenabschätzung des Karlsruher Instituts für Technologie und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersucht. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Fachzeitschirft TATuP – Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis veröffentlicht.

„In Zeiten von Fake News, Klimaleugnern und Impfgegnern steht die Wissenschaft zunehmend unter Druck“, stellt Ulrich Riehm vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT fest. „Es ist gut vorstellbar, dass eine breitere Verfügbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse und eine engere Zusammenarbeit von Forschern und Bürgern dabei helfen, die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und damit auch ihre Legitimation zu verbessern“.

Die Europäische Union und andere Akteure versprächen sich von der Idee der Open Science nicht weniger als eine große Transformation der Wissenschaft und eine gänzlich neue Art wissenschaftlichen Arbeitens, so Riehm weiter. Digitale Kommunikationstechnologien machen es möglich. Weitestgehend offen sei hingegen, wodurch genau sich eine offene Wissenschaft künftig auszeichnen solle. Gemeinsam mit Michael Nentwich, Leiter des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, unterscheidet er verschiedene Dimensionen von Open Science: Angefangen beim kostenfreien Zugang zu wissen-schaftlichen Publikationen und Forschungsdaten unter dem Stichwort Open Access, über die gemeinschaftliche Wissensproduktion – das heißt die Zusammenarbeit auf Plattformen wie Wikipedia – bis hin zur Öffnung des Wissenschaftssystems durch eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.

Es gibt viele mitunter stark divergierende Vorstellungen davon, was unter einer offenen Wissenschaft zu verstehen ist und wie sie sich entwickeln könnte. Positiven Folgen, wie einer Erhöhung der Glaub-würdigkeit von Forschung, könnten auch unerwünschte Effekte ge-genüberstehen, etwa eine Beschneidung wissenschaftlicher Freihei-ten. Die beiden Forscher warnen deshalb davor, mögliche uner-wünschte Effekte aus dem Auge zu verlieren. „Man muss sich bewusst sein, dass eine größere Transparenz wissenschaftlicher Praxis ab einem gewissen Punkt auch in Überwachung umschlagen kann“, so Michael Nentwich. Es habe sich auch noch kein Finanzie-rungsmodell etabliert, das die qualitätsgeprüfte Erstellung wissen-schaftlicher Publikationen, deren Verbreitung und langfristige Archi-vierung garantiere, wenn sämtliche Inhalte kostenlos gelesen und weiterverbreitet werden können. Auch wie eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit an Forschungsprojekten in der Praxis organisiert werden kann, wirft etwa Fragen der Qualitätssicherung auf.

Aus der Perspektive der Technikfolgenabschätzung sind so ganz unterschiedliche Szenarien denkbar, in welcher Weise die Potenzia-le von Open Science künftig genützt werden. „Es ist gut möglich, dass Open Science sich zu einem neuen Typus von Wissenschaft entwickelt, der neben der herkömmlichen wissenschaftlichen Praxis existiert“, resümiert Ulrich Riehm. „Das Konzept der Offenen Wis-senschaft habe aber durchaus das Potenzial, unser über Jahrhun-derte gewachsenes Wissenschaftssystem nachhaltig und unum-kehrbar zu verändern.“ Entscheidend sei, dass sich Forschung und Gesellschaft schon heute mit möglichen Konsequenzen auseinan-dersetzen.

Neu gestaltete Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung

Der Artikel „Open Science zwischen Hype und Disruption“ (U. Riehm und M. Nentwich) und weitere Arbeiten zum Thema sind in der Aus-gabe 1-2/2017 von „TATuP – Zeitschrift für Technikfolgenabschät-zung in Theorie und Praxis“ erschienen. Das vom ITAS herausge-gebene Journal versteht sich als zentrales Publikationsorgan für das interdisziplinäre Feld der Technikfolgenabschätzung. Mit wissen-schaftlichen Artikeln, Rezensionen und Interviews richtet sich die Zeitschrift gleichermaßen an Wissenschaft und interessierte Öffent-lichkeit. Seit diesem Sommer erscheint das Journal mit neuer Ge-staltung und inhaltlich überarbeitet als Open-Access-Zeitschrift im Münchner oekom verlag. Alle Texte stehen auf www.tatup.de zum Download zur Verfügung.

Bildunterschrift: Bild 1: Wie hier beim Bürgerforum des KIT zum Forschungsprojekt „Quartier Zukunft“ soll „Open Science“ die Akzeptanz von Forschung bei den Bürgern erhöhen. (Bild: KIT)
Bild 2: Aktuelle Ausgabe von TATuP zum Thema Open Science

Weiterer Kontakt:

Dr. Felix Mescoli, Pressereferent, Tel.: +49 721 608 48120, Fax: +49 721 608 43658, E-Mail: E-Mail

Jonas Moosmüller, TAS-Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: +49 721 608-26796, Mail: E-Mail

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

Das KIT ist seit 2010 als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu

Quelle: idw

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