openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Test bestanden: TUHH und Airbus bringen Aerographit in den Weltraum

07.08.201713:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Ein leichter Schritt: Das Institut für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe der Technischen Universität Hamburg (TUHH) testete mit Airbus den von ihm entdeckten Werkstoff Aerographit erstmals für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt. Mit einem von der Europäischen Weltraumorganisation ESA zertifizierten Versuchsstand wurde ein erster Vibrationstest erfolgreich für die Qualifikation als Luft- und Raumfahrtwerkstoff durchgeführt. Damit ist ein wichtiger zukünftiger Technologiebereich erschlossen worden.



---
Aerographit weist einzigartige Eigenschaften auf: Es ist pechschwarz, stabil, elektrisch leitfähig, verformbar und undurchsichtig. Darüber hinaus weist der extrem leichte Kohlenstoffschaum eine geringe Dichte von 0,2 Milligramm pro Kubikzentimeter auf und ist damit 75-mal leichter als Styropor. Und es hält trotzdem viel aus: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUHH und von Airbus prüften nun mit dem Vibrationstest, dem sogenannten Shaker-Test, wie sich der Werkstoff bei extremen Belastungen verhält. Dabei wurde ein Raketenstart simuliert. Der Test stellte einen schnellen experimentellen Ansatz dar, um Werkstoffe der Luft- und Raumfahrt breitbandig auf ihre mechanische Belastbarkeit gegenüber mechanischen Schwingungen und Schocklasten zu testen. „Dieser erfolgreiche Versuch war der erste Schritt für den Einsatz des Aerographits in der Luft- und Raumfahrt. Nun können wir mit der Forschung für unterschiedlichste Anwendungen beginnen“, freuen sich Professor Bodo Fiedler, Leiter des TUHH-Instituts für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe und sein Mitarbeiter Hubert Beisch. Dem schließt sich Detlev Konigorski, Entwickler bei Airbus an: „Wir müssen das Aerographit auf Prototypen testen“. So soll ein erster Test auf dem unbemannten Flugzeug Thor (Test of High-tech Objectives in Reality) durchgeführt werden. Dieses im Jahr 2016 von Airbus vorgestellte Fluggerät wird fast vollständig in einem 3D-Drucker hergestellt und dient zur Erprobung neuartiger Technologien – speziell solcher, die aufgrund fehlender praktischer Erfahrungen noch mit Risiko behaftet sind.

Der Werkstoff Aerographit
Aerographit wurde 2012 von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom TUHH-Institut für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) entdeckt. Sie entwickelten einen neuartigen, ultraleichten Werkstoff mit tetrapodischer Morphologie, der mit seiner hohen elektrischen und thermischen Leitfähigkeit einen Durchbruch in der Werkstoffentwicklung von hochporösen Kohlenstoffschwämmen darstellt.

Die Forschungsergebnisse wurden im Juli 2012 in der Fachzeitschrift „Advanced Materials“ veröffentlicht.

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 962420
 387

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Test bestanden: TUHH und Airbus bringen Aerographit in den Weltraum“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Technische Universität Hamburg-Harburg

Kooperative Promotion: TUHH und HAW Hamburg vereinbaren Zusammenarbeit
Kooperative Promotion: TUHH und HAW Hamburg vereinbaren Zusammenarbeit
Herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der HAW Hamburg können künftig in einem gemeinsamen Verfahren an der TU Hamburg promoviert werden. Das sieht ein Kooperationsvertrag vor, den die Präsidenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) heute unterzeichnet haben. --- Das Abkommen legt den Rahmen für die sogenannten kooperativen Promotionen fest – und regelt unter anderem die Zusammenarbeit der gleichberechtigt betreuenden Professorinne…
Auszeichnung „Unseren Hochschulen“ : Robert Seifried und Timo Reis bringen Mathe auf die Straße
Auszeichnung „Unseren Hochschulen“ : Robert Seifried und Timo Reis bringen Mathe auf die Straße
Für ihr Projekt „Formulas and Vehicles – Die Mathematik und Mechanik des autonomen Fahrens“ erhalten Prof. Dr.-Ing. Robert Seifried von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und Prof. Dr. Timo Reis von der Universität Hamburg eine Förderung im Rahmen des Wettbewerbs „Unseren Hochschulen“ der Claussen-Simon-Stiftung. --- Am 30. November 2017 zeichnete die Claussen-Simon-Stiftung die Gewinnerinnen und Gewinner in den Wettbewerben „Unseren Schulen“ und „Unseren Hochschulen“ mit insgesamt 435.000 Euro aus. Aus jeweils zehn eingereichten Pro…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Hochtechnologien, Logistiklösungen 4.0 und angewandte MaterialforschungBild: Hochtechnologien, Logistiklösungen 4.0 und angewandte Materialforschung
Hochtechnologien, Logistiklösungen 4.0 und angewandte Materialforschung
… Abschluss der Tour bildet Airbus Defence and Space. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen das Robotiklabor, in dem innovative autonome Steuerungs- und Robotiksysteme für Weltraum, Erde oder Tiefsee entwickelt werden. Zudem erhalten sie Einblicke in die Airbus Defence and Space Integrationsräume und besichtigen ein Modell der internationalen Raumstation …
Neuer Präsident der Technischen Universität Hamburg gewählt
Neuer Präsident der Technischen Universität Hamburg gewählt
Der Akademische Senat der Technischen Universität Hamburg (TUHH) wählte Prof. Dr. Hendrik (Ed) Brinksma von der Universität Twente (UT) zum neuen Präsidenten der TUHH. Der Hochschulrat bestätigte die Wahl. Der Amtsantritt ist für das 1. Quartal 2018 geplant. --- Der Hochschulratsvorsitzende Walter Conrads gratuliert dem designierten Präsidenten: „Wir …
Bild: Faltbar wie ein Akkordeon: Internationales Forschungsteam biegt einzelne NanostrukturenBild: Faltbar wie ein Akkordeon: Internationales Forschungsteam biegt einzelne Nanostrukturen
Faltbar wie ein Akkordeon: Internationales Forschungsteam biegt einzelne Nanostrukturen
Seitdem eine Forschungsgruppe der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg vor einigen Jahren Aerographit, eines der leichtesten Materialien der Welt, entwickelt hat, erforscht sie es permanent weiter. Seine komplexe Tetrapoden-Struktur verschafft dem auf Kohlenstoff basierenden 3D-Material einzigartige …
Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
… und Forschung. Ziel ist es, Studierenden Flugverfahren anhand verschiedener Navigationssysteme und Instrumente an Bord zu vermitteln. --- Der Simulator ist dem Cockpit einer Airbus A320 nachempfunden und dient im Rahmen der Lehrveranstaltung "Einführung in die Flugführung" an der TUHH zur praktischen Vermittlung von Flugbetriebs- und Flugführungsverfahren. …
Bild: Ex-Bahnchef Rüdiger Grube ist Ehrenprofessor der TUHHBild: Ex-Bahnchef Rüdiger Grube ist Ehrenprofessor der TUHH
Ex-Bahnchef Rüdiger Grube ist Ehrenprofessor der TUHH
… damalige Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH ein, der späteren Daimler-Benz Aerospace AG (DASA). 1990 wurde er Leiter des Büros des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Airbus GmbH. 1992 war er verantwortlich für den Luft- und Raumfahrtstandort München-Ottobrunn und wurde 1995 zum Direktor Unternehmensplanung und Technologie der DASA berufen. 1996 …
Uni Kiel macht auf der Hannover Messe Druck
Uni Kiel macht auf der Hannover Messe Druck
… dass die Druckluft direkt im Kolben erzeugt wird, und zwar ganz einfach durch Anlegen einer Spannung. Die Basis dafür bildet ein spezielles Nanomaterial namens Aerographit. Es besteht aus extrem dünnen Kohlenstoff-Verstrebungen, die große Hohlräume aus Luft umschließen. „Die Streben sind dabei jeweils nur wenige hundert Atomlagen dick“, betont Adelung, …
Bild: Der DLRK 2018: Die Kommerzialisierung der RaumfahrtBild: Der DLRK 2018: Die Kommerzialisierung der Raumfahrt
Der DLRK 2018: Die Kommerzialisierung der Raumfahrt
Unter dem Schlagwort „NewSpace“ strömen immer mehr kommerziell geprägte Geschäftsmodelle auf den Raumfahrtmarkt. Private Unternehmer wie SpaceX-Gründer Elon Musk wollen den Weltraum mit neuen Technologien erobern und sind dabei erfolgreich. Für die internationale Raumfahrt ergeben sich durch die neuen Akteure Herausforderungen aber auch Chancen, den …
Bild: Kompaktes Weltraum-Spektrometer für die nachhaltige LandwirtschaftBild: Kompaktes Weltraum-Spektrometer für die nachhaltige Landwirtschaft
Kompaktes Weltraum-Spektrometer für die nachhaltige Landwirtschaft
… entwickelt, mit dem das Konzept eines Spektrometer-on-Chip demonstriert werden kann. Die kompakte Technologie ermöglicht präzise Analysen von Pflanzen- und Bodenbeschaffenheit aus dem Weltraum. Das neu entwickelte System ist für die Kleinserienfertigung konzipiert und erreicht eine räumliche Auflösung von unter 20 Metern im Spektralbereich zwischen 400 …
Bild: Deutsches Start-up yuri unterzeichnet Vertrag mit Sierra Space, um ScienceTaxi ins All zu bringenBild: Deutsches Start-up yuri unterzeichnet Vertrag mit Sierra Space, um ScienceTaxi ins All zu bringen
Deutsches Start-up yuri unterzeichnet Vertrag mit Sierra Space, um ScienceTaxi ins All zu bringen
… Unternehmen gemeinsam während einer Veranstaltung auf der ISS R&D Conference am 25. Juli 2022 in Washington D.C. unterzeichnet.Die erste Mission von yuris neuem Weltraum-Inkubator, ScienceTaxi, soll im Jahr 2024 an Bord eines von Sierra Space zur Verfügung gestellten Raumschiffs starten. Das ScienceTaxi ist der erste biowissenschaftliche Inkubator …
Bild: Mit FRAMOS ins All: Sunex Objektiv fliegt im Fruchtfliegen-Labor zur ISSBild: Mit FRAMOS ins All: Sunex Objektiv fliegt im Fruchtfliegen-Labor zur ISS
Mit FRAMOS ins All: Sunex Objektiv fliegt im Fruchtfliegen-Labor zur ISS
… eine Forschungsplattform für langfristige Experimente mit Fruchtfliegen im Weltall. Mit diesen Experimenten soll untersucht werden, wie sich Schwerelosigkeit und andere Aspekte der Weltraumumgebung auf die Insekten auswirken, was insbesondere in Bezug auf Krankheiten Aufschlüsse über langfristige Weltraumaufenthalte von Menschen ergeben soll. Ca. 77% …
Sie lesen gerade: Test bestanden: TUHH und Airbus bringen Aerographit in den Weltraum