(openPR) Einst ging ein Mann in die Hände klatschend durch die Straßen. Ein Passant wunderte sich und fragte: „Warum klatschen Sie denn ständig in die Hände?“ Der Mann erwiderte: „Um die Elefanten zu vertreiben.“ Der Passant verstand noch immer nicht und fragte deshalb nach: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten?“ „Richtig“, gab ihm der Mann zurück, „sehen Sie, es funktioniert.“
Diese Geschichte taucht auch in Paul Watzlawicks berühmtem Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ auf. Es handelt sich um eine fast schon klassische Parabel über Menschen, die unnütze Dinge tun und sich aber durch das Ausbleiben eines erwarteten Unglücks in ihrem absurden Handeln bestätigt fühlen.
Im Grunde kann jeder sich fragen, welche Elefanten er jagt, damit es ihm besser geht. Der Mann in der Geschichte verwendet einiges an Zeit und Energie auf sein Klatschen. Es ist zu vermuten, dass es ihm ein starkes persönliches Anliegen ist, keinen Elefanten zu begegnen. Das sinnlose Klatschen ist für ihn eine perfekte Lösung.
Ähnlich verhält es sich bei vielen Menschen, die darauf erpicht sind, möglichst in allem, was sie tun, 100%, am besten 150%, zu geben. Sie strengen sich an, sie jagen nach jedem kleinen Fehler oder auch nur der Andeutung eines Fehlers, weil sie befürchten, dass ein Unglück geschieht, wenn sie nicht ihre hohen persönlichen Standards erfüllen.
Perfektionismus ist gelernt und er bestätigt sich immer wieder selbst, wenn man mit Riesenaufwand wundervolle Erfolge erzielt. Beruhigend ist das für einen gewissen Zeitraum. Ein stressfreies und glückliches Leben aber sieht anders aus.
Wer mit dem „Klatschen“ aufhören will, braucht Folgendes:
1. Menschen, die ihm die Angst vor Fehlern nehmen
2. Mut, zu scheitern
3. Ein gereiftes Selbstwertgefühl, das unabhängig von Leistungen ist
4. Kreativität
5. Die Fähigkeit zu entspannen
Mit diesen Voraussetzungen lässt es sich gut experimentieren. Wenn der Perfektionist zum Wissenschaftler wird, traut er sich, seine Hypothesen über die Wirklichkeit zu hinterfragen. Das höchstwahrscheinliche Ergebnis wird eine Art von aufgeklärtem Perfektionismus sein.
Denn in bestimmten Situationen, bei bestimmten Aufgaben ist es tatsächlich erforderlich, möglichst alle Fehler auszuschließen. Niemand möchte beispielsweise in ein Flugzeug steigen, das nur „gut“ gewartet wurde. Hier sollte man versuchen, sein Bestes zu geben. Der Aufwand lohnt sich sozusagen. Manchmal hilft Klatschen vielleicht, um böse Geister zu vertreiben.
Bei anderen Aufgaben ist das Risiko eines gravierenden Verlustes so gering, dass man es getrost in Kauf nehmen kann. Und selbst wenn der worst case eintritt, geht die Welt nicht unter. Erfahrungsgemäß kommt es nicht dazu und das Leben ist auf einmal viel entspannter. Man hat viel mehr Zeit, für die Dinge, die einem wirklich wichtig sind. Vielleicht traut man sich ja sogar, das zu tun, wovon man immer geträumt hat…
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