(openPR) Wer kennt sie nicht die Heilsversprechungen der Trainer und Coachs. Machen Sie einen Kurs oder ein Coaching und ihr ganzes Leben wird sich verändern. Wer gerade extrem unter Stress leidet, beruflich unzufrieden ist und am Ende auch noch allein, greift gerne nach diesem magischen Strohhalm.
Und tatsächlich erscheinen die Methoden des Selbst- und Zeitmanagements, der guten Kommunikation oder der Entspannung auch hilfreich, vorausgesetzt man wendet sie konsequent an. Kaum ein Trainer und Coach wird es versäumen, explizit darauf hinzuweisen, wie wichtig das beständige Üben für den Transfer in den Alltag ist. Und Recht haben sie, die Gurus der Selbstoptimierung und des stressfreien Lebens. Würde man täglich meditieren, Ziele smart formulieren und hartnäckig verfolgen oder in Konflikten Einfühlungsvermögen und Kompromissbereitschaft zeigen, die Welt an sich, aber vor allem die eigene wäre mit großer Wahrscheinlichkeit eine bessere. Oder vielleicht doch nicht?
Die Umsetzung scheitert ja meist nicht am guten Willen, sondern ganz profan an der Zeit. Jedem Mensch steht die gleiche Zeit zur Verfügung, würde jetzt ein Zeitmanagement-Trainer sagen, es kommt auf die Prioritäten an. Wer sagt, er kann nicht, will eigentlich nicht. Ihm ist anderes wichtiger.
Wer kennt dieses Dilemma nicht aus eigener Erfahrung. Natürlich möchte man etwas gerne. Man ist auch bereit, dafür Zeit zu investieren, doch bestimmte andere Aufgaben sind einfach so fundamental, ja geradezu lebenserhaltend wichtig, dass man gar nicht weiß, wo man einsparen soll.
Die Trainer sprechen dann gerne von Selbstbetrug, mangelhaftem Selbstvertrauen und unausgecoachten Zielkonflikten. Der Betroffene, nicht selten Menschen im fortgeschrittenen Berufsalter oder alleinerziehend oder mit angeschlagener Gesundheit, weiß am Schluss nicht mehr ein noch aus und neigt zu Kurzschlussaktionen. Aber sich selbst trotz Burn-Out auch noch zu feuern, Kinder vor der WII parken oder trotz Schlafentzug ins Fitnessstudio zu gehen, ist nicht immer die Lösung, die langfristig den Stress wirklich senkt. Im Gegenteil: Falsch verstandenes Stressmanagement fördert nur noch mehr Stress.
Die Entspannungsübung verwandelt sich in eine reine Stresseinheit, zwängt man sie unter Hochdruck zwischen zwei Termine. Positives Denken führt dazu, dass man sich schlecht fühlt, weil man gar nicht so schnell nachdenken kann, wie die negativen Gedanken hochpoppen. Anstatt einfühlsam Konflikte zu lösen, schluckt man die Wut herunter und erreicht mit verkrampfter Freundlichkeitsmine doch nur, dass jedes Gespräch im Wortgefecht endet. Es gilt also auch hier die Weisheit: Gut gewollt ist schlecht gemacht. Die Stressspirale dreht sich weiter.
Vermutlich ist es nicht ganz sauber, nach all dem Stressmanagement-Bashing DIE perfekte Lösung anzubieten. Es ist aber leicht, so leicht wie „Easy Stressmanagement“, DIE ALTERNATIVE. Sie lautet: Man mache einen Kurs oder ein Coaching, erwarte nicht zu viel und genieße die Zeit wie eine Show oder einen schönen Tag mit guten Freunden in der Natur. Vertrauen auf das eigene Gefühl heißt der Schlüssel zum Glück. Das, was einem helfen kann, wird sich melden a la: „Hm, vielleicht sollte ich das einfach mal so ausprobieren. Vermutlich ist es nicht der Hit, aber es klingt doch interessant und wer weiß schon, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen….“. Das ist aber auch nur eine Idee. Es gibt womöglich noch eine ganze Reihe besserer. Aber versuchen kann man es ja mal, einfach so, ohne Druck, easy…
Der nächste Kurs in alternativem Stressmanagement nach dem „Easy-Ansatz“ findet am 13./14. Mai in Berlin Prenzlauer Berg statt. Anmeldung und Information ist über Dipl.-Psych. Thomas Lang, T. 030 41935225, www.innerestaerke.com , möglich.











