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5. Chinesisches Filmfest München

09.05.201717:31 UhrKunst & Kultur
Bild: 5. Chinesisches Filmfest München
Die erfolgreich Komödie
Die erfolgreich Komödie "The Mermaid" (2016) beschäftigt sich mit dem wichtigen Thema Umweltschutz.

(openPR) -Chinesische Filmkultur in Originalversion mit Untertiteln
-12. bis 17. Juni 2017 im Gasteig München
-Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek

(München, 08.05. 2017) Das 5. Chinesische Filmfest München wird am 12. Juni 2017 im Gasteig eröffnet und zeigt bis zum 17. Juni aktuelle chinesische Blockbuster verschiedener Genres, Dokumentarfilme und auch Stummfilme und Klassiker des chinesischen Kinos. Partner des Filmfests ist die Münchner Stadtbibliothek.



Um dem Münchner Publikum populäre chinesische Filme näher zu bringen, veranstaltete das Konfuzius-Institut München von 2013 bis 2015 zusammen mit dem Institut für Sinologie der LMU München dreimal die „Münchner China Filmtage“ im Monopol-Kino. Seit 2016 hat das Festival unter der Leitung des Konfuzius-Instituts als „Chinesisches Filmfest München“ im Gasteig ein zu Hause gefunden.

Im Hauptprogramm des Festivals 2017 laufen zehn erfolgreiche chinesische Filmproduktionen aus den Jahren 2012 bis 2016, alle in der Originalversion mit Untertiteln. Die Filme repräsentieren unterschiedliche Genres und Stile zeigen einen Querschnitt durch die chinesische Kinolandschaft. Themen wie gesellschaftlicher Wandel (Song Of The Phoenix, I Am Not Madame Bovary), Umwelt (The Mermaid) und die Reflektion geschichtlicher Ereignisse (Back To 1942, The Wasted Times) finden sich in vielen Werken der chinesischen Filmemacher wieder. Neu im Festivalportfolio sind die Segmente Dokumentarfilm in Kooperation mit dem Festival Écrans de Chine (Paris) und Klassiker des chinesischen Kinos. Ein kostenloses Rahmen- und Kulturprogramm mit Ausstellungen, Filmgesprächen und Mitmachangeboten richtet sich an alle Gasteigbesucher. Der Kartenvorverkauf beginnt am 12. Mai.

Die kleine Meerjungfrau auf Chinesisch

Vom erfolgreichen Regisseur FENG Xiaogang (Das Bankett) laufen zwei Filme im Programm: Das Kriegsdrama „Back To 1942“ (2012) mit Oscargewinner Adrien Brody in der Rolle eines amerikanischen Journalisten, der Zeuge einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der chinesischen Geschichte des 20ten Jahrhunderts wird. In der Literaturverfilmung „I Am Not Madame Bovary“ (??????, 2016) nach einem Roman von Bestseller-Autor LIU Zhenyun kämpft eine betrogene Frau durch alle gerichtlichen Instanzen unermüdlich für ihr Recht und Gerechtigkeit und löst damit eine überraschende Kette von Ereignissen aus. Superstar FANG Bingbing erhielt für ihre Darstellung der LI Xuelian bei den „11th Asien Film Awards“ in Hongkong den Preis als beste Schauspielerin.

Die Romanverfilmung „Someone To Talk To“ (??????, 2016) nach einem Buch des gleichen Autors ist das Regiedebut seiner Tochter LIU Yulin. Die Protagonisten des Dramas sind Bruder und Schwester, der eine unglücklich verheiratet, die andere auf der Suche nach der großen Liebe, beide mit der Sehnsucht nach echter Kommunikation. In dem poetischen Drama „Kaili Blues“ (????, 2015) des jungen Regisseurs BI Gan verschwimmen die Trennlinien zwischen Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. Die Reise des Protagonisten auf der Suche nach seinem Neffen lässt ihn in der Stadt Dangmai sein eigenes Leben reflektieren. Der Film gewann zwei Auszeichnungen beim Internationalen Filmfestival in Locarno 2015.

Der Thriller „The Wasted Times“ (? ??????, 2016) von Regisseur CHEN Er spielt im Shanghai der 30er Jahre und erzählt in wirrer Chronologie eine Geschichte von Liebe, Hass und Verrat vor dem Hintergrund des Japanisch-Chinesischen Krieges. In einer Hauptrolle überzeugt ZHANG Ziyi (The Grandmaster, Die Geisha) als Geliebte des Gangsterbosses. „Operation Mekong“ (?????, 2016) bietet erstklassiges Actionkino für alle über 16. Der Blockbuster beruht auf einer wahren Begebenheit, die 2011 als „Mekong Massaker“ Schlagzeilen machte. Der renommierte Hongkonger Regisseur Dante Lam setzt den Überfall auf zwei chinesische Frachtschiffe und die Ermittlungen gegen ein Drogenkartell bildgewaltig in Szene.

Das Element Wasser verbindet die erfolgreiche Komödie „The Mermaid“ (???, 2016) und den familientauglichen Animationsfilm „Big Fish & Begonia“ (????, 2016). Frei nach der kleinen Meerjungfrau werden die Protagonistinnen ins Reich der Menschen geschickt und verlieren dort ihr Herz. Regisseur Stephen Chow (Shaolin Soccer, Kung Fu Hustle) drehte mit „The Mermaid“ den erfolgreichsten chinesischen Film aller Zeiten. Als ein Landgewinnungsprojekt das Leben der Meeresbewohner gefährdet, wird die Meerjungfrau Shan geschickt, um den verantwortlichen Geschäftsmann LIU Xuan zu töten. Doch der Plan schlägt fehl und zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Die Einsicht, dass Profit nicht auf Kosten der Umwelt gehen darf, reflektiert ein neues Bewusstsein der chinesischen Gesellschaft. In dem von klassischer chinesischer Literatur inspirierten Animationsfilm „Big Fish & Begonia, kommt die Göttin Chun als Delfin in die Menschwelt. Sie freundet sich mit einem Fischerjungen an. Um sein Leben zu retten, geht sie einen gefährlichen Handel ein.

Zu Ehren der 2014 verstorbenen Regie-Legende WU Tianming zeigt das Festival seinen letzten Film „Song Of The Phoenix“ (????, 2013), der erst 2016 nach seinem Tod in die chinesischen Kinos kam. Der Film zeichnet das Leben eines traditionellen Musikers nach, dessen Kunst in der modernen Gesellschaft keinen Platz mehr findet. Oscargewinner Martin Scorsese sagte über seinen verstorbenen Kollegen: „Mr. Wu war ein bemerkenswerter und mutiger Mann, der es nicht nur verdient, dass man sich an ihn erinnert, sondern der auch gefeiert werden sollte als Künstler, Produzent und Studiochef; als ein Mann, der für seinen Glauben an Freiheit eingetreten ist: Freiheit des Ausdrucks und mehr Freiheit des Menschen.“

Dokumentarfilmtag mit Écrans de Chine

Während der Festivalfokus früher ausschließlich auf aktuellen Kinofilmen aus China lag, wird das Programm dieses Jahr um zwei Segmente erweitert. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Die Idee, an zwei Abenden Klassiker und Stummfilme des chinesischen Kinos kombiniert mit Filmgesprächen zu zeigen, wurde gemeinsam mit dem „China Film Archive“ in Peking entwickelt. Das Thema Dokumentarfilm brachte die Filmproduzentin Lena Karbe ins Spiel, die schon 2016 für das Chinesische Filmfest kuratorisch tätig war. Sie knüpfte Kontakte zum Festival Écrans de Chine in Paris, das seit 2011 unabhängigen Dokumentarfilmern aus China eine Plattform bietet. Ihr Wunsch, den Dokumentarfilm nach München zu bringen, geht nun am 14. Juni mit dem Dokumentarfilmtag mit Écrans de Chine in Erfüllung. Um 15 Uhr beleuchtet „Cotton“ (??, 2015, R: ZHAO Hao) Chinas mächtige Baumwollindustrie anhand persönlicher Schicksale und zeigt eine Gesellschaft, die sich dem Gesetz des Wettbewerbs unterworfen hat. In „A Young Patriot“ (????, 2016) begleitet der Filmemacher DU Haibin seinen Protagonisten während der kritischen Phase des Heranwachsens zwischen Schulabschluss und Studium. Der junge Patriot durchläuft einen Reifeprozess und wird auf schmerzhafte Art von der Realität eingeholt. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Dokumentarfilmproduktion in China“ um 19 Uhr bietet eine Diskussionsplattform mit den internationalen Gästen. Der Tag schließt mit „Blank Lands“ (?????, 2015), einem Film über den Fotografen und Pionier der visuellen Anthropologie ZHUANG Xuebei, der in den 1930er Jahren mit seiner Kamera loszog, um das unbekannte Hinterland Chinas zu erforschen.

Malerei zwischen Ost und West

Die Glashalle im 1. Obergeschoss wird während des 6-tägigen Festivals zur Ausstellungsfläche für chinesische Kunst und Kultur. Im Zentrum steht die Ausstellung „Der Duft der Farbe“ der in Bayern lebenden, chinesischen Künstlerin ZHOU Mei. Ihre Malereien orientieren sich am Stil der traditionellen chinesischen Malerei, den sie durch ihre eigene Ausdrucksform prägt. In ihren Bildern bewahrt sie ihr kulturelles Erbe und verbindet es zugleich mit den Ausdrucksformen der westlichen Malerei. Die Natur steht im Zentrum ihrer Werke. Die in Shanghai geborene Künstlerin durchlief eine künstlerische Ausbildung in ihrer Heimatstadt, bevor sie ihre Ausbildung an den Kunstakademien in Maastricht und Düsseldorf fortsetzte. Neben ihrem künstlerischen Schaffen unterrichtet Frau Zhou heute chinesische Tuschemalerei in München. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Webseite: www.chinesischesfilmfest.de

Ticketvorverkauf

Tickets ab dem 12. Mai 2017 an allen Vorverkaufsstellen von München Ticket.
www.muenchenticket.de
Tel.: 089 - 54 818181

Preise

-Spielfilme: € 9/€ 6 (ermäßigt für Schüler und Studierende)
-Dokumentarfilmtag: € 5
-Klassiker & Stummfilme: € 5

Veranstaltungsort:
Gasteig München, Rosenheimer Str. 5, 81667 München (Carl-Amery-Saal/Black Box)

Video:
The Mermaid

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