(openPR) Vom 1. bis 7. Oktober 2018 geht das Chinesische Filmfest München in die sechste Runde.
Chinesische Filmkultur bereichert einmal mehr die Kulturlandschaft der bayerischen Landeshauptstadt. Innerhalb einer Woche präsentiert das 6. Chinesische Filmfest München ein abwechslungsreiches Programm mit aktuellen populären Spielfilmen, Dokumentarfilmen, Klassikern und Vorträgen. Die Werke etablierter Regisseure und unabhängiger Filmemacher aus China eröffnen einen differenzierten Blick auf die vielen Facetten der chinesischen Gesellschaft der Gegenwart. Alle Filme werden in der chinesischen Originalfassung mit Untertiteln in deutscher oder englischer Sprache gezeigt. Das Chinesische Filmfest München findet in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek im Gasteig und im Rio Filmpalast statt. Veranstalter ist das Konfuzius-Institut München.
Eröffnet wird das Filmfest am Montag, den 1. Oktober mit „Youth”, dem neuen Film von Feng Xiaogang. Der Regie-Star blickt in diesem preisgekrönten Drama zurück in seine eigene Vergangenheit als Mitglied einer Künstlergruppe in der Volksbefreiungsarmee. Die Coming-of-Age-Geschichte erlaubt interessante Perspektiven auf die jüngere chinesische Historie. Die neueste Produktion im Programm ist ein Action-Blockbuster von Dante Lam. „Operation Red Sea” sorgte im Februar für einen Rekord an den chinesischen Kinokassen. Das Actionspektakel basiert auf der wahren Geschichte eines Schiffs der chinesischen Marine, das im Jemen-Konflikt Zivilisten aus der umkämpften Hafenstadt Aden evakuierte.
Starke Frauen im Hauptprogramm
Das Drama „Angels Wear White” von Vivian Qu handelt von Missbrauch und der Rolle der Frau in der chinesischen Gesellschaft. Um Frauen aus drei Generationen und ihr Konzept von Liebe geht es in „Love Education” von Sylvia Chang. Auch im Fantasy-Drama „Once Upon A Time” (erscheint am 06.12. auf Blu-ray und DVD) über Loyalität, Rache und eine unsterbliche Liebe steht eine Frau, die Göttin Bai Qian, im Mittelpunkt. Eine Frau hilft dem Abenteurer Yang als seine Quelle von Mut und Kraft, um in „Seventy-Seven Days” (R: Zhao Hantang) allein mit dem Fahrrad die Qiangtan-Wüste in Tibet zu durchqueren. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und beeindruckt mit einzigartigen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Die berührende Dokumentation „Twenty Two” von Guo Ke konserviert die Geschichten der im zweiten Weltkrieg zur Prostitution gezwungenen chinesischen Frauen.
Die Innere Mongolei ist Schauplatz der Dramen „Old Beast” (R: Zhou Ziyang) und „The Summer is Gone” (R: Zhang Dalei). Der schmerzhaft-nostalgische Debütfilm von Zhang Dalei zeigt in schwarz-weiß die gesellschaftlichen Folgen der Marktreformen Anfang der 90er Jahre aus der Sicht eines 12-jährigen Jungen. Um die Abgründe von Anstand und Moral geht es in „Old Beast”, der die traditionellen chinesischen Vorstellungen der Fürsorgepflicht von Kindern gegenüber ihren Eltern in Frage stellt. Eine missglückte Schönheitsoperation und eine Tasche voll Geld setzen die Ereignisse des turbulent-düsteren Animationsfilms „Have A Nice Day” von Liu Jian in Gang, der 2017 im Programm der Berlinale lief.
In Kooperation mit China Film Archive (CFA), einer Institution zur Sammlung und Archivierung von Filmmaterial in Peking, präsentiert das Filmfest vier Meilensteine der chinesischen Filmgeschichte. Der aufwändig restaurierte Stummfilm-Klassiker „Struggling“ (1932, R: Shi Dongshan) wird mit der Filmmusik von Deng Xiaomei uraufgeführt. Die aus Peking stammende Komponistin und ihr Ensemble begleiten den Film live auf chinesischen und westlichen Instrumenten. Der dreistündige Filmepos „The Spring River Flows East“ beleuchtet eine Familiengeschichte vor dem Hintergrund des sino-japanischen Krieges. Die beliebte Shaw Brothers Produktion „The Love Eterne (Liang Shanbo und Zhu Yingtai)“ von 1963 gehört in das Genre des Musikfilms der Huangmei-Oper und basiert auf der tragischen Legende „The Butterfly Lovers“. Auch bei „Third Sister Liu” (1960) bleibt es musikalisch. Dieser erste Musicalfilm Chinas handelt von der populären Geschichte der Volkssängerin Liu San Jie und beeindruckt mit vielen Landschaftsaufnahmen der Provinz Guangxi und Volksliedern der Zhuang Minderheit.
Zwei Dokumentarfilme unabhängiger Filmemacher zeigt das Filmfest in Zusammenarbeit mit dem Festival des chinesischen Dokumentarfilms „Écrans de Chine” in Paris. „Generation 90” (R: He Wenzhong) portraitiert die besondere Lebenssituation der Millennials, der Generation von Einzelkindern im Spannungsfeld zwischen Tradition und Globalisierung. Die Verlierer des chinesischen Wirtschaftsbooms lässt „The Verse of Us” in ihren eigenen poetischen Worten sprechen und deckt tragische Lebensgeschichten und Erfahrungen auf.
Alle Filme werden in der chinesischen Originalfassung mit Untertiteln gezeigt und sind ab 18 Jahre freigegeben. Das Programm im Überblick finden Sie auch online: www.chinesischesfilmfest.de
Gasteig (Carl-Amery-Saal)
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Rio Filmpalast
Rosenheimer Str. 46
81669 München
Eintritt 9 €/6 € ermäßigt
Kartenvorverkauf im Gasteig und an alles Vorverkaufsstellen von München Ticket
www.muenchenticket.de, Tickethotline: 089 54 81 81 81
Pressedownloads (Bildmaterial): https://www.chinesischesfilmfest.de/presse/downloads/ und https://drive.google.com/drive/folders/0B7XJeS1BX0mkWXo0R25hdXVsbGs (Filmstills)
Veranstalter: Konfuzius-Institut München e.V.













