(openPR) Marita Schmickler-Herriger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, zog am Freitag (31. März) eine erste Zwischenbilanz zur Halbzeit des Ausbildungsjahres 2016/2017 für den Wirtschaftsraum Bonn/Rhein-Sieg.
Derzeit sind bei der Agentur für Arbeit 4.776 Bewerber um Ausbildungsplätze, 2.918 Männer und 1.858 Frauen, gemeldet. Damit stabilisiert sich die Zahl der Bewerber zur Halbjahresbilanz auf hohem Niveau. Von den 4.776 Bewerbern haben 1.030 einen Hauptschulabschluss, 2.055 einen Realschulabschluss, 861 die Fachhochschulreife und 543 die Allgemeine Hochschulreife.
Die Agenturchefin empfiehlt den ausbildungsinteressierten, jungen Menschen: “Auch Kurzentschlossene haben in diesem Jahr gute Chancen: Bewerber sollen sich jetzt noch für den Ausbildungsstart 2017 bei der Berufsberatung der Agentur melden. In allen Berufsbereichen gibt es noch ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsstellen.“
Von daher gilt der Aufruf:
Jetzt sofort Kontakt mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur aufneh-men! Kostenlose Hotline: 0800 4 5555 00.
Die Betriebe und Verwaltungen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis meldeten dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg bisher 4.405 Ausbildungsstellen. Das bedeutet ein Rückgang von -3,7 Prozent. 2015 waren der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg zu diesem Zeitpunkt 4.127 Ausbildungsstellen gemeldet worden.
Rückgänge bei den gemeldeten Ausbildungsstellen verzeichnet die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg zum Vorjahreszeitraum im Bereich Handel und Vertrieb (1.081 Ausbildungsstellen oder minus 12,3 Prozent). Hier gab es insbesondere weniger Ausbildungsstellen im Verkauf (418 Ausbildungsstellen oder minus 18,7 Prozent), in der Gastronomie (152 oder minus 18,7 Prozent) oder im Handel (150 Ausbildungsstellen oder minus 5,7 Prozent). Einen weiteren Rückgang verzeichnete der Bereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (864 Ausbildungsstellen oder minus 1,7 Prozent). In diesem Berufsbereich wurden weniger Ausbildungsplätze in der Verwaltung (191 Ausbildungsstellen oder minus 7,3 Prozent) und im Bereich der Versicherungs- und Finanzdienstleistung (137 Ausbildungsstellen oder minus 5,5 Prozent) gemeldet.
Auch in der Berufsgruppe Verkehr, Lager und Sicherheitsgewerbe nahmen die gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum vorjährigen Berichtszeitraum bislang ab.
Ein Plus bei den gemeldeten Ausbildungsstellen verzeichnet die Agentur für Arbeit zum Vorjahreszeitraum im Bereich Produktion und Fertigung (965 Ausbildungsstellen oder plus 5,5 Prozent). Hier gab es insbesondere mehr Ausbildungsstellen bei der Fahrzeugtechnik (125 Ausbildungsstellen oder plus 37,4 Prozent), im Bereich der Elektrotechnik (69 Ausbildungsstellen oder plus 30,2 Prozent) oder bei der Metallbau- und Schweißtechnik (52 Ausbildungsstellen oder plus 13 Prozent). Einen weiteren Anstieg verzeichnete der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (475 Ausbildungsstellen oder plus 10,2). In diesem Berufsbereich wurden mehr Ausbildungsplätze im Bereich der Arzt- und Praxishilfe (312 Ausbildungsstellen oder plus 12,6 Prozent), im Bereich der Körperpflege (89 Ausbildungsstellen oder plus 12,7 Prozent) oder bei der Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik (68 Ausbildungsstellen oder plus 4,6 Prozent) gemeldet.
Ein weiteres Plus an Ausbildungsstellen verzeichnet die Agentur bei den Berufen Informatik (164 Ausbildungsstellen oder plus 7,9 Prozent), Softwareentwicklung und Programmierung (54 Ausbildungsstellen oder plus 25,6 Pro-zent) und IT-Systemanalyse sowie IT-Vertrieb (26 Ausbildungsstellen oder plus 116,7 Prozent).
Schmickler-Herriger dankte den Arbeitgebern und Personalverantwortlichen der Region, für das Vertrauen, die sie dem Arbeitgeberservice entgegengebracht haben. „Die Ausbildung bleibt der Schlüssel zur Fachkräftesicherung. Der Ausbildungsstellenzugang hat sich zur Halbjahresbilanz weitestgehend stabil entwickelt. Die Arbeitsagentur bleibt der Marktplatz im Ausbildungsmarkt“, so Schmickler-Herriger.
Mit Blick auf die demographische Entwicklung ist es wichtig, alle Ausbildungspotenziale zu erschließen. Dazu gehört es auch, Jugendlichen mit eher praktischer Begabung Chancen einzuräumen, sich verstärkt Migranten und Migrantinnen zuzuwenden sowie die Vielfalt der Ausbildungsfacetten, z.B. Teilzeitausbildung, zu nutzen.
Das Ziel der vierten bundesweiten Woche der Ausbildung (27.03.-31.03.2017) in der Region Bonn/Rhein-Sieg war es, das Thema Ausbildung in seiner Vielfalt zu beleuchten und thematisch abgestimmt um weitere Ausbildungsstellen zu werben. Die diesjährige Woche der Ausbildung stand unter dem Motto „Gemeinsam für Ausbildung“ und betonte die gesamtgesellschaftliche Aufgabe etwa zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit oder der beruflichen Qualifikation geflüchteter Menschen. Auf den Veranstaltungen, zum Beispiel zu den Themen Ausbildungsstellen für gehandicapte Menschen oder Teilzeitausbildung für Alleinerziehende wurden Arbeitgeber und interessierte Jugendliche über aktuelle Wege zu einer Ausbildung informiert.
Ralf Steinhauer, Leiter der Berufsberatung, zog eine positive Bilanz zur diesjährigen Woche der Ausbildung: „Mit dieser Öffentlichkeitskampagne haben wir auf die vielfältigen Chancen einer dualen Ausbildung hingewiesen. Der Ausbildungsmarkt hat sich zu einem Bewerbermarkt entwickelt. Für das restliche Halbjahr im Ausbildungsjahr wollen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern noch mehr Jugendliche mit weiteren Aktionen für die duale Ausbildung und das duale Studium begeistern.“
Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können ihre freien Ausbildungsstellen unter 0800/4 5555 20 melden. Zusätzlich haben Arbeitgeber die Möglichkeit, außerhalb der Bürozeiten freie Stellen der Agentur für Arbeit per Mail unter









