(openPR) Fünf Vertreter*innen der OSZE, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – auf ihrer Suche nach erfolgreichen lokalen und regionalen Ansätzen zur Integration von Geflüchteten - besuchten am 9. März zwei unserer Angebote: Das LOTSENPROJEKT die brücke kümmert sich mit Integrationslotsen um Zugewanderte in Berlin. HOSPITALITY unterstützt Geflüchtete, die auf dem Berliner Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß fassen möchten.
Das LOTSENPROJEKT die brücke, ein Projekt der bildungsmarkt waldenser gmbh, beschäftigt seit Ende 2013 auch Integrationslotsen über das „Landesrahmenprogramm Integrationslotsen der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen“, die sich ganz speziell um Nöte, Sorgen und Probleme der Geflüchteten kümmern.
Projektleiterin Gisela Schön erläutert den OSZE-Vertretern den Erfolg: “Die Integrationslotsen sind selber Menschen nicht-deutscher Herkunft, die die Integration in Deutschland geschafft haben. Aufgrund ihrer Erfahrungen und Kenntnisse mit Verwaltung und Behörden stehen sie den Geflüchteten kompetent bei Fragen rund um Familie, Arbeit, Wohnen, Soziales, Kultur, Bürgerdienste und Aufenthaltsrecht mit Rat und Tat zur Seite.“ Hilfe finden Migranten und Geflüchtete in sieben über den gesamten Bezirk Berlin-Mitte verteilten Lotsenbüros (sogar im Flüchtlingsbürgeramt Berlin Mitte). Die Integrationslotsen*innen vermitteln in mehr als 10 Sprachen. Die Angebote sind kostenlos.
Alexander Fourestié und Regina Schmidt-Roßleben stellten der OSZE das kiezküchen-Projekt „HOSPITALITY - Ausbildung und Beschäftigung für geflüchtete junge Menschen im Berliner Gastgewerbe“ vor. Auf besonderes Interesse stieß bei den OSZE-Vertreter*innen das Engagement der Branche Gastgewerbe in Bezug auf Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten. Die Fragen drehten sich um Themen wie die Geflüchteten vorbreitet und begleitet werden müssen, damit sie erfolgreich eine Ausbildung im HOGA Bereich absolvieren. Und: Welche Unterstützungsangebote gibt es für die ausbildenden Unternehmen, welche Rolle spielt der Aufenthaltsstatus für die Unternehmen?
Seit dem 01. August 2015 unterstützt das Modellprojekt der kiezküchen gmbh (finanziert aus Mitteln des Programms BerlinArbeit der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales) zusammen mit dem DEHOGA erfolgreich Berlin Geflüchtete, auf dem Berliner Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Viele Geflüchtete verfügen über Arbeitserfahrungen und treffen auf eine Branche, in der Beschäftigte aus aller Welt Alltag sind.
Stand Februar 2017: 30 Ausbildungsverträge, 16 Einstiegsqualifizierungen, 16 Jobs, 5 Nachqualifizierungen, 150 externe Praktika.



