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Das Trampolin als Heil- und Hilfsmittel bei Mukoviszidose und Behinderungen

24.07.200610:45 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Das Trampolin als Heil- und Hilfsmittel bei Mukoviszidose und Behinderungen
Gesundheit zum Abheben: Das Trampolin als Spaß- und Gesundheitstrainer.
Gesundheit zum Abheben: Das Trampolin als Spaß- und Gesundheitstrainer.

(openPR) In den verschiedensten Bereichen der Physiotherapie wie auch der Förderung behinderter Kinder wird das Trampolin schon seit Langem als therapeutisches Hilfsmittel herangezogen. Zunehmend an Bedeutung gewonnen hat es bei der aktiven Behandlungsunterstützung bei Mukoviszidose.



Häufig tritt die Lungenerkrankung Mukoviszidose schon in Säuglingsalter auf. Zäher Schleim verstopft die Bronchien und bildet einen günstigen Nährboden für die Ablagerung von Keimen. Die Folgen: Chronische Entzündungen der Bronchialwände, eine Zerstörung des Lungengewebes sowie Sauerstoffmangel. Neben Therapiegeräten zur Entspannung der Atemmuskulatur werden auch krankengymnastische Hilfsmittel zu einer Verbesserung der Lungenfunktion therapiebegleitend eingesetzt – mit Erfolg. Gerade die verbesserten krankengymnastischen Maßnahmen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass betroffene Patienten das Erwachsenenalter erlangen können. Waren Mukoviszidose Patienten früher noch von der rein passiven Abklopfbehandlung eines Therapeuten abhängig, so setzt man heute auf die Anleitung der Patienten und deren Angehörigen zur Selbstbehandlung zu Hause. Neben einer speziell ausgerichteten Ernährung und Inhalationen ist vor allem eine regelmäßige krankengymnastische Betätigung der Patienten zur Sekretverflüssigung notwendig. Dabei ist wichtig, dass sich das gewählte Therapiehilfsmittel möglichst unkompliziert in den Tagesablauf integrieren und weitgehend unabhängig von Dritten anwenden lässt. Das Trampolin hat sich hier in zweifacher Hinsicht bewährt. Zum einen macht es den meist sehr jungen Patienten Spaß auf dem Sprungtuch zu hüpfen und zum anderen wirkt sich die schwingende Wirkung äußerst positiv aus: Der zähe Schleim lockert sich durch die auf und ab Bewegung, er wird quasi mobilisiert.

Bereits seit Anfang der 60er Jahre wird das Trampolin zur Diagnose von Bewegungsabläufen bei behinderten Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Der Vater der Psychomotorik, Prof. Ernst Kiphard, entwickelte gemeinsam mit Hünnekens den Trampolin-Koordinationstest TKT, ein Screening-Verfahren bei dem sich motorische Auffälligkeiten, also Abweichungen vom normalen Bewegungsverhalten, beobachten lassen. Dabei wird davon ausgegangen, dass „durch die Federkraft des Sprungtuches eine Art „Lupeneffekt“ erreicht (wird), wodurch gesamtkörperliche Steuerungsmängel, die in der Alltagsmotorik unbemerkt bleiben, in bizarrster Weise sichtbar werden“. Der TKT wird noch heute, allerdings in erweiterter Form, zur Messung von Koordinationsstörungen angewandt.

Als therapeutisches Medium zur Korrektur von Bewegungsabläufen aber auch zur Schulung und Verbesserung motorischer, koordinativer und sozialer Fähigkeiten körper- und geistig behinderter Kinder hat das Trampolin einen festen Platz. Und dies nicht zuletzt deshalb, weil es durch seinen hohen Aufforderungscharakter für die Kinder immer wieder eine Freude ist mit dem Trampolin zu lernen und zu üben. Wichtig hierbei ist die Berücksichtigung der jeweiligen persönlichen Verfassung der Teilnehmer. Michael Stäbler unterscheidet in seinem Buch „Bewegung, Spaß und Spiel auf dem Trampolin“ drei Arten von Übungseffekten: Motorisch-funktionelle Übungseffekte, psychische Übungseffekte wie z. B. den Abbau von Aggression oder die Schulung von Konzentration und Gedächtnis, sowie pädagogische Übungseffekte beim Training in der Gruppe und dem daher nötigen Sozialverhalten wie warten und Hilfestellung leisten. Im motorisch-funktionellen Bereich hebt er vor allem die Schulung der Koordinationsfähigkeit, von Bewegungsabläufen sowie die Verbesserung von Haltungsschwächen hervor. Diese erfolgt „durch reaktive Anpassung an die Fremdkinetik des Sprungtuches (...); durch Gleichgewichtserhaltung während der Flugphase (...); durch Aufrechterhaltung der Statik (...) und Erlernen schwieriger Bewegungsfolgen.“

Die umfassenden Erfahrungsmöglichkeiten auf dem Trampolin sowie das also positiv wahrgenommene Erlebnis des „Fliegens“ machen das Trampolin zu einem einzigartigen Sport- und Aufbaugerät. Bewegung fördert „das Lebensbewusstsein, die psycho-soziale Sensibilität und die Qualität des Lebens aller Menschen in allen Entwicklungsphasen, also auch der Menschen mit mehr oder weniger einschränkenden Behinderungen“. Weitere Information unter jumping-star.de . Ausführlicher Text mit Hinweisen zu Zitaten im Buch „Jump Dich fit“ – Effektives Ganzkörpertraining auf dem Gartentrampolin von Sabine Saldaña Bravo, ISBN 3-8334-2050-2.

Pressekontakt:

Jumping Star®
Sabine Saldaña
Am Mühlgraben 7
D – 85435 Erding
Tel.: +49-8122-10555
Fax: +49-8122-6009
www.jumping-star.de
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