(openPR) Seit kurzem ist der Vertriebsberater Matthias E. Müller auch Vorstand der Hilfsorganisation Papier und Stifte e.V. Daraus lässt sich für die Unternehmensführung einiges lernen!
Andere gehen segeln, sein Hobby ist Unternehmensführung. Einer Hilfsorganisation vorzustehen passt auch zu den Kernkompetenzen eines Vertriebsberaters: das erfolgreiche Sammeln von Spenden besteht aus Marketing und Vertrieb. Hierfür geben Unternehmen in der Regel eine Menge Geld aus. Papier und Stifte e.V. hat sich allerdings in die Satzung geschrieben, weder für Werbung noch für Mitarbeiter zu zahlen. Zugegeben, Letzteres wird im Alltag einer betriebswirtschaftlich orientierten Unternehmung nicht möglich sein. Deren Mitarbeiter treten die Arbeit in erster Line zum Lebensunterhalt an. Doch zweifellos wird ein Unternehmen sehr, sehr viel erfolgreicher sein - insbesondere im Vertrieb - wenn über den Tausch "Zeit gegen Geld" hinaus motiviert zu Werke gegangen wird. Aus der Vereinsarbeit werden die folgenden Hebel für mehr Einsatzbereitschaft deutlich.
Ethische Mission
Wenn man sich für eine Hilfsorganiation engagiert, steht der gute Zweck klar im Vordergrund. Aber nicht wenige Unternehmensführungsmodelle (z.B. Balanced Scorecard oder SGMM) stellen eine Mission ebenfalls für Unternehmen oben auf die Agenda. Sind die (Vertriebs-) Mitarbeiter davon überzeugt mit ihrer Arbeit Gutes zu tun? Dies kann viele Gesichter haben:
- "Don't be evil" hatte sich GOOGLE einst als Unternehmensmotto gegeben.
- SALESFORCE hat sich Pledge1percent angeschlossen. Das ist für jedes Unternehmen leicht umsetzbar. 1% des Gewinns, 1% der Produkte und/oder 1% der Arbeitszeit werden für gemeinnützige Zwecke gegeben. Letzteres gefällt besonders gut, lässt es sich doch auch als Teambuilding gestalten.
Transparenz
Warum engagieren sich Menschen für Papier und Stifte e.V. und nicht für eine andere Hilfsorganisation? Als häufigste Antwort bekommt man von Spendern und ehrenamtlich Tätigen gesagt: "Weil ich genau nachvollziehen kann, was ihr macht." Tatsächlich dokumentiert der Verein unsere Arbeit sehr detailliert auf Website und in Sozialen Medien. Für die Führungsarbeit im Unternehmen lassen sich daraus folgende Fragen aufwerfen:
Wie gut ist im Unternehmen die Ablauforganisation definiert? Sind Tätigkeiten und Entscheidungsprozesse schriftlich lückenlos und verständlich festgehalten? Wissen die Mitarbeiter nicht nur was zu tun ist, sondern auch warum? Und warum nicht anders!
Ist allen Mitarbeitern im Vertieb das Provisionsmodell und die aktuelle Provisionsberechnung transparent?
Wie einfach kann jeder Einzelne im Unternehmen sich Informationen zu allen für ihn relevanten Produkten holen? Kann er das selbsttätig oder muss er sich dafür bei Kollegen, Führungskräften oder Spezialisten durchfragen?
Werden die Mitarbeiter über Unternehmens-Neuigkeiten und -Kennzahlen informiert? Zeitnah und in der richtigen Reihenfolge (erst die Betroffenen, dann die anderen Kollegen, dann die Presse)?
Empfehlungen und Referenzen
Wie erwähnt verzichtet die Hilfsorganisation Papier und Stifte e.V. auf bezahlte Werbung. Dadurch richtet sich zwecks Verbreitung der Fokus auf Empfehlungen und Referenzen. Seit dies konsequent umgesetzt wird, hat sich das Spendenaufkommen mehr als verdoppelt. Hier schließt sich auch der Kreis zu den beiden vorgenannten Punkten. Referenzen belegen, dass das was das Unternehmen tut oder herstellt gut ist. Diese Überzeugung und Anerkennung motiviert Mitarbeiter ungemein. Und damit sich diese Wirkung entfaltet, müssen Referenten auch konsequent transparent gemacht werden. Eine kurze Checkliste:
- Das Unternehmen hat im Vergleich zu seinen Mitbewerbern eine ansehnliche Anzahl an Followern in den sozialen Medien.
- Man veröffentlicht prominente Persönlichkeiten und prominente Unternehmen, welche die Produkte und Dienstleistungen nutzen.
- Das Unternehmen verfügt über Gütesiegel und repräsentative Mitgliedschaften.
- Es werden systematisch positive Presseberichte über das Unternehmen gesammelt und systematisch verteilt.
Abbildung: Fahrer eines Spendentransports. Sie arbeiten ehrenamtlich und kommen sogar selbst für ihre Reisekosten (Verpflegung, Übernachtungen, Visa, Impfungen) auf.











