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Handschrift ist kein Auslaufmodell

07.02.201717:49 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Heroldsberg, Februar 2017. Wie stark hat sich der Alltag digitalisiert? Werden Hausaufgaben mittlerweile am Computer erledigt? Und welche Vorteile hat Handgeschriebenes gegenüber dem Digitalen? Die aktuelle Umfrage1 von STABILO Education zur „Relevanz der Handschrift im digitalen Zeitalter“ zeigt, dass trotz fortgeschrittener Digitalisierung Handgeschriebenes nicht an Bedeutung verliert.


Nach Schätzung von Lehrkräften haben jedoch rund die Hälfte der Jungen und ein Drittel der Mädchen Schwierigkeiten, im Verlauf des Schriftspracherwerbs in der Grundschule eine gut lesbare, flüssige Handschrift zu erlernen.2 Als Ursache wird u. a. eine „schlecht entwickelte Schreibmotorik“ gesehen. Unbestritten ist, dass die Handschrift einen wichtigen Grundstein für den späteren Lernerfolg bildet. Anlass für STABILO Education – als Entwickler pädagogischer Konzepte im Bereich der Schreibmotorik –, Eltern und Grundschüler zu dem Themenkomplex „Digitalisierung und Handschrift“ genauer zu befragen.

Handschrift ist unverzichtbarer Bestandteil des Alltags
Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass die Handschrift kein Auslaufmodell ist, sondern eine entscheidende Basiskompetenz im Alltag darstellt. Zwar hat die Digitalisierung schon lange Einzug in unseren Alltag gehalten, dennoch schreiben knapp 80 Prozent der insgesamt 1.187 befragten Erwachsenen und über 93 Prozent der 536 Kinder mehrmals täglich mit der Hand. Zudem zeigt sich, dass Handgeschriebenes viel mehr ist als aneinandergereihte Buchstaben und Zahlen. Es bietet Raum für Individualität und kann Ausdruck von Emotionen sein. So meinen fast 90 Prozent der Eltern und Grundschüler, dass mit selbstgeschriebenen Zeilen eine höhere Wertschätzung ausgedrückt wird. Außerdem stimmen Eltern sowie Kinder mit jeweils 91 Prozent der Aussage zu, dass Abhaken und Wegstreichen von Erledigtem auf handschriftlichen To-do-Listen ihnen guttun würde. Auch als Erinnerungsstütze fungiert Handgeschriebenes. Die Mehrzahl der Befragten bestätigt eine höhere Merkfähigkeit. Und: Kinder sowie Eltern attestieren dem Handgeschriebenen mehr Raum für Individualität, z. B. durch die einzigartige, persönliche Handschrift.

Wichtigster Wunsch: schmerzfreies Schreiben, ohne zu verkrampfen
Die Umfrageergebnisse legen die Vermutung nahe, dass der Wunsch nach einem mühelosen und schmerzfreien Schreiben Ausdruck eines tatsächlichen Defizits ist. Denn auf die Frage, was den Eltern und Kindern beim Schreiben mit der Hand besonders wichtig ist, steht bei beiden Gruppen das Anliegen, ohne zu verkrampfen und ohne Schmerzen schreiben zu können, an erster Stelle. Auch das mühelose und flüssige Schreiben sowie die Lesbarkeit finden sich in den Aussagen wieder. Die Schönschrift liegt sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern auf dem letzten Platz. Eine repräsentative Umfrage3 unter Eltern, die das Schreibmotorik Institut mit Unterstützung des Bundeselternrates durchgeführt hat, untermauert die oben genannte These: In Deutschland haben rund 1,4 Millionen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren Probleme, länger als 30 Minuten am Stück zu schreiben. Das spricht für dringenden Handlungsbedarf: Kinder benötigen gezielte Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Handschrift – bereits vor Eintritt in die Schule.

Schulische Leistungen stehen im Zusammenhang mit flüssigem Schreiben
Noch mehr Gewicht erhält der Aspekt einer schnell erlernten, ermüdungsfreien Handschrift, wenn er in Verbindung mit der schulischen Leistung betrachtet wird. Circa 90 Prozent der Eltern und Kinder sind überzeugt, dass eine flüssige Handschrift die schulischen Leistungen stark oder sehr stark positiv beeinflusst. Wissenschaftler und Pädagogen messen der elementaren Fähigkeit des Schreibens neben Rechnen und Lesen seit Langem einen entscheidenden Stellenwert bei. So belegen beispielsweise neurowissenschaftliche Erkenntnisse einen engen Zusammenhang zwischen kognitiver und motorischer Entwicklung von Kindern. Wie es die Kultusministerkonferenz bereits im Jahr 2005 verabschiedet hat, sollen alle Kinder die Chance haben, eine gut lesbare und flüssige Handschrift zu erlernen: Denn diese ist ausschlaggebend für den späteren Lernerfolg und erhöht die Bildungschancen. Genau hier setzen die pädagogischen Lehr-, Übungs- und Weiterbildungsangebote von STABILO Education für Kindergärten, Schulen und zu Hause an.

Spielerisch schreiben lernen: pädagogischer Ansatz von STABILO Education
„Studien4 zeigen, dass Kinder, die nur eine Stunde pro Woche ihre Schreibmotorik spielerisch trainieren, signifikant schneller und besser schreiben lernen“, verdeutlichen Karin Krieg und Tanja Edenhofer, Direktorinnen bei
STABILO Education: Um Kinder, Eltern und Pädagog(inn)en bei den Herausforderungen des Schreibenlernens und
-lehrens zu unterstützen, bietet das Unternehmen verschiedene Übungshefte sowie Praxisbücher an, die spielerisch und altersgerecht die Schlüsselkompetenzen der Schreibmotorik vermitteln.

Per Hand geschrieben: Hausaufgaben, Einkaufszettel und Liebesbrief
Doch was wird handschriftlich und was digital geschrieben? Nach wie vor werden Hausaufgaben größtenteils handschriftlich angefertigt – knapp 75 Prozent der Mädchen und gut 72 Prozent der Jungs gaben an, diese ausschließlich per Hand zu erledigen. Bei den Eltern steht Romantischeres im Fokus: der Liebesbrief. Die besagten Zeilen werden von 65 Prozent per Hand verfasst, gefolgt von einer etwas nüchterneren Erledigung – dem Einkaufszettel. Dieser landet mit 64 Prozent auf Platz 2. Bei Danksagungen, Einladungen und Glückwünschen scheint sich das digitale Zeitalter bemerkbar zu machen. Immerhin sprechen knapp elf Prozent der Väter Einladungen ausschließlich digital aus. Auch das Alter spielt in puncto Digitalisierung eine Rolle. Bei den befragten Schülern ist festzustellen, dass mit zunehmendem Alter das digital Geschriebene etwas mehr Raum einnimmt. Aber: Gespickt wird immer noch wie anno dazumal – der klassische Spickzettel wird nach wie vor per Hand erstellt.

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1 fact Online-Umfrage, November 2016. Repräsentativ für Familien mit Internetzugang. Teilnehmer 1.187 Eltern und 536 Kinder der 1. bis 4. Klasse.
2 Lehrerumfrage des Schreibmotorik Instituts und des Deutschen Lehrerverbandes, 2015.
3+4 Die Ergebnisse der Umfragen und Studien sind auf der Homepage des Schreibmotorik Instituts, www.schreibmotorik-institut.com, abrufbar.

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