(openPR) Köln, 01. Februar 2017: Auf Einladung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKIR), Manfred Rekowski, fand am heutigen Mittwoch im Landeskirchenamt in Düsseldorf ein offener, freundschaftlicher und solidarischer Intensiv-Austausch zwischen dem Bundesverband der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) und der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKIR) statt.
In dem konstruktiven Dialog wurde auch über aktuelle und kritische Themen der derzeitigen öffentlichen Diskussionen beraten, wie beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen DITIB und Diyanet sowie das DITIB-Vorhaben zur Anerkennung islamischer Verbände als Religionsgemeinschaft in Deutschland. Gerne erinnerten sich die Beteiligten an die gemeinschaftliche und erfolgreiche, interreligiöse Zusammenarbeit in Form von Projekten, beispielsweise „Weißt du, wer ich bin?“ und „Lade deinen Nachbarn ein“. In eng verbundener Übereinstimmung wurde beschlossen, auch in Zukunft regelmäßig im solidarischen Gespräch und in Kooperation zu bleiben.
An dem von Offenheit geprägtem Gespräch, das die Dialogbereitschaft auf beiden Seiten erneut verstärkte, nahmen von Seiten des DITIB-Bundesverbandes der Generalsekretär Dr. Bekir Alboða und Verbands-Syndikus Mehmet Günet teil. Von Seiten des Gastgebers EKIR nahmen, außer Präses Rekowski, der Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, die Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, der Kirchenrat Rafael Nikodemus, die Beauftragte für den Dialog zwischen Christen und Muslimen, Dr. Beate Sträter und der stellvertretende Pressesprecher Wolgang Beiderwieden teil.
Über die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB)
Die Türkisch-Islamische Union (DITIB) ist die größte muslimische Religions-gemeinschaft und mitgliederstärkste Migrantenorganisation (ca. 800.000 Mitglieder) in der Bundesrepublik Deutschland. DITIB ist seit ihrer Gründung 1984 in Köln nach bürgerlichem Recht der Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der in ihr organisierten Vereine. Im Gründungsjahr waren dies 230 Vereine, mittlerweile sind es über 900, darunter über 850 reine Moschee-Gemeinden. Über den 2009 begonnenen Neustrukturierungs-Prozess wurden 15 Landes- und Regionalverbände und angegliederte Frauen- und Jugendverbände gegründet. Die Gründung des muslimischen Bundesfrauen- und Bundesjugendverbandes sowie der Eltern- und Seniorenvertretungen waren weitere richtungsweisende Schritte.
Diese DITIB-Verbandsstrukturen und DITIB-Ortsgemeinden sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige eingetragene Vereine, welche die gleichen Prinzipien und satzungsgemäßen Zwecke der DITIB verfolgen und die DITIB als Dachverband anerkennen.




