(openPR) Über 200 Gäste feierten im Schauspielhaus Nürnberg
Nürnberg, 25. Januar 2017
Eine generationenübergreifende Veranstaltung war der 5. Neujahrsempfang von erfolgsfaktor FRAU (efF)
am vergangenen Sonntag. Unter den mehr als 200 Gästen waren auch Schülerinnen und Spielerinnen des 1. FC Nürnberg Frauen-und Mädchenfußball. Sie alle wollten die Gastrednerin des diesjährigen Empfangs, Prof. Marion Merklein, hören. Sie sprach unter dem Titel „Nichts für Mädchen?“ über ihren Weg zur Lehrstuhl-inhaberin für Fertigungstechnologie an der FAU und Trägerin des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. Auch Renate Schmidt, Bundesministerin a.D., beschäftigte sich in ihrem Grußwort mit Frauenkarrieren in sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Sie startete 1961 als Programmiererin und schwanger in ihr Berufsleben. Eine Kombination, mit der ihre damaligen ausschließlich männlichen Kollegen so ihre Probleme hatten. Sie musste sich gegen erhebliche Widerstände ihren Platz in der betrieblichen Wahrnehmungshierarchie erarbeiten. Der Weg von Prof. Merklein wiederum zeigt, dass es auch anders laufen kann. Ihre Ausnahmekarriere verdeckt aber nicht, dass Frauen und Mädchen heute immer noch mit Vorurteilen konfrontiert werden, die dazu führen, dass sie seltener einen gut bezahlten Beruf im MINT-Bereich wählen. Renate Schmidt machte in ihrem kurzen Redebeitrag ebenfalls deutlich, dass Frauen schon immer den gesellschaftlichen und technologischen Fortschritt mitbestimmt haben, ihnen jedoch nach wie vor häufig die dafür zustehende Anerkennung verweigert wird und sie in den Hintergrund gedrängt werden. „Frauen brauchen Humor und Ausdauer, wenn sie sich auf den Weg in angebliche Männerberufe begeben. Dazu sollten wir, die wir es geschafft haben, ihnen Mut machen und sie unterstützen.“, brachte sie es auf den Punkt.
„Wann hören wir endlich auf damit, Kindern schon von Klein auf einzureden, was angeblich zu Jungs
und was angeblich zu Mädchen passt?“, fragte Claudia Specht, Vorsitzende von erfolgsfaktor FRAU,
in ihrer Begrüßung. Alle drei Rednerinnen plädierten engagiert dafür, Kinder entsprechend ihrer Neigungen und Interessen zu fördern und sich endgültig von den Stereotypen zu verabschieden, die Mädchen von Techniklego und Experimentierkästen und Jungs von Puppen fernhalten.
Zwischen den Redebeiträgen begeisterte das Vokalensemble „Die blinden Hühner“ die Gäste aus
Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Verwaltung, unter denen erstmals mehr als fünf
Prozent Männer waren. Die drei Sopranistinnen unter der Leitung von Monika Teepe sorgten unter anderem mit Ausschnitten aus Kurt Schwitters Ursonate für so manchen Überraschungseffekt. Ihr wirtschaftliches Know-how bewiesen die zahlreichen Sponsoren und Sponsorinnen, die mit Verkaufsständen anwesend waren oder tolle Preise für die Tombola gespendet hatten. Von einer Fahrt mit einem E-Mobil über Reisen bis zu Beratungen, Schmuck und Bücher gab es eine vielfältige Auswahl an Gewinnen. Zum Ausklang des Neujahrsempfang gab es anschließend Zeit dafür, was Frauen und Männer in ihrer Position weiter bringt: Netzwerken












