(openPR) Die Kplus Gruppe mit Sitz in Solingen erweitert das Spektrum ihrer Ausbildungsberufe: Die katholisch geprägte Gruppe, zu der mehrere Krankenhäuser, Senioren- und Bildungseinrichtungen sowie Therapiezentren und Praxen in Solingen, im Kreis Mettmann, Leverkusen, und Düsseldorf gehören, will zukünftig auch Informatikkaufleute ausbilden. Claudius Guttmann, IT-Leiter in der Kplus Gruppe, über die Besonderheiten im Berufsbild eines IT-Kaufmanns im Gesundheitswesen.
Welche Anforderungen muss ein angehender IT-Kaufmann im Gesundheitswesen erfüllen?
Claudius Guttmann: Im Grunde suchen wir Dolmetscher.
Das müssen Sie erklären.
Claudius Guttmann: Die Aufgaben im Gesundheitswesen sind hochkomplex. Und in der Kplus Gruppe mit ihren 30 Einrichtungen und rund 3.000 Mitarbeiter gilt, egal ob es um Digitalisierung, Datenschutz oder Controlling geht: Ohne Computer läuft in moderner Medizin und Pflege nichts mehr. Als IT-Kaufmann müssen Sie erst einmal verstehen, was sich beispielsweise ein Chefarzt für seine Abteilung vorstellt und das dann wiederum in IT-Sprache übersetzen. Erst danach kann die praktische Umsetzung erfolgen.
Wie wichtig ist technisches Verständnis?
Claudius Guttmann: Natürlich ist die Affinität zu Informationstechnologien für einen angehenden IT-Kaufmann unabdingbar. Die Fehler-Analyse, Wartung und Reparatur von Computersystemen gehören selbstverständlich zum Portfolio. Wichtig ist aber die Kombination aus technischem Verständnis, kaufmännischem Geschick und guter Kommunikation.
Gute Kommunikation?
Claudius Guttmann: Dazu gehören Beratung, Betreuung und auch Schulung der Mitarbeiter in der Kplus Gruppe. IT-Kaufleute liefern außerdem Kosten-Nutzen-Analysen zum Beispiel für neue Softwaresysteme. Sie holen Angebote von Lieferanten und Dienstleistern ein, vergleichen die Leistungsbestandteile sowie Funktionen und natürlich auch Preise beziehungsweise Kosten für die Einführung. Wird eine Softwareanwendung dann angeschafft, kümmert sich die IT-Abteilung um die Einführung sowie Einrichtung an den jeweiligen Arbeitsplätzen und schult die Mitarbeiter in Sachen Anwendung. Es ist eigentlich wie in Medizin und Pflege – als IT-Kaufmann müssen sie Spaß am Umgang mit Menschen haben.
Klingt nach einem breitgefächerten Aufgabengebiet.
Claudius Guttmann: Der Beruf hat Zukunft und wandelt sich stetig. Ich bin jetzt seit 17 Jahren in der IT im Gesundheitswesen tätig. Es macht immer noch Spaß und ist spannend.
Im vergangenen Jahr machten Cyber-Angriffe auf Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen Schlagzeilen. Wie stufen Sie das Thema Sicherheit ein?
Claudius Guttmann: Sicherheit und Datenschutz haben bei uns höchste Priorität. Vom damaligen Cyber-Angriff waren wir zwar nicht betroffen, haben ihn aber zum Anlass genommen, unsere Sicherheitskonzepte nochmals zu überprüfen. Zu unseren wichtigsten Aufgaben – auch in der Ausbildung – gehört es, die sensiblen medizinischen Daten unserer Patienten zu schützen.
Fakten:
- Die Ausbildungszeit in der IT-Abteilung der Kplus Gruppe beträgt drei Jahre. Die Verkürzung ist möglich. Ergänzend zur praktischen Ausbildung nimmt der Auszubildende am Unterricht in der Berufsschule teil. Die Voraussetzung für eine Ausbildung ist die Fachhochschulreife oder das Abitur.
- Neben knapp 200 Kranken-, Altenpflege- und Altenpflegehelfern im Jahr bildet die Kplus Gruppe mit Sitz in Solingen auch Kaufleute im Gesundheitswesen, Kaufleute für Büromanagement, Operationstechnische Assistenten, Zahnmedizinische und Medizinische Fachangestellte aus.
- Zur katholisch geprägten Kplus Gruppe gehören das das St. Joseph Fachseminar für Altenpflege in Solingen und das Katholische Bildungszentrum Haan.
www.kplusgruppe.de












