(openPR) Die alten Griechen verstanden unter „Besonnenheit“ eine maßvolle und ausgewogene Lebensweise. Auch heute lässt sich der Begriff noch leicht zuordnen als „Eigenschaft einer Person, in einer schwierigen Situation gelassen zu bleiben“. Und auch in der alten indischen Lehre sagt man, dass das „Besonnen sein“ der Nährboden sei, auf dem Weisheit gedeiht.
Gerade jetzt, während der Vorbereitung auf Weihnachten, reagieren viele Menschen alles andere als besonnen. Sie suchen ewig nach einem Parkplatz, rennen hektisch von Geschäft zu Geschäft, kommen weder beim Einkaufen noch danach zur Ruhe, weil ja so vieles noch erledigt werden soll, weil noch jede Menge Geschenke besorgt werden müssen. Am Montag ruft wieder der Arbeitsplatz, an dem auch weit mehr los ist als zu den „normalen“ Zeiten. Der Stress wird nach Hause getragen in die Familie, ins nächste Wochenende, mit zur nächsten Shopping-Tour. Kommt dann noch etwas Unvorhergesehenes dazu wie eine Krankheit oder eine Autopanne, kann schnell das Fass überlaufen, und nicht selten heißt es dann: „Bin ich froh, wenn der ganze Stress endlich vorbei ist“.
Weihnachten. „Eigentlich das Fest der Liebe, der Besinnung und damit der Besonnenheit? Weit gefehlt. Dabei wäre es so einfach, die Balance zu finden und einen Gang zurück zu schalten. Da reichen schon ein paar Atem-Übungen tagsüber oder ein kurzer Spaziergang in der Natur, ein bisschen mehr Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen in der Familie und am Arbeitsplatz“. Diese Meinung vertritt Iris Blisner seit Jahren. In ihrer Praxis im oberbayerischen Peißenberg beobachtet sie gerade während und nach den Feiertagen eine hohe Anzahl von Terminanfragen.
„Das sind dann nicht nur gestresste Manager wie das ganze Jahr über, sondern viele Menschen, die es verlernt haben, im wahrsten Sinn des Wortes zur Besinnung zu kommen“.
Bevor man vorschnell und übereilt reagiert, sollte also erst mal durchgeschnauft werden. Die Therapeutin weiß natürlich auch, dass viele Vorsätze, die man an Weihnachten und zum neuen Jahr fasst, nach kurzer Zeit leider schon wieder Makulatur sind: „Kaum sind die so genannten besinnlichen Tage vorbei, regiert wieder das Hamsterrad“.











