openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Berliner Umschau: Das Gesundheitswesen ist selbst krank

(openPR) Noch streiten sich die gelehrten, ob die sich abzeichnende Gesundheitsreform eher als „wirklicher Durchbruch" (Kurt Beck) oder als „bescheidener Kompromiß" (Bert Rürup) anzusehen ist. So kommentiert die internetbasierte Tageszeitung „Berliner Umschau“ (www.berlinerumschau.de) die aktuelle Debatte um die Gesundheitsreform. Doch das ist ein Streit um Worte. In der Sache selbst tut sich wenig, das liegt erstens an der Blockierung, die sich die Koalitionsparteien selbst auferlegt haben, zweitens aber daran, daß man die wirklichen Probleme nicht angeht. Nur für die Patienten wird alles immer schlechter.



Es läuft aber auch gar nichts in irgendeine nachvollziehbare Richtung. Gewiß, die Mitversicherung der Kinder wird nun als „gesellschaftliche Aufgabe" angesehen. Doch praktisch folgt daraus auch nur, daß sie jetzt nicht mehr über die Beiträge, sondern über die Steuern finanziert wird. Wird dabei, wie von vielen angestrebt, nun auch die Kinderversicherung bei den privaten Kassen einbezogen, läuft das nur auf eine weitere Subventionieren derer, die ohnehin keine Geldsorgen haben, hinaus. Das muß nichts Verwerfliches sein, doch es hätte dringendere Probleme gegeben.

Ansonsten entbehrt der Kompromiß nicht einer gewissen Komik. Sollte die Steuerfinanzierung der Gesundheit eigentlich zu einem Absenken der Beiträge führen, so werden nun Milliarden in das Gesundheitswesen gepumpt, die Beiträge steigen aber trotzdem. Mag sein, daß das die sprichwörtlichen „Lohnnebenkosten" senkt, aber nur insofern, als sie nicht noch schneller steigen. Bezahlt werden muß aber am Ende sowieso und wenn es über die Steuern kommt - die Unternehmenssteuern sind ja nicht gemeint - dann werden es die Steuern auf Verbrauchsgüter bzw. die direkten Steuern sein. Im Klartext: Es geht wieder gegen die Kleinen, konkret die Patienten.

Dazu hat man noch ein paar politische Leckerli eingeführt. Kassen sollen mit der Pharmaindustrie direkt verhandeln können und auch mit den Ärzten. Davon verspricht man sich mehr Wettbewerb , der ja als Allheilmittel wirkt. Wie sich das auswirkt, muß sich in der Praxis zeigen, doch wird eine Grundtendenz in Richtung auf eine stärkere Ausdifferenzierung der Leistungen sichtbar. Am Endpunkt könnte eine Zwei- oder Dreiklassenmedizin, in der für die Armen nur eine Grundversorgung bleibt, stehen. Politisch gewollt ist das durchaus von den meisten Kräften, nur müssen einige - darunter die SPD - eben aufpassen, daß es nicht so auffällt.

Wirklich rangehen müßte man an die Pharmaindustrie, das System der niedergelassenen Ärzte, die Verwaltung aber auch an die Krankenhausversorgung, in der derzeit alles den Lobbys überlassen bleibt, die nicht einmal untereinander solidarisch bleiben. Doch das will man nicht, erstens aus Prinzip, zweitens weil der Druck , der hier gemacht werden kann, eben größer ist als der den Patienten entwickeln können.. So bleibt alles beim Alten und die Gesundheit wird vollends zur Ware, die sich aber nicht mehr jeder leisten kann.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 92271
 1532

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Berliner Umschau: Das Gesundheitswesen ist selbst krank“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Berliner Umschau Ltd

Bild: Buch-Tip: Existenz zwischen den FrontenBild: Buch-Tip: Existenz zwischen den Fronten
Buch-Tip: Existenz zwischen den Fronten
Eckhard Müller-Mertens Analytische Memoiren oder Report zur Weltanschauung und geistig-politischen Einstellung Die Entwicklung seiner Weltanschauung und geistig-politischen Einstellung gliedert der Autor, Jahrgang 1923, emeritierter Professor für Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität, Mitglied und Ehrenmitglied fachwissenschaftlicher Gremien, in drei Epochen mit einem zweimaligen Wechsel der Paradigmen. Auf dem ersten Höhepunkt des Kalten Krieges mit der Blockade Berlins trennt er sich von seiner „Panmonistischen Philosophie", se…
Die geretteten Götter vom Tell Halaf - Riesen-3D-Puzzle-Sensation im Pergamonmuseum
Die geretteten Götter vom Tell Halaf - Riesen-3D-Puzzle-Sensation im Pergamonmuseum
27.000 Einzelteile waren nach einer schrecklichen Berliner Kriegsnacht im Winter 1943 der traurige Überrest einer einzigartigen Sammlung von vorchristlichen orientalischen Göttermonumentalbildern. Das berichtet die "Berliner Umschau" (berlinerumschau.com) am Freitag. Während die Objekte aus Holz oder Kalkstein im Flammeninferno einer Phosphorbombe verbrennen, zerspringen die vom Brand erhitzten Basaltfiguren durch das kalte Löschwasser in unzählige Bruchstücke verschiedener Größe. Die spektakulären Denkmäler der aramäisch-hethitischen Zeit, 1…
28.01.2011

Das könnte Sie auch interessieren:

Berliner WASG fordert Kurswechsel der Linkspartei
Berliner WASG fordert Kurswechsel der Linkspartei
… Senat der Hauptstadt. So habe sie den Verkauf der bislang landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW mitbeschlossen und stelle sich bei der Auseinandersetzung um das städtische Gesundheitswesen auf die Seite der Arbeitgeber, nicht der Beschäftigten. Mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in der Stadt befürwortere Redler eine eigenständige Kandidatur. …
Berliner Umschau: Neue Zeugenaussage im Fall Tookie Williams
Berliner Umschau: Neue Zeugenaussage im Fall Tookie Williams
… daß kein Zweifel an der Schuld von Williams bestünde. Dieser soll im Jahre 1979 vier Menschen umgebracht haben. Nach einem Bericht der internetbasierten Tageszeitung Berliner Umschau (www.berlinerumschau.de) lag jedoch seit einigen Tagen eine neue entlastende Zeugenaussage vor, die zudem die zuständige Polizei schwer belastet. So sagte Gordon Bradbury …
Die „Berliner Umschau\" sprach mit dem \"abtrünnigen\" Berliner WASG-Vorstand Sebastian Gerhardt
Die „Berliner Umschau\" sprach mit dem \"abtrünnigen\" Berliner WASG-Vorstand Sebastian Gerhardt
„Kein Berliner Spezialproblem" Der Sonderparteitag beschloß mit deutlicher Mehrheit, Nachdem Hüseyin Aydin und die Anhänger der „Initiative Rixdorf" sich zurückgezogen hatten, am bisherigen Kurs, der in diametralem Gegensatz zum Bundesvorstand steht , festzuhalten. Die internetbasierte Tageszeitung "Berliner Umschau" (www.berlinerumschau.de) sprach mit …
Politischer Streik gegen Port Package II möglich
Politischer Streik gegen Port Package II möglich
verdi-Sekretär Pfeifer in der Berliner Umschau: EU-Richtlinie ist Angriff auf Demokratie Der Protest gegen die neoliberale EU-Hafenrichtline "Port Package II" soll nicht auf den Streiktag am vergangenen Mittwoch beschränkt bleiben. Wenn es nicht anders geht, werde man "den politischen Streik als Mittel in den Kampf einführen", so der Rostocker verdi-Sekretär …
Tageszeitung Berliner Umschau schaltet Sonderseite zur Fußball-WM 2006
Tageszeitung Berliner Umschau schaltet Sonderseite zur Fußball-WM 2006
Die internetbasierte Tageszeituung Berliner Umschau (www.berlinerumschau.de) hat eine Sonderseite zur Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr geschaltet (http://www.berlinerumschau.de/cms/front_content.php?idcat=92). Ein knappes halbes Jahr vor den Spielen wird somit die Berichterstattung über die großen und kleinen Geschehnisse rund um das Sport-Großereignis …
Greenpeace dementiert japanische Vorwürfe
Greenpeace dementiert japanische Vorwürfe
Sprecherin in der Berliner Umschau: hundertprozentig kein versuchter Bombenanschlag Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat japanische Vorwürfe zurückgewiesen, eines ihrer Schiffe sei für eine Kollission mit einem japanischen Wahlfänger am Sonntag verantwortlich. Das sagte Greenpeace-Sprecherin Svenja Koch der internetbasierten Tageszeitung Berliner …
Berliner Umschau: Gerüchte um Cheney und Rumsfeld
Berliner Umschau: Gerüchte um Cheney und Rumsfeld
Hochrangige US-Politiker könnten in Kürze ausgetauscht werden Über mögliche Veränderungen an der Spitze der US-Regierung berichtet die internetbasierte Tageszeitung "Berliner Umschau" www.berlinerumschau.de in ihrer heutigen Ausgabe. Demnach könnten Vizepräsident Cheney und Verteidigungsminister Rumsfeld in der näheren Zukunft abgelöst werden. Grund …
Neue Internet-Tageszeitung im Netz
Neue Internet-Tageszeitung im Netz
Aus rbi-aktuell.de wird die Berliner Umschau Seit diesem Montag ist die deutsche Medienlandschaft um eine Tageszeitung reicher. Aus der internet-basierten Informationseite rbi-aktuell.de wird die Berliner Umschau. Von Montag bis Sonnabend erscheint das in der Hauptstadt herausgegebene Blatt mit einem erweiterten redaktionellen Teil aus Korrespondenzen, …
Tageszeitung Berliner Umschau bereichtet über mögliches Gefängnis für Terrorverdächtige in Australien
Tageszeitung Berliner Umschau bereichtet über mögliches Gefängnis für Terrorverdächtige in Australien
In Australien entsteht gegenwärtig möglicherweise ein neues Gefangenenzentrum für Terrorverdächtige. Das berichtet die internetbasierte Tageszeitung Berliner Umschau (www.berlinerumschau.de) unter Berufung auf australische Medien. Die Anlage wird dem Bericht zu Folge auf den 1400 Kilometer vom Festland entfernten Weihnachtsinseln gebaut und soll über …
Berliner Umschau ab sofort laufend aktualisiert
Berliner Umschau ab sofort laufend aktualisiert
Internetbasierte Tageszeitung mit deutlich verbessertem Angebot Deutlich verbessert präsentiert sich die internetbasierte Tageszeitung „Berliner Umschau“ (www.berlinerumschau.de) ab sofort ihren Lesern. Statt einer einheitlichen Tagesausgabe wird das Blatt nun in der Kernzeit zwischen 6.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends fortlaufend aktualisiert. Nach …
Sie lesen gerade: Berliner Umschau: Das Gesundheitswesen ist selbst krank