(openPR) 27.000 Einzelteile waren nach einer schrecklichen Berliner Kriegsnacht im Winter 1943 der traurige Überrest einer einzigartigen Sammlung von vorchristlichen orientalischen Göttermonumentalbildern. Das berichtet die "Berliner Umschau" (berlinerumschau.com) am Freitag. Während die Objekte aus Holz oder Kalkstein im Flammeninferno einer Phosphorbombe verbrennen, zerspringen die vom Brand erhitzten Basaltfiguren durch das kalte Löschwasser in unzählige Bruchstücke verschiedener Größe. Die spektakulären Denkmäler der aramäisch-hethitischen Zeit, 1000 Jahre v.u.Z., schienen unwiederbringlich verloren.
Der archäologisch interessierte, finanzkräftige Bankierssohn Max von Oppenheim, Visionär, Exzentriker und Diplomat, hatte die über 3000 Jahre alten Kunstwerke aus dem Fürstenpalast vom Tell Halaf, im heutigen nordöstlichen Syrien, zwischen 1911 und 1913 bei einer Grabung entdeckt, freigelegt und nach der Fundteilung seinen Anteil der Skulpturen ab 1930 in einem eigens dafür eingerichteten Museum in Berlin ausgestellt.
Während der in Syrien verbliebene Teil der archaischen Objekte bis heute im Museum von Aleppo zu den bedeutenden Exponaten gehört, waren die Berliner Göttestatuen nach ihrer Zerstörung in Vergessenheit geraten. Die Experten hielten die Kunstwerke für unrestaurierbar. Ein Wunder, dass man den Schuttberg von unzähligen Basalttrümmern über 60 Jahre in den Kellern des Pergamonmuseums überhaupt so lange aufbewahrt hatte.










