(openPR) Selbstmarketing – das ist etwas für Blender? Nein, gerade nicht, denn jedes Marketing braucht ein gutes Produkt und das sind in diesem Fall Sie. Allerdings müssen Sie es selbst ins rechte Licht rücken, damit Kollegen und Vorgesetzte wissen, was Sie an Ihnen haben. Worauf Sie bei Ihrem Selbstmarketing achten sollten.
Sie arbeiten Ihre Todo-Liste ab, sind bei den Kollegen beliebt, weil Sie sie gut unterstützen, aber immer werden nur die anderen befördert? Oder arbeiten zumindest an den interessanteren Projekten? Offensichtlich trauen die Vorgesetzte Ihren Kollegen mehr zu. Während Sie das Gefühl haben, übersehen zu werden. Da hilft nur eines: Verbessern Sie Ihr Selbstmarketing. Dann wird Ihr Chef Sie nicht mehr übergehen. Und mehr Spaß macht die Arbeit dann auch.
Es geht dabei vor allem darum, dass die anderen Ihre Stärken erkennen. Dazu müssen Sie sich selbst klar über Ihre eigenen Fähigkeiten und Vorteile sein. Und Sie müssen sich den anderen präsentieren. Zum einen, damit die anderen Sie überhaupt kennen, wissen, wer Sie sind. Und dann natürlich auch, damit Sie sie als kompetente Akteurin erleben. Dafür ist es wichtig, dass Sie Ausschau halten nach Bühnen, auf denen Sie sich präsentieren können. Die folgende Checkliste führt Gelegenheiten auf, bei denen andere Sie wahrnehmen. Fragen Sie sich selbst, wie Sie dabei einen überzeugenden Eindruck machen und suchen Sie sich nach und nach weitere Bühnen:
Begrüßungen
Wortbeitrag im Meeting
Telefongespräche mit Kunden oder Kollegen
Small-Talk: im Flur, in der Kaffeeküche, in der Kantine, bei Betriebsfeiern, Empfängen, Events
Präsentationen
Persönliche Gespräche auf Messen
Redebeiträge bei Arbeitskreisen, Kongressen, Tagungen, öffentlichen Veranstaltungen sowie Netzwerk-Treffen
Vorträge bei Branchen-Events
Beitrag in der Mitarbeiterzeitschrift
Expertenbeitrag im Firmenwiki
Für Ihre Auftritte auf den Bühnen trainieren Sie am besten bei Ihren alltäglichen Gesprächen und bei Meetings, auf die Sie sich vorbereiten. Seien Sie kreativ, in dem Sie gute Beispiele einfließen lassen, was Sie bereits für Erfolge hatten, die für die anderen als Best Practice-Beispiele nützlich sind oder bieten Sie weiterführende Infos zu bestimmten Themen an, so dass sich automatisch transportiert, dass Sie darüber Bescheid wissen. Es geht nicht um eine reine Aufzählung: Ich bin die Beste, Tollste, Größte. Sondern darum, was Sie in ihrer Abteilung eingeführt haben, damit der eingebrochene Umsatz sich wieder stabilisiert hat. Was war Ihr Erkenntnisgewinn bei der letzten Weiterbildung? Welche interessante Person haben Sie auf dem letzten Kongress kennengelernt? Welche Funktion haben Sie in Ihrem neuesten Smartphone entdeckt, die Ihre Arbeit erleichtert? Ist die neue Kalenderversion des Iphone jetzt nützlicher als die alte? So zeigen Sie etwa, dass Sie mit der neuesten Technik vertraut sind. Dazu gehört auch eine Sprache, bei der Sie nicht, „Ich sollte, ich müsste, ich könnte…“ sagen, sondern „ich habe, ich plane“. Auch in schwierigen Situationen wie in komplizierten Chang-Prozessen oder bei Fusionen sollten Sie darauf achten, auch positive Aspekte ins Gespräch zu bringen. So werden Sie als jemand angesehen, der lösungsorientiert denken kann.
Vertreten Sie auch einmal einen Standpunkt, der nicht bis ins Letzte abgesichert ist. Ein bisschen Risiko darf sein, so lernt man Sie als Person mit einer bestimmten Meinung kennen und Sie schärfen Ihr Profil. Dann sieht man Sie als Produkt klarer. Dazu gehören auch Ecken und Kanten, aber überlegen Sie gut, welche Sie zeigen wollen. Sie entscheiden das, denn Sie sind die Marketing-Spezialistin in eigener Sache. Seien Sie großzügig mit sich selbst: Es geht nicht darum, dass Sie perfekt sein müssen, sondern dass andere ihre guten Seiten sehen. Ihre schlechten Seiten müssen Sie deswegen nicht leugnen. Es lohnt sich sogar, sich damit auseinanderzusetzten, wenn für Sie dort ein Thema drinsteckt, an dem Sie etwas verändern möchten. Ein Coaching bietet Ihnen dafür die Gelegenheit, sich in einem geschützten Rahmen damit zu beschäftigen. Aber es gibt kein Gesetz, dass Ihnen vorschreibt, Sie müssten von sich auch negative Seiten an sich offenbaren. Achtung: Frauen neigen unbewusst dazu, sich beliebt machen zu wollen, in dem sie auf Äußerungen anderer Frauen, die von Fehlern oder Missgeschicken berichten, einsteigen und eigene Geschichten mit Negativ-Erlebnissen zum Besten geben. Das ist das Gegenteil von Selbstmarketing. Auch wenn es schwer fällt, lassen Sie es sein. Suchen Sie stattdessen lieber positive Anknüpfungspunkte zu Ihrem Gegenüber.
Wer sich selbst gut vermarktet, strahlt aus „Ich kann mehr, ich will mehr“. Und da in Zukunft die Beschäftigungsfähigkeit, die sogenannte Employability, eine immer größere Rolle spielen wird, wird auch Selbstmarketing immer wichtiger, um sich im eigenen Unternehmen oder für zukünftige Arbeitgeber als interessante Mitarbeiterin zu positionieren.
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