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Cologne Consensus Conference 2016 erörtert Inhalte und Qualität der ärztlichen Fortbildung

10.08.201619:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Cologne Consensus Conference 2016 erörtert Inhalte und Qualität der ärztlichen Fortbildung
Die Cologne Consensus Conference 2016 evaluiert die kontinuierliche Fortbildung für Ärzte
Die Cologne Consensus Conference 2016 evaluiert die kontinuierliche Fortbildung für Ärzte

(openPR) Die European Cardiology Section Foundation (ECSF) veranstaltet zum fünften Mal die Cologne Consensus Conference (CCC). Der Kongress findet am 16. und 17. September 2016 in Köln unter dem Titel „Assessments in accredited CME/CPD” statt. Die diesjährige Kongressthematik rund um die kontinuierliche Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte ist breit gefasst. Im Mittelpunkt geht es um die Erfassung der unterschiedlichen, individuellen Fortbildungsbedürfnisse der Fachärzte aller Richtungen. Vorgestellt und diskutiert werden, welche Möglichkeiten zur Erweiterung der interdisziplinären Fachkenntnisse bestehen, welche Inhalte als unentbehrlich zur Auffrischung des Fachwissens gelten und wie Ärzte bestimmte technisch-manuelle Fertigkeiten auf dem neusten Stand halten können. Ein weiterer zentraler Kongresspunkt ist die Lernerfolgskontrolle, die häufig durch Multiple Choice-Fragen durchgeführt wird. Der Aufwand und die Grenzen eines solchen Ansatzes werden ebenfalls diskutiert. Zum anderen thematisiert der Kongress die Evaluation von Fortbildungsveranstaltungen als Maßnahme zur Qualitätssicherung auf Seiten der Veranstalter. „Hierbei stellen insbesondere Großveranstaltungen eine Herausforderung dar“, sagt Prof. Dr. Reinhard Griebenow, Vorstandsvorsitzenden der ECSF. Gleichzeitig behandelt der Kongress auch die interprofessionelle Fortbildung, die in anderen Ländern weiter verbreitet ist als in Deutschland. Desweiteren wird hinterfragt, welche Anforderungen die Zertifizierer an die Veranstalter stellen sollen oder müssen und ob es hier Handlungsbedarf gibt. Während sich etwa in den Vereinigten Staaten der Anbieter von ärztlicher Fortbildung zertifizieren lassen muss, überprüfen in Deutschland die Ärztekammern jede einzelne Fortbildungsmaßnahme, ob sie den gesetzlichen Anforderungen und der ärztlichen Fortbildungsordnung entspricht. Aufschlussreich ist auch der Blick ins europäische Ausland beispielsweise in die Schweiz, wo bereits regelmäßige Erneuerung der Akkreditierungslizenzen oder auch sogenannte „Board Certifications“ eingeführt wurden.



Prof. Dr. Heinz Weber, Vorsitzender des ECSF-Stifterrats und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Reinhard Griebenow eröffnen den Kongress. Den Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Jürgen Neuser, ehemaliger Direktor des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in Mainz, und hinterfragt die Bewertungsmethoden in der medizinischen Fortbildung. In 15 weiteren Fachvorträgen und Diskussionsrunden steht der Meinungsaustausch über den Bedarf, die Inhalte, die Regeln und die Praxis der zertifizierten Fortbildungsangebote im Mittelpunkt. Aus Deutschland halten Vorträge u.a. Prof. Dr. Christopher Baethge, Leiter Medizinisch-Wissenschaftliche Redaktion beim Deutschen Ärzteblatt, Dipl.-Ing. Karin Brösicke, zuständig für Ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung bei der Bundesärztekammer sowie Dr. med. Dipl.-Volkswirt Peter Lösche, Geschäftsführer Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung. Prof. Dr. Reinhard Griebenow analysiert in seinem Beitrag die Funktion der Fortbildung in gedruckten und Online-Fachmedien. Wie in den USA die berufsübergreifende ärztliche Fortbildung gehandhabt wird, stellt der Präsident des Accreditation Council for CME (ACCME), Dr. Graham McMahon, dar. Weitere Referenten u.a. aus USA, Kanada, den Niederlanden, der Schweiz, aus Schweden, England und Österreich verdeutlichen die unterschiedlichen Herangehensweise und ermöglichen eine Diskussion zwischen Sprechern von Akkreditierungsstellen und Fortbildungsanbietern.

Die Cologne Consensus Conference 2016 findet vom 16. bis 17. September 2016 im Marriott Hotel, Johannisstraße 76-80, 50668 Köln statt. Informationen über das Programm gibt es auf www.e-cs-f.org. Interessierte können sich kostenfrei zum Kongress per E-Mail an E-Mail anmelden.

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