(openPR) Externe Evaluation in Berlin – ein Erfolgsmodell für die Bundesrepublik? - 6. Berliner Plenum Frühpädagogik am 30. September 2016
Im Bundesland Berlin ist die Evaluation ist für jeden öffentlich geförderten Träger einer Kindertagestätte verpflichtend. In einem Rhythmus von fünf Jahren werden die über 2.000 Kitas durch einen von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft anerkannten Anbieter für externe Evaluation evaluiert. Ziele dieser externen Evaluation sind:
- durch die Außenperspektive die eigenen Maßstäbe zu überprüfen sowie „blinde Flecken“ zu erkennen,
- durch Anregungen und Empfehlungen die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit zu unterstützen,
- ein Feedback der Eltern über deren wahrgenommene Qualität der pädagogischen Arbeit und Ergebnisse zu erhalten.
Nach Auswertung der Daten werden Träger und Kita-Team über die Ergebnisse informiert und erhalten einen Evaluationsbericht. Der Bericht enthält Aussagen zur erreichten Qualität (genaue Beschreibung und Wertschätzung von Erreichtem), Entwicklungschancen, Entwicklungsnotwendigkeiten sowie konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität in der Einrichtung.
Doch dieses zentrale Instrument der Qualitätsentwicklung gibt es bislang nur in Berlin. Andere Bundesländer diskutieren die Einführung seit Jahren – jüngst scheiterte jedoch das Vorhaben zur Einführung eines Kita-TÜVs in Hamburg. Das sechste Plenum Frühpädagogik fragt daher, warum nur das Bundesland Berlin bislang ein Instrument zur Qualitätsentwicklung etabliert hat? Welche Erfahrungen lassen sich übertragen für einen Einsatz in andere Bundesländer? Und welche Chancen gibt es, künftig bundesweit Qualität zu überprüfen und zu entwickeln?
Diese Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren sowie mit
- Sigrid Klebba, Staatssekretärin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
- Dr. Christa Preissing, Direktorin Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi) in der Internationalen Akademie Berlin (INA gGmbH)
- Katja Grenner, Pädagogische Geschäftsleiterin, Kindergärten City Eigenbetrieb v. Berlin
Kathrin Janert, Vorstand Evangelischer Kirchenkreisverband für Kindertageseinrichtungen Berlin-Mitte-Nord
- Martin Peters, Paritätischer Landesverband Hamburg, Geschäftsbereichsleitung Frühe Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)
- Jule Marx, Leiterin Abteilung Pädagogik und Qualitätsentwicklung bei FRÖBEL
- n.n., Bundesministerium für Frauen, Soziales, Familien und Senioren (angefragt)
Der FRÖBEL e. V. bringt zu der jährlichen Veranstaltungsreihe „Frühpädagogisches Plenum“ Fachleute aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Verbänden sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Die Gäste sind herzlich eingeladen, sich engagiert mit Ihren Fragen und Erfahrungen einzubringen! Anmeldungen sind über die Pressestelle möglich.












