openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Ein Gewinn für Unternehmen und Arbeitnehmer

08.08.201614:07 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Ein Gewinn für Unternehmen und Arbeitnehmer
Lösemittelverbrauch zur Herstellung von Klebstoffen in Deutschland. Foto: IVK
Lösemittelverbrauch zur Herstellung von Klebstoffen in Deutschland. Foto: IVK

(openPR) Was leisten Verbände? Meist nur mit der Vertretung von Industrieinteressen in Verbindung gebracht, ist ihr Aufgabenspektrum in der Praxis oft größer. Ein Beispiel ist die Einführung des GISCODE-Systems, an der der Industrieverband Klebstoffe e. V. mitwirkte. Dieses System trug nachhaltig dazu bei, dass der Einsatz von Lösemitteln in den vergangenen Jahren drastisch reduziert wurde. Während die Produktionsmenge an Klebstoffen sich seit 1995 nahezu verdoppelt hat, halbierte sich die pro 1.000 Tonnen Klebstoff eingesetzte Menge an Lösemitteln im gleichen Zeitraum.



Der deutschen Klebstoffindustrie kommt in puncto Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutz eine Vorreiterrolle zu. Mit Unterstützung des IVK wurden in den letzten Jahren zahlreiche erfolgreiche Initiativen diesbezüglich auf den Weg gebracht.
Bestes Beispiel ist die Einführung des sogenannten GISCODE-Systems für Verlegewerkstoffe.
Bis Ende der 1980er-Jahre haben die Boden- und Parkettleger in Deutschland überwiegend Klebstoffe mit hohen Lösemittelgehalten eingesetzt. Um Handwerker – aber auch die Umwelt und Verbraucher – vor Lösemittel-Emissionen zu schützen, hat der Industrieverband Klebstoffe e.V. Anfang der 1990er-Jahre gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) das Gefahrstoff-Informations-System GISCODE entwickelt.
Der GISCODE fasst bauchemische Produkte mit vergleichbaren Gefährdungsmerkmalen und demzufolge identischen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln zu Gruppen zusammen. Dadurch wird die Vielzahl bauchemischer Produkte auf wenige Produktgruppen reduziert. Die Codierung selbst besteht aus einer Buchstaben- (chemische Basis) und Zahlenkombination (Gefährdungskategorie) – z.B. D1 „Dispersionsklebstoff, lösemittelfrei“ oder RU2 „PUR-Klebstoff, lösemittelarm“. Der GISCODE ordnet das bauchemische Produkt eindeutig einer Produktgruppe zu, für die der Verarbeiter dann Produktgruppeninformationen und Betriebsanweisungen online bei der Bau BG abrufen kann. Darüber hinaus erhält er Hinweise auf Ersatzprodukte mit weniger Gefährdungspotential. In Bezug auf die Verwendung lösemittelhaltiger Verlegewerkstoffe war und ist der GISCODE der Schlüssel für die praxisgerechte Umsetzung der TRGS 610 (Technischen Regel für Gefahrstoffe), die Ersatzstoffe und Ersatzverfahren anstelle des Einsatzes stark lösemittelhaltiger Vorstriche und Klebstoffe für den Bodenbereich regelt. Mit dem GISCODE werden Verarbeiter in die Lage versetzt, ihren gesetzlichen Verpflichtungen im Bezug auf den Arbeitsschutz ohne größeren Aufwand zu erfüllen. Neben Vorstrichen, Bodenbelag- und Parkettklebstoffen umfasst der GISCODE aktuell auch Epoxidharze und zementhaltige Produkte.
Die Jahre nach der Einführung des GISCODE standen im Zeichen eines sehr intensiven Dialogs – insbesondere mit dem Boden- und Parkettlege-Handwerk. Es galt für die Akzeptanz des GISCODE im Handwerk zu werben, denn die Substitution von stark lösemittelhaltigen Verlegewerkstoffen durch lösemittelfreie bzw. -arme Produkte hatte oftmals auch (ungeliebte) Änderungen der Arbeitsabläufe im bodenlegenden Handwerk zur Folge. Als Service für seine Mitglieder organisierte der IVK mit seiner Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) Fachseminare, Expertengespräche und Gesprächsrunden mit den Spitzenverbänden des Handwerks. Dies hat schlussendlich dazu geführt, dass der GISCODE heute vom Handwerk „gelebt“ wird.

Akzeptanz und Wirkungskraft des GISCODE
Nachdem sich der GISCODE – dank der Kommunikationsarbeit des IVK – im Boden- und Parkettlegergewerbe sehr gut etabliert hat, gibt es inzwischen auch Klassifizierungssysteme für andere chemische bzw. bauchemische Produkte , wie zum Beispiel den Produkt-Code für Reinigungs- und Pflegemittel oder für Farbe und Lacke. Dies verdeutlicht die hohe Akzeptanz und Wirkungskraft der freiwilligen Branchenvereinbarung GISCODE. Nahezu sämtliche Verlegewerkstoffhersteller in Deutschland haben die Produktion und den Vertrieb lösemittelhaltiger Belags- und Parkettklebstoffe mittlerweile eingestellt – eine Ausnahme bildet eine kleine Palette von Spezialklebstoffen für besondere Anwendungen, die nach TRGS 610 nach wie vor zugelassen sind.
Für den Erfolg dieser Initiative sprechen auch die folgenden Zahlen eine eindeutige Sprache: Der Anteil lösemittelhaltiger Bodenbelagsklebstoffe ist seit 2000 von 25 Prozent auf dauerhaft unter 1 Prozent zurückgegangen.

Vorbild für andere Klassifizierungssysteme
Der GISCODE stellte die Weichen für ein weiteres freiwilliges Klassifizierungssystem der Klebstoffindustrie, das der IVK erfolgreich auf den Weg gebracht hat: der EMICODE®. Dieser teilt Verlegewerkstoffe, wie Spachtelmassen, Klebebänder, Parkettlacke oder Grundierungen, hinsichtlich ihrer Belastung der Raumluftqualität in die Emissionsklassen „sehr emissionsarm“ und „emissionsarm“ ein. Vergeben wird das Prüfzeichen für Umwelt- und Innenraumlufthygiene seit 1997 durch die vom IVK gegründete Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV). Die Prüfungen der EMICODE®-lizenzierten Produkte erfolgen durch externe, industrieunabhängige Prüfinstitute.

Mehr als nur eine Interessenvertretung
Der Industrieverband Klebstoffe e.V. versteht sich als starker Partner der deutschen Klebstoffindustrie. Er vertritt die technischen und wirtschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder – sowohl im In- als auch im Ausland.
Die Beispiele GISCODE und EMICODE® machen aber ebenso deutlich: Auch der Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz nimmt einen hohen Stellenwert in der Verbandsarbeit des IVK ein. Die Vertretung der Industrieinteressen und die Wahrnehmung von Verbraucherinteressen schließen sich nicht aus, sondern gehen Hand in Hand. Sie ergänzen sich gegenseitig. Das ist der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg und eine moderne Verbraucherpolitik.

Weitere Informationen: www.klebstoff-presse.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 913892
 635

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Ein Gewinn für Unternehmen und Arbeitnehmer“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Industrieverband Klebstoffe e.V.

Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
Modern, informativ, übersichtlich gestaltet: Die neue Website des Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) ist online. Mitglieder und Klebstoff-Interessenten können jetzt noch einfacher auf Informationen zugreifen und sich rund um das Thema Klebstoffe informieren. Eine Neuheit: Das Online-Magazin „Kleben fürs Leben“ ist nun stimmig in die Homepage integriert. Mit der neu gestalteten Website möchte der IVK alle Basisinformationen zum Thema Klebstoffe gebündelt vermitteln und eine bequeme Anlaufstelle zu offenen Fragen schaffen. Neben der optisc…
Bild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst HaftkraftBild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Bisher war es unmöglich die Hafteigenschaften von Klebstoffen unter Wasser wie auf Knopfdruck ein- und auszuschalten – beispielsweise zur Montage von Sensoren. Einen ersten Erfolg auf diesem Gebiet konnten jetzt Wissenschaftler der Michigan Technological University (Michigan Tech) erzielen: Ihnen ist es in einem Experiment gelungen, die Haftkraft eines catecholhaltigen Unterwasserklebstoffs mit Hilfe eines elektrischen Stromstoßes zu lösen. Die Forschergruppe um Dr. Bruce P. Lee (Professor Abteilung für biomedizinische Technik) an der Michig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Betriebliche Gesundheitsförderung für kleine UnternehmenBild: Betriebliche Gesundheitsförderung für kleine Unternehmen
Betriebliche Gesundheitsförderung für kleine Unternehmen
… Sonderleistung zur Gesundheitsförderung muss nicht mehr kompliziert nachgewiesen werden. Unter die Steuerbefreiung fallen auch Barleistungen (Zuschüsse) des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer, die diese für externe Maßnahmen aufwenden. Für den Arbeitnehmer handelt es sich ebenfalls um steuerfreie Leistungen, die nicht der Lohnsteuer unterliegen. Ein …
Bild: Das Potenzial älterer Arbeitnehmer ist oftmals verschüttetBild: Das Potenzial älterer Arbeitnehmer ist oftmals verschüttet
Das Potenzial älterer Arbeitnehmer ist oftmals verschüttet
Bei der dritten Tagung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung wurde deutlich: Ältere Arbeitnehmer sind nicht weniger leistungsfähig und –bereit, sie müssen nur entsprechend gefördert werden. Bonn, 18./19. September 2008. „Ich freue mich über die hohe Teilnehmerzahl dieser Tagung, die uns bestätigt, dass das Thema „Altern und Arbeit“ aktueller denn …
Finanzinnovation: Zukunftskonten sichern betriebliche Weiterbildung
Finanzinnovation: Zukunftskonten sichern betriebliche Weiterbildung
… Tenman (10man.de) und Nextpension (nextpension.de) entwickelt wurde. Das Verfahren nutzt eine bislang unbeachtete Variante flexibler Arbeitszeitsysteme, also geltendes Gesetz. „Arbeitgeber und Arbeitnehmer können das Lebenslange Lernen damit ab sofort auf eine für beide Seiten sehr profitable Grundlage stellen“, erklärt Michael Kurpeik, Geschäftsführer …
Bild: Betriebsratswahlen 2010Bild: Betriebsratswahlen 2010
Betriebsratswahlen 2010
Zwischen 1. März und 31. Mai 2010 finden in diesem Jahr die Wahlen der Arbeitnehmer- Interessenvertretungen statt. Das nach der Wahl- vor der Wahl ist, habe viel Arbeitnehmervertreter in den letzten Wochen wieder verstärkt zu fühlen bekommen. Überall wurden Wahlvorstände bestellt, Vorschlagslisten erarbeitet und die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten …
Work-Life-Balance ist wirtschaftlich rentabel
Work-Life-Balance ist wirtschaftlich rentabel
… Gesundheit der Angestellten wird deutlich verbessert. Die Ausfalltage vermindern sich signifikant. Das zahlt sich für die Unternehmen deutlich aus. Leistungsstarke Arbeitnehmer ebenso wie weniger Ausfallzeiten sind ein Erfolg für jegliches Unternehmen. Work-Life-Balance kann ein immenser Wettbewerbsvorteil darstellen. Zig Angestellte schätzen mittlerweile …
Fortbildung mal ganz anders..
Fortbildung mal ganz anders..
icht in jeder entaplierten Modelagentur, hier stehen hauptsächlich viel Profit und Gewinn im Vordergrund. Genau aus diesem Grund, sollten sich etliche Agenturen oder anderweitige Unternehmen die Fortbildung ihrer Mitarbeiter wirklich zu Herzen nehmen, denn letztendlich profitieren Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer davon.
Beck ist auf dem falschen Dampfer – Deutschlandfonds verfolgt aber das richtige Ziel
Beck ist auf dem falschen Dampfer – Deutschlandfonds verfolgt aber das richtige Ziel
… Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmwonline.de, Mario Ohoven, zu den Plänen des SPD-Vorsitzenden. Der Mittelstand begrüße prinzipiell eine Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmen. „Wer am Gewinn des Unternehmens partizipiert, ist motivierter und bringt mehr Leistung", so Ohoven. Wenn Mitarbeiter bei Lohnerhöhungen …
Vom Arbeitnehmer zum Mit-Unternehmer – Debatte über Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen nimmt wieder Fahrt auf
Vom Arbeitnehmer zum Mit-Unternehmer – Debatte über Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen nimmt wieder Fahrt auf
Bonn/Berlin – Alle Jahre wieder wird das Thema der Beteiligung von Arbeitnehmern an ihrem Unternehmen aus dem Debattenfundus hervorgekramt. Jetzt ist es wieder so weit, sogar mit allerhöchstem Segen: Nach Bundespräsident Horst Köhler hat sich auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für dieses Modell ausgesprochen. Zustimmung kommt aus allen politischen …
Bild: Eingeschränkter Betriebsausgabenabzug bei Bewirtung freier MitarbeiterBild: Eingeschränkter Betriebsausgabenabzug bei Bewirtung freier Mitarbeiter
Eingeschränkter Betriebsausgabenabzug bei Bewirtung freier Mitarbeiter
ne Bewirtung, bei Gewährung von Aufmerksamkeiten in geringem Umfang (wie Kaffee, Tee, Gebäck), wenn es sich hierbei um eine übliche Geste der Höflichkeit handelt. Es bleibt aber weiterhin dabei, dass Bewirtungsaufwendungen voll abgezogen werden können, die betrieblich veranlasst sind und auf eigene Arbeitnehmer entfallen.
Pensionsrückstellungen - 25. September 2017 in Frankfurt
Pensionsrückstellungen - 25. September 2017 in Frankfurt
… des Dienstzeitaufwandes (Service Cost) und des Zinsanteils (Interest Cost). Der Dienstzeitaufwand ist derjenige Betrag, der jährlich durch die erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer an Pensionszusagen seitens des Unternehmens hinzukommt und die Pensionsrückstellungen dadurch erhöht. Dieser Aufwand wird als Personalaufwand gebucht und vermindert …
Sie lesen gerade: Ein Gewinn für Unternehmen und Arbeitnehmer