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Knappschaftskrankenhaus sagt Keimen den Kampf an

05.08.201610:10 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Knappschaftskrankenhaus sagt Keimen den Kampf an
Die Hygienefachkräfte Martin Niebius (li.) und Michael Bosmanns
Die Hygienefachkräfte Martin Niebius (li.) und Michael Bosmanns

(openPR) Jedes Krankenbett mit Desinfektionsmittelspender ausgestattet und umfassendes MRGN-Screening bei Risikopatienten eingeführt

80 Prozent aller infektiösen Erkrankungen werden über die Hände übertragen, so die Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sorgfältige Händehygiene hat deshalb gerade in der Krankenversorgung hohe Priorität – zum Schutz der Patienten und zum Eigenschutz. Klinikpersonal ist daher verpflichtet, sich vor und nach jedem Patientenkontakt die Hände zu desinfizieren. Damit die Erfüllung dieser Vorgabe sich besser in den Arbeitsablauf integrieren lässt, wurde im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum jetzt jedes Krankenbett mit einem eigenen Desinfektionsmittelspender ausgestattet. Dies verkürzt Wege und Zeit und erleichtert damit die Arbeit auf der Station. Ein Nebeneffekt ist zudem, dass die allgegenwärtige Präsenz der Desinfektionsmittelspender eine Art „Erinnerungsfunktion“ mit sich bringt, die Mitarbeiter, Patienten und Besucher gleichermaßen zur Desinfektion animiert.



Bereits seit Jahren sind die Patientenzimmer des Knappschaftskrankenhauses standardmäßig mit eigenen Spendern vor und in den Zimmern ausgestattet. Auch an markanten Punkten wie im Eingangsbereich, in der Cafeteria und auf allen Etagen vor den Aufzügen wurden Spender angebracht – und nun zusätzlich noch an jedem Bett. Das Knappschaftskrankenhaus ist damit die erste Klinik in Bochum, die eine solche Schutzmaßnahme so konsequent umsetzt.

„Im Vorfeld haben wir Erhebungen auf den Stationen gemacht, wie das Pflegepersonal die Händedesinfektion praktiziert. Dabei haben wir beobachtet, dass beispielsweise in einem Drei-Bett-Zimmer eine Desinfektion vor und nach jedem Patienten schwerlich zu leisten ist, weil die Pflegekraft ständig zum Wandspender neben der Tür rennen muss“, berichtet Hygienefachkraft Martin Niebius. Durch die Ausstattung eines jeden Bettes kann der Arbeitsaufwand für die so wichtige Desinfektion fortan um 30 Prozent gesenkt werden und ist zugleich effektiver als bisher. Das Gros der Mitarbeiter/innen empfinden die Einführung als Arbeitserleichterung und auch die Patienten haben die Veränderung bisher sehr positiv aufgenommen.

Doch das ist nicht alles, was das Knappschaftskrankenhaus im Kampf gegen Keime leistet. Vor einem Jahr wurde hier ein so genanntes „Risikoadaptiertes MRGN-Screening“ entwickelt, das in der Form bundesweit einmalig ist.

Auf Grundlage der „Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention“ (KRINKO) des Robert-Koch-Institutes arbeitete die Hygieneabteilung des Knappschaftskrankenhauses eigene, strenge Risikofaktoren aus, anhand derer entschieden wird, welche Patienten auf MRGN (Multiresistente gramnegative Erreger) getestet werden. Zu den Risikofaktoren gehören Patienten, die aus dem Ausland kommen oder im Ausland Kontakt zum dortigen Gesundheitssystem hatten, sowie alle Patienten, die nach einer Aufenthaltsdauer von mehr als 72 Stunden von anderen Kliniken ins Knappschaftskrankenhaus verlegt werden, und Patienten, die in ihrer Vorgeschichte bereits positiv auf MRGN getestet wurden. Seither werden im Schnitt 800 Patienten monatlich per Abstrich auf die antibiotikaresistenten Bakterien gescreent und je nach Ergebnis entsprechend isoliert. Im Gegensatz zu dem besser bekannten MRSA (Multiresistenter Staphylokokkus aureus), bei dem es nur einen Erreger gibt, gegen den der Patient behandelt wird, gibt es bei MRGN über 400 Erreger. Sind Patienten lediglich „besiedelt“, muss MRGN nicht behandelt werden. Eine Therapie erfolgt erst infolge einer Infektion.

„Die Rate der Betroffenen in der Bevölkerung ist höher als ursprünglich angenommen. In Fachkreisen spricht man von fünf Prozent und diese Zahl deckt sich auch mit den Screening-Daten aus unserem Krankenhaus“, weiß Hygienefachkraft Michael Bosmanns.

Je nachdem, gegen wie viele der vier häufigen Antibiotika-Gruppen ein solches Bakterium resistent ist, spricht man von 3-MRGN (gegen drei von vier Gruppen) oder 4-MRGN (vier von vier Gruppen). Patienten, die auf 4-MRGN positiv getestet sind, werden strikt isoliert, um eine Übertragung auf andere Personen durch Ausscheidungen (Stuhl, Urin, Blut) und durch die Luft (Niesen, Husten) zu vermeiden. Vor Betreten des Zimmers ist es deshalb erforderlich, Kittel, Handschuhe, Mundschutz und Kopfhaube anzuziehen. Außer in kritischen Klinikbereichen wie beispielsweise auf der Intensivstation, reicht bei Patienten mit einem 3-MRGN im Allgemeinen die Kontaktisolation. Um eine Schmierinfektion über die Hände auszuschließen, müssen dann Schutzkittel und Handschuhe getragen werden.

Durch diese stringente Verfahrensweise vom Screening über die anschließende Behandlung wird die Patientensicherheit gestärkt und der Schutz vor Infektionen erhöht – für jedermann.

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