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Hühner aus Volierenhaltung befreit

26.06.200609:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Hühner aus Volierenhaltung befreit
Tierbefreiung aus einer \'Aufzuchtanlage\' mit Volierenhaltung
Tierbefreiung aus einer \'Aufzuchtanlage\' mit Volierenhaltung

(openPR) Aktivisten der Tierrechtsinitiative Maqi befreiten in der Nacht zum Freitag zwei schätzungsweise zehn bis zwölf Wochen alte Küken aus einer Aufzuchtanlage. Vor wenigen Monaten befand sich in dieser Anlage noch eine Käfighaltung (Fotodokumentation siehe http://tierrechtsbilder.de). Inzwischen wurde sie umgebaut zu einer Volierenhaltung. Hier können mehr Tiere pro Quadratmeter Bodenfläche gefangengehalten werden als in einer Bodenhaltung, da zusätzlich erhöhte Plattformen vorhanden sind - in diesem Fall ein Regalsystem mit an einer Seite offenen Käfigen, das mit wenigen Handgriffen wieder zu einer Käfigbatteriehaltung modifiziert werden kann. "Dies ist offenbar eine Reaktion auf die derzeitige Unklarheit über die zukünftig gesetzlich zulässigen Formen der Gefangenhaltung zur Hühnerausbeutung", so Ingrid Bühl von Maqi.



Tierschützer fordern zwar ein Verbot von "Legebatterien" und "Großkäfigen", damit implizit aber eben vor allem Boden- bzw. Volierenhaltung, was mindestens ebenso großes Leid verursacht und noch mehr Leben kostet. "Daß es den Tieren in derartigen Anlagen keineswegs besser geht, zeigen die zahlreichen, während der Befreiungsaktion entstandenen Bilder", so Bühl weiter. "U.a. werden gerade in solchen Alternativhaltungen die äußerst sensiblen, schmerzempfindlichen Tastorgane der Vögel, die Schnabelspitzen, abgeschnitten, 'kupiert', da die große Zahl der zum Zusammenleben gezwungenen Individuen die Entwicklung eines normalen Sozialverhaltens unmöglich macht, was zu Federpicken, Kannibalismus usw. führt. Dies ist eine von mehreren Ursachen für eine höhere Sterblichkeitsrate. Daher ist es ethisch zwingend erforderlich, Tierschutz, der lediglich Reformen und damit eine Zementierung der Ausbeutung fordert, abzuschaffen; vielmehr müssen Tierechte etabliert und die Ausbeutung beendet werden. Ebenso fatal ist die Tierschutzforderung nach Vegetarismus (statt nach Veganismus): allein für den Eikonsum von Vegetariern werden in Deutschland jährlich etwa acht Millionen Hennen und ebenso viele männliche Küken umgebracht."

Unter dem Einfluß der Energiekrise zu Beginn der 70er Jahre wurden Bodenhaltungssysteme mit erhöhten Plattformen ausgestattet. Durch die Nutzung der metabolischen Wärme der Tiere konnte ein Absinken der Hallentemperatur ohne zusätzliche Heizung verhindert werden. Rechnerisch ergibt sich so eine größere "Stallfläche" pro Tier, die Wirtschaftlichkeit mit gesetzlichen und tierschützerischen Vorgaben in Einklang bringt. Diese Volierenhaltung ist nicht zu verwechseln mit den derzeit als Alternative zu bisherigen Käfigbatterien erprobten, als "Kleinvolieren" bezeichneten größeren Batteriekäfigen.

Für Eierproduktion ausgebeutete Hühner verbringen in der Regel etwa ein Drittel ihres kurzen Lebens in einer Aufzuchtanlage. Nach dem Schlüpfen werden die männlichen Küken vermust oder vergast, da sie weder Eier legen noch schnell genug gemästet werden können und so für die Ausbeuter nutzlos sind. Die weiblichen kommen aus der Brüterei in Aufzuchtanlage, von dort, wenn sie beginnen, Eier zu legen, also nach etwa fünf Monaten, in entsprechende Eierproduktionsanlagen, wo sie nach etwa einem Jahr - die natürliche Lebenserwartung von frei lebenden Hühnern beträgt rund zwanzig Jahre - umgebracht werden.

Aufnahmeplätze mit für längere Zwangs-"Aufstallung" geeigneten Hühnerhäusern zur Verfügung stehen. Daran ändert sich auch nichts dadurch, daß diese Hysterie mittlerweile abgeflaut ist, nachdem nicht mehr verheimlicht werden konnte, daß die Vogelgrippe sich primär keineswegs durch Zugvögel ausbreitet, sondern durch internationalen Handel mit Leichen und Kot von Vögeln, insbesondere Hühnern, sprich, durch Tierausbeutung.

Am 26. Juni ist "Aktionstag gegen Folter". Für diese und Milliarden andere nichtmenschliche Tiere in Gefangenschaft ist Folter Alltag.

Die beiden geretteten Hühner wurden mittlerweile nach Hamburg gebracht, wo sie mit einer weiteren Henne und einem Hahn zusammenleben, ohne ausgebeutet und ermordet zu werden.

Die Aktion wurde dokumentiert, Bilder dazu sind auf der Webseite der Tierrechtsinitiative Maqi zu finden.

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