(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Kaum hat sich Ortrun mit Pauken und Trompeten am Freitag aus dem Osten unseres Landes mit riesigen Hagelkörnern im Raum Leipzig vermeintlich verabschiedet, da steht ihr Nachfolger, eine Wellenstörung an Orturns Kaltfront bereits schon wieder vor unserer Haustür und hat neue, teils heftige Gewitter mit Sturmböen und örtlichem Hagel im Gepäck. Einen ersten Vorgeschmack gab es im Westen in der vergangenen Nacht. Doch die schwüle Luft lässt sich nicht so schnell wieder abdrängen, und so bleibt die Gewitter- und Unwettergefahr bis morgen noch hoch, wobei sie sich heute Abend vom Westen langsam in die Mitte unseres Landes verlagert. Das vermelden die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Während Gewitterreste morgen Früh im Osten Deutschlands noch den einen oder anderen unsanft aus dem Bett aufschreckt, kommt im Tagesverlauf von Südwesten - aus Ostfrankreich und über dem Westen und Südwesten unseres Landes - Nachschub, der Richtung Norden und Nordosten Deutschlands wandert und wieder örtliche Unwetter in Form von Sturm, Starkregen und Hagel mit sich bringt.
Ursache ist die gestern bei uns eingetroffene, feucht-warme Luft aus Spanien und Frankreich, die vor deutlich kühlerer Meeresluft über Westeuropa (den Britischen Inseln und dem Ostatlantik - verbunden mit einem Höhentrog, also kalter Luft in der Höhe - durch dessen allmählich Annäherung gehoben wird.
Ein neuer Schwung Meereskaltluft wird an der Südseite von Ex-Tropensturm Alberto ostwärts Richtung Britische Inseln geführt und verschärft die Temperaturgegensätze noch. Dessen sich abschwächende Kaltfront wird am Mittwoch mit Bewölkung und örtlichen Regenschauern den Nordwesten mit kühlerer Luft erreichen, auf ihrem Weg nach Südosten aber zusehends Auflösungserscheinungen zeigen, sodass wieder nur der Norden in den Genuss merklicher Abkühlung kommt.
Zur Stunde hat sich ein großes Starkregengebiet gebildet, das von Münster /Osnabrück bis Kassel reicht und nordostwärts zieht. An seiner Nordseite herrscht die stärkste Aktivität mit starker Gewitteraktivität, Sturmböen und Hagel, die sich aber noch verstärken wird. Das ist für heute aber längst noch nicht alles.
Je später heute der Nachschub aus Frankreich «anrollt», desto heftiger dürfte es heute Abend und in der Nacht im Westen und in der Mitte zugehen. Da muss wieder mit fliegenden Dachziegeln, überlaufenden Kanaldeckeln und auch volllaufenden Kellern gerechnet werden.
Sie sollten also Sturm- und Hagelgefährdetes um das Haus herum und im Garten fest verzurren bzw. in festen Gebäuden unterbringen. Das gilt insbesondere auch für das Auto.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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