(openPR) Lehrer haben es nicht immer leicht. Gerade die Unterrichtsvorbereitung ist oft sehr aufwendig und zeitintensiv. „Ich musste meinen halben Hausstand mitbringen, um eine Technikstunde zu unterrichten“, schmunzelt Tanja Barkey, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule in Oelde.
Genau hier setzen die „Technik Türme“ an, da sie den Lehrern die Arbeit erleichtert. Sie sind so konzipiert, dass der Unterricht direkt beginnen kann, denn die Türme bieten rund 40 verschiedene Experimente in einzelnen Boxen, mit denen sofort gestartet werden kann. „Das Gute ist, dass alle Materialien da sind. Es ist alles drin und alles dran“, sagt Theresa Umlauf, Lehrerin an der Warendorfer Laurentiusschule. Hier sind die Technik Türme seit einigen Monaten im Einsatz und erfreuen sich bei Lehrern und Schülern gleichermaßen großer Beliebtheit. Das hat auch Tanja Barkey überzeugt, die im neuen Halbjahr die Technik Türme im Unterricht einsetzen wird.
Auf der Didacta 2016 in Köln - Halle 8.1, Stand E 055 - werden die Technik Türme vorgestellt. Das System kommt aus den Niederlanden und wurde von Dr. Virginie Gmelich Meijling entwickelt. In den Niederlanden werden sie mittlerweile in mehr als 2700 Schulen - etwa einem Drittel aller Schulen - eingesetzt. Die Technik Türme sollen Kinder mit technischen Dingen in Berührung bringen. Das Modell ist ein Gesamtkonzept, das eine durchgehende Lernkonzeption für das Fach Technik bietet; von Beginn des Kindergartens (vier Jahre alt) an, die ganze Grundschulzeit hindurch, bis hin zum Ende der Orientierungsstufe (zwölf Jahre alt) baut das System aufeinander auf.
Die Kinder arbeiten in Gruppen zusammen. Sie sollen dabei lernen, die Aufgaben zu verteilen, einander zu helfen, geduldig zu sein, um gemeinsam zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Der Inhalt deckt folgende technische Themen dem Lehrplan entsprechend ab: Konstruktion, Transport, Kommunikation, Produktion, Chemie, Magnetismus, Elektrotechnik und erneuerbare Energien. Auch Wetter und Klima, Licht, Spiegelungen und Temperatur sind fester Bestandteil des Unterrichtskonzepts.
Die Laurentiusschule bietet den Technik-Unterricht in Form einer AG an und kann sich vor Anmeldungen kaum retten. „Es haben sich so viele Kinder angemeldet, dass ich mehr Zeiten angeboten habe“, freut sich Theresa Umlauf. „Am meisten Spaß
macht es, cooles Haargel herzustellen“, sagt Alexander (10). Rasmus (9) und
Nils (10) stellen „sauberes Wasser“ her. Dazu wird verdrecktes Wasser durch einen Trichter mit Filter gegossen und wird wieder klar. Davis (8) und Alexander basteln einen Stromkreis, so dass eine Lampe leuchtet und sich ein Propeller dreht. „Ich finde
das cool, weil man einiges ausprobieren kann, ohne dass man Ärger kriegt“, grinst Nils. Dass die Kinder Spaß haben, freut auch Virginie Gmelich Meijling: „Es ist ein entdeckendes Lernen, denn die Kinder können auch nach der Stunde selbst weiter suchen und das Thema vertiefen.“
www.techniktuerme.de








