(openPR) Jetzt ist es offenbar: Die beiden Hauptrichtungen des Islam, vertreten durch Saudi-Arabien und dem Iran, führen eine Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Islam. Im Jemen und in Syrien bekämpfen sie einander bereits, andere Regionen werden folgen. Eine islamische Variante des Dreißigjährigen Krieges?
Die Saudis und die Iraner kämpfen aber wie auch die Protestanten und die Katholiken vor 400Jahren nicht nur um das Primat in religiösen Fragen, sondern auch um Macht. Es geht bei ihrem Kampf, der jetzt offensichtlich in ein neues, brutales Stadium eintritt, um Macht, vornehmlich um die politische Vorherrschaft am Golf.
Die Weigerung der Saudis auf der Doha-Konferenz, die Öl-Fördermengen zu begrenzen, um den Ölpreis zu stabilisieren, ist aber nicht nur eine Kriegserklärung gegenüber dem Iran, der dadurch wirtschaftlich geschwächt werden soll. Abgesehen davon, daß auch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen islamischen Gruppierungen sowie der internationale islamistische Terror dadurch weiter angeregt werden dürften, sollten die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nicht unterschätzt werden.
Rußland ist als Ölförderland ebenfalls stark negativ von den gescheiterten Bemühungen um eine Stabilisierung des Ölpreises betroffen. Ein weiterhin niedriger Ölpreis wird die infolge der Sanktionen ohnehin stark angeschlagene wirtschaftliche Situation des Landes weiter verschlechtern. Als erste Reaktion auf das Ergebnis der Konferenz signalisierte Rußland unmittelbar nach der Konferenz eine Unterstützung des Iran beim wirtschaftlichen Wiederaufbau.
Die Folgen für die Weltwirtschaft sollten nicht unterschätzt werden. Zwar ist ein niedriger Ölpreis für alle Länder, die Öl importieren günstig. Der niedrige Preis konterkariert aber die sowieso schon vergeblichen Bemühungen der FED, der EZB und der Bank von Japan, Inflation zu erzeugen. Jetzt könnte noch mehr frisches kostenloses Geld in die Spekulationsblasen strömen. Da wir inzwischen weltweit von einem gesunden Wirtschaftswachstum entfernt sind und die Spekulanten ein immer größeres Rad drehen, erhöht die Entscheidung der Saudis die Brisanz des Weltfinanzsystems noch weiter.
Müssen wir uns auf einen Super-GAU der Weltwirtschaft einstellen? Vielleicht ausgelöst durch einen Zusammenbruch der Derivatemärkte und ihrer Erzeuger?
Prof. Querulix weiß, daß Predigten gegen Unvernunft nichts ausrichten können, vor allem dann nicht, wenn sie epidemisch auftritt. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine Beobachtungen zu kommunizieren. In den kommenden Tagen erscheint der 6. Band seiner eBook-Reihe „Tacheles“ im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital unter dem Titel „Menschenwelt im Umbruch (978-3-943788-42-6, eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro).
Seine „zeitlos-zeitkritischen Beobachtungen und Kommentare“, die er unter diesem Obertitel veröffentlicht, haben inzwischen schon Tradition. Der mit 286 Seiten umfangreichste 6. Band ist bis auf weiteres nur beim Verlag erhältlich.
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