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Brauchen wir einen europäischen Bismarck, um Europa zu einigen?

31.03.201610:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Brauchen wir einen europäischen Bismarck, um Europa zu einigen?
Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, eBooks, je 9,95 Euro
Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, eBooks, je 9,95 Euro

(openPR) Die Europäische Idee hat bisher noch keine einzige Bewährungsprobe bestanden. Die Umstände der Aufnahme Griechenlands in die Währungsunion waren ein Menetekel. Daß die Verantwortlichen es ignorierten war der Beweis dafür, daß der Schlendrian die Herrschaft angetreten hatte. Alles, was danach kam, hat diesen Beweis vielfach bekräftigt.



Keine Frage, daß die Europäische Union und auch die Währungsunion der europäischen Wirtschaft voran geholfen haben. Das dürfte auch das (wahrscheinlich) einzige Motiv sein, weshalb die in den europäischen Ländern, vor allem auch in Deutschland, herrschenden Kreise das Europäische Projekt vorangetrieben haben und unter allen Umständen auch erhalten wollen. Was die nicht privilegierten Bürger davon haben, ist allerdings eine andere Frage. Immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und zum Teil beträchtliche zweistellige Arbeitslosenzahlen in vielen Ländern der Union sprechen ihre eigene Sprache.

„Der Euro ist einer der vielen bisher noch niemals geglückten Versuche, Realitäten durch Wunschdenken zu bezwingen“, urteilt Prof. Querulix. Ohne die Angleichung mindestens der Steuer- und Sozialsysteme aller Mitgliedsländer sowie gleichgerichtete Finanz-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitiken der Regierungen werden die Zentrifugalkräfte zunehmen und bald unbeherrschbar werden. Da eine Transferunion auf deutsche Kosten nicht infrage kommt – das würde keine deutsche Regierung überleben – bleibt den Staaten, die keine solide Haushaltspolitik auf die Reihe bringen, letztlich nur der Austritt aus der Währungsunion.

Die Völkerwanderung aus Nah- und Mittelost sowie Nordafrika hat jüngst bestätigt, was dem aufmerksamen Beobachter seit Jahren klar war: Die europäische Union ist ein Club von Egoisten und Eigenbrötlern. Selbstverständlich kann Europa nicht viele Millionen Menschen aus fremden Kulturen aufnehmen und integrieren. Daß aber Politiker, die doch die Auswirkungen der islamistischen Kriege seit Jahren beobachten konnten und über die riesigen Flüchtlingsströme informiert waren, sich einfach weigern, an der Bewältigung der dadurch entstandenen Probleme mitzuarbeiten, ist skandalös.

Also das Europäische Projekt begraben, weil es zu viele Eigenbrötler und Trittbrettfahrer gibt?

Deutschland wäre ganz gewiß in der Lage – vielleicht als einziges europäisches Land – sich in der ersten Liga der Industrieländer der Welt zu behaupten. Politik und Wirtschaft müßten sich nur auf diese Situation richtig einstellen. Aber man muß ja nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.

Aber kleiner wäre wahrscheinlich feiner. Man sollte sich fragen, ob ein starkes Europa wirklich die Vereinigung aller Staaten braucht, die auf dem europäischen Halbkontinent liegen, oder ob nicht gerade darin die Schwäche des Einigungsprojekts liegt. Die Protagonisten der europäischen Einigung sollten nicht um Mitglieder betteln, sondern klare Bedingungen für die Mitgliedschaft stellen. Wer mitmachen will, der muß auch seinen Teil beitragen und nicht darauf aus sein, daß ihm Extrawürste gebraten werden oder er sich die Rosinen aus dem gemeinsam gebackenen Kuchen herauspicken darf.

„Ein wirklich einiges Europa wäre so mächtig in der Welt, daß man Angst bekommen müßte“, fürchtet Prof. Querulix – wahrscheinlich gar nicht zu Unrecht. Zieht man den Flickenteppich europäischer Völker, Mentalitäten, Rechtskulturen, Lebensverhältnissen und Interessen in Betracht, wäre ein verkleinertes Projekt derer, die zusammenpassen und auch wirklich gemeinsam an ihrem Zusammenwachsen arbeiten wollen, mit großer Wahrscheinlichkeit die bessere Wahl.

Mit dem Rest Europas, dessen Bewohner einfach anders „ticken“ als zum Beispiel Deutsche oder Dänen, wo in einigen Ländern derzeit auch wieder autoritäre Regime an die Macht kommen, oder die wirtschaftlich noch Entwicklungsländer sind, könnten gute Beziehungen unterhalten werden, bis sie vielleicht eines Tages auch für den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft mit einheitlicher Währung reif sind.

Um das Europäische Projekt zum Erfolg zu führen, bedarf es wahrscheinlich Ausnahmemenschen. „Um Europa zu einigen bräuchte es wenigstens einen neuen Bismarck“, meint Prof. Querulix in Erinnerung an den Kanzler des Norddeutschen Bundes und Architekten des Deutschen Reiches. Die derzeit führenden Politiker sind allesamt nicht solche Persönlichkeiten. Hinzu kommt die schwierige finanzwirtschaftliche Lage infolge der immer noch ungelösten Banken- und Staatsschuldenkrise, die nicht nur den Europäern noch schwer zu schaffen machen wird.

„Europa, ein bunter Völkerhaufen, der so lange zusammenhält, wie es Rosinen zu verteilen gibt, der aber sofort auseinanderläuft, wenn der Hof gekehrt werden mu?, klagt Prof. Querulix. Europa steht am Scheideweg. Mehr Integration wird mit Egoisten nicht funktionieren. Weniger Integration bringt Europa nicht weiter. Ein kleineres (Nord-)Europa wäre wie damals der Norddeutsche Bund vielleicht als Nukleus für künftige Vereinigte Staaten von Europa besser geeignet als der bisherige „Haufen“ überwiegend eigenbrötlerischer Egoisten. Wie wär’s, Frau Merkel, wenn Sie einmal Tacheles redeten?

Prof. Querulix redet auf jeden Fall weiter Tacheles. Seit einigen Jahren gibt der eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital seine zeitlos-zeitkritischen Kommentare gesammelt als eBooks heraus. In Kürze erschein mit dem 6. Band der bisher umfangreichste. Er ist ab Mitte April beim eVerlag und später auch in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen für die von seinen Fans gewohnten 9,95 Euro zu haben.

READ Pressestelle

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